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Der neue Büro-Hype: Warum immer mehr News-Organisationen Slack lieben

Offenbar im Visier von Amazon: der Messaging-Dienst Slack
Offenbar im Visier von Amazon: der Messaging-Dienst Slack © Slack

Heute schon geslacked? Die Kommunikations-App erobert die Kommunikation innerhalb von Unternehmen im Sturm. Der Mix aus Messenger, Mail und Social Network bringt sonst voneinander getrennte Bereiche digital zusammen – und lockt mit Features, die Office-Tools wie Skype und Co. alt aussehen lassen.

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Für alle, die zum ersten Mal von Slack hören: Das Kollaborations-Tool existiert seit nunmehr zwei Jahren und hat seit dem Start eine beeindruckende Wachstumsstory hingelegt. Im Juni verkündete der Betreiber, dass mittlerweile eine Million Nutzer auf Slack aktiv seien – über 200.000 von ihnen nutzen sogar kostenpflichtige Modelle. Bewertet ist die Software mittlerweile mit 2,76 Milliarden Dollar. Wie in anderen Messenger können Nutzer in themenspezifischen und öffentlichen Chat-Rooms miteinander kommunizieren und auch Nutzer privat kontaktieren. So viel zu den Basics.

Viel Mehrwert durch Automatisierung

Slack bietet eine ganze Reihe weiterer nützlicher Features: So lässt es sich innerhalb des firmeneigenen “Slacks” nach Nutzern, Chats und auch geteilten Dateien suchen. Darüber hinaus erlaubt der Hersteller die Einbindung vieler weiterer Online-Dienste, die ein nahtloses Arbeiten über mehrere Plattformen hinweg ermöglichen. So lassen sich etwa aus Google Drive Dokumente und aus Dropbox Dateien teilen, Aufgaben aus Wunderlist automatisiert in die passenden Kanäle kommunizieren. Die vielen Möglichkeiten automatisierter Benachrichtigungen sind das Killer-Feature von Slack. Verfügbar ist die Software für den Mac, iOS, Android, Windows und die Apple Watch sowie als Web-App, die im Browser läuft.

Das NiemanLab hat mehrere Medienunternehmen befragt, wie sie Slack nutzen. Vox Media, Betreiber der Techseite TheVerge, schwört auf das Tool. Lauren Rabaino, Vox Media Product Director, erklärt: “Slack ist ein wichtiges Element, das unsere internationalen Teams zusammenhält und uns produktiv sein lässt.” So schaffe die Software nicht nur Produktivität und Transparenz, sondern befördere auch Teambuilding und Kameradschaft unter Kollegen, die mitunter nicht in denselben Städten arbeiten. Das Unternehmen nutzt die offene Architektur von Slack und hat Dienste der eigenen Webseite so programmiert, dass bestimmte Abteilungen automatisiert informiert werden, wenn Entwickler ein Feature fertiggestellt haben oder Redakteure eine Story veröffentlicht haben.

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„Wir sind weitaus offener in der Kommunikation“

Bei der Londoner Times hat Slack den Versand interner Mails erheblich reduziert, berichtet das Nieman Lab. So nutzt das Team neben den öffentlichen Chats rund 34 weiterer Channels u unterschiedlichsten Themen, etwa für Themenkonferenzen, WordPress-Plugins oder unterschiedliche Entwickler-Teams. “Wir sind weitaus offener in der Kommunikation mit anderen als zuvor und versuchen, möglichst viel öffentlich zu kommunizieren, damit alle auf dem neuesten Stand sind”, erklärt Matt Taylor, Production Editor, Digital Strategy and Development. Geplant ist, auch weitere Gewerke, etwa die Grafikabteilung, in Slack einzuführen.

Und auch Troy Thibodeaux, Data Journalism Team Editor bei Associated Press, plant, neben den Entwickler- und Data-Journalisten-Teams auch weitere Teams in Slack zu integrieren. “Etwas, das noch unmöglich gewesen wäre, als wir IRC-Chats benutzt haben.”

Diese Features lässt sich Slack aber auch gut bezahlen. Im Gratis-Account lassen sich 10.000 Nachrichten durchsuchen und bis zu fünf Integrationen zu anderen Webdiensten herstellen. Für rund sieben Dollar im Monat gibt es unbegrenzte Integrationen, unbegrenzte Suchanfragen, zudem sind E-Mail-Weiterleitungen und detailliertere Privatsphäreeinstellungen geplant. Für Großunternehmen sind zudem Enterprise-Accounts mit gesammelten Archiven und mehr Sicherheitsfeatures geplant.

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Alle Kommentare

  1. Die Automatisierung durch Slack ist ein guter Punkt, allerdings verstehe ich nicht, wieso Redaktionen einen Dienst aus den USA wählen, wenn es um sensible Informationen geht. Wir nutzen inzwischen Stackfield (Collaboration Tool mit End-to-End Verschlüsselung), da die amerikanischen Unternehmen dem Patriot Act unterliegen. Sobald der Name eines Informanten auf Slack gespeichert wird, dann weiß die NSA sicher davon Bescheid …

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