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Adblocker, Multi-Milliarden-Gefahr für die Medien

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Das Geschäftsmodell der meisten Medienmarken wird im Web mittlerweile von zwei Seiten angegriffen. Zum einem sind noch immer die meisten Informationen und Inhalte frei zugänglich. Zum anderen setzen immer mehr Nutzer Adblocker ein und nehmen den Verlagen so die Chance, wenigsten über die Vermarktung Einnahmen zu generieren. Eine neue Studie beziffert die so eingebüßten Einnahmen auf 21,8 Milliarden US-Dollar.

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Diese Zahl bezieht sich nur auf das Jahr 2015. Für das kommende Jahr berechneten die Analysten von Adobe und PageFair gar einen Wert von 41,4 Milliarden US-Dollar.

Verantwortlich für die Explosion der prognostizierten Zahlen soll vor allem die Zunahme von Mobile Ad Blocking sein. Zur Zeit liege der Anteil von Ad Block Traffic mobiler Geräte nur bei 1,6 Prozent. „Das neue iOS 9 mit integrierten Ad Blocking-Funktionen, das im Herbst veröffentlicht wird, könnte sich als Game Changer im Bereich Mobile Ad Blocking erweisen“, heißt es in der Untersuchung.

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Bei den Wachstumsraten der Werbe-Blocker liegt Deutschland noch deutlich hinter dem globalen Trend. So stieg die Zahl der Ad Blocking-Nutzer innerhalb eines Jahres vom zweiten Quartal 2014 bis zum zweiten Quartal 2015 um 41 Prozent auf 198 Millionen Monthly Active Users. Hierzulande betrug die Steigerung nur 17 Prozent. So zählt „The Cost of Ad Blocking“  für Deutschland 18 Millionen Monthly Active Ad Blocking-Users.

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Alle Kommentare

  1. Wer seine vorgeblichen Kunden permanent vollplärrt und bis ins Stammhirn hinein belästigen will – muss der sich jetzt wundern?

    Für einige Zeit haben es die meisten hingenommen. Jetzt gibt’s auf die Finger, und zwar feste – eher späte Gerechtigkeit.

  2. Sollten die guten alten Printmedien nun doch etwas voraus haben? Da lässt sich die Werbung nämlich nicht einfach wegklicken, die Anzeigen sieht man, ob man will oder nicht.
    Im übrigen nervt Printwerbung auch nicht annähernd so wie dieses blinkende, hupende, sich ständig über den Text, den man lesen will, schiebende Zeug.

    1. für printmedien geben wir geld aus, weil uns etwas an ihnen liegt und nehmen dann in kauf, daß sie die einnahmen aus der werbung brauchen, um zu überleben. wenn dann, sagen wir mal der spiegel, eine reportage über alternative energieen rausnimmt, statt dessen eine lobrede auf die deutschen stromkonzerne rein und auf der rückseite eine anzeige der RWE druckt … dann kaufen wir eben nicht mehr, woran uns mal was lag.

      onlinemedien sollten dazu übergehen, geld für ihren service zu verlangen, das ist dann der freie markt, dem sie sich stellen müssen.

      das würde allerdings dazu führen, daß viele angebote vom markt verschwinden, weil sich einfach niemand mehr dafür interessiert, aber, genau davor fürchten sich ja diese seiten und jammern uns statt dessen die ohren voll, daß wir uns die freiheit nehmen, ihren versuch uns mit reklame vollzuschütten, mit einem adblocker konterkarieren.

      ja, die welt ist ungerecht …

  3. Wieso greifen die im Internet kostenlos veroeffentlichten Beitraege „das Geschaeftsmodell der meisten Medienmarken“ an, wie im ersten Satz behauptet? Die Verlage/Blogs/Onlineportale usw. tun dies freiwillig und mit voller Absicht. Sie attackieren oder unterminieren somit kaum ihr eigenes Geschaeftsmodell, sondern etablieren es in exakt dieser Form.

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