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Correctiv ruft zum kollektiven „Landesverrat“ auf und stellt Netzpolitik-Dokumente online

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Die Branche zeigt sich solidarisch mit den Bloggern von Netzpolitik.org. Nachdem Blog-Betreiber Markus Beckedahl die Dokumente, wegen denen gegen ihn ermittelt wird, erneut online gestellt hat, zieht das Recherche-Büro Correctiv nach, stellt sie ebenfalls online und zeigt sich selbst wegen Landesverrats an – in der Hoffnung, dass andere Redaktionen mitziehen.

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In einem Videobeitrag erklärt Correctiv-Chefredakteur Markus Grill, dass der „Angriff“ auf die Blogger Markus Beckedahl und Andre Meister ein „Angriff auf alle Medien“ sei. „Correctiv erklärt sich deshalb solidarisch mit netzpolitik.org. Wir werden unsere Kollegen Beckedahl und Meister unterstützen, wo immer dies möglich ist. Heute haben wir auf unserer Seite alle geheimen Dokumente veröffentlicht, deretwegen die beiden verfolgt werden. Und wir werden noch heute Strafanzeige beim Generalbundesanwalt gegen uns selbst stellen. Wir verbinden damit die Hoffnung, dass viele Redaktionen ebenfalls die Dokumente veröffentlichen und ebenfalls Strafanzeige gegen sich stellen. Je mehr Redaktionen sich beteiligen, desto schwieriger wird es für den Generalbundesanwalt, die Ermittlungen gegen Beckedahl und Meister durchzuziehen.“

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Der Generalbundesanwalt hat nach Anzeige des Präsidenten des Verfassungsschutzes Ermittlungen gegen die Betreiber von Netzpolitik.org eingeleitet, weil Beckedahl und Meister Dokumente veröffentlicht haben, aus denen hervorgeht, dass der Verfassungsschutz eine Abteilung plane, die soziale Medien genauer überwachen soll. „Wenn das, was Beckedahl und Meister gemacht haben, Landesverrat ist, dürfen Journalisten künftig nicht mehr aus geheimen Papieren zitieren“, kritisiert Grill. „Soll er doch gegen uns alle ermitteln! Wir alle sind netzpolitik.org.“

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