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150.000 Euro Spenden: Netzpolitik.org profitiert von #Landesverrat

Die Betreiber von Netzpolitik.org Markus Beckedahl und Andre Meister freuen sich über Spenden in Höhe von 150.000 Euro
Die Betreiber von Netzpolitik.org Markus Beckedahl und Andre Meister freuen sich über Spenden in Höhe von 150.000 Euro

Bereits wenige Tage, nachdem bekannt wurde, dass der Generalbundeanwalt wegen Landesverrats gegen Netzpolitik.org ermittelt, konnten sich die Betreiber des Polit-Blogs über Spenden in Höhe von 50.000 Euro freuen. Jetzt, keine zwei Wochen später, verkündet Gründer und Chefredakteur Markus Beckedahl, der Spendebetrag sei schon bei 150.000 Euro angewachsen.

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Im Gespräch mit dem Medienmagazin „Zapp“ erklärt Markus Beckedahl: „Im letzten Jahr haben wir insgesamt 180.000 Euro an Spenden bekommen, das waren aber fast alles nur Kleinspenden. Jetzt in den vergangenen zehn Tagen haben wir schon knapp 150.000 Euro bekommen und da war auch der ein oder andere Dauerauftrag dabei.“ Mit dem Geld will er Anwälte bezahlen, die aufdecken sollen, was hinter den mittlerweile eingestellten Ermittlungen des Generalbundesanwalts wegen Landesverrat steckt. „Wir wollen größtmögliche Transparenz und Klarheit, was da wirklich vorgefallen ist“, so Beckedahl.

Von dem restlichen Geld soll die Netzpolitik.org-Redaktion vergrößert werden. Denn die Betreiber des Polit-Blogs hätten derzeit so viel Arbeit, dass sie investigative Recherchen vernachlässigen müssten. Das solle sich in Zukunft wieder ändern.

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Markus Beckedahl erklärt in dem Interview außerdem, er habe gewusst, dass die Veröffentlichung „ein Akt von zivilem Ungehorsam“ gewesen sei, doch ihm sei nicht klar gewesen, dass in Deutschland noch der Strafbestand des Landesverrats besteht. Selbst die Presserechtsexperten, die im Vorfeld über die Dokumente geschaut haben, seien nicht auf den Gedanken gekommen, dass es sich hierbei um Staatsgeheimnisse handeln würde.

Netzpolitik.org habe die Bundesregierung nicht schädigen wollen, ganz im Gegenteil: „Wir wollten mit unserer investigativen Recherche der Bundesregierung helfen, indem wir eine Debatte darüber entfachen, ob wir das gut finden, was der Verfassungsschutz da macht“, sagt Beckedahl.

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