Studie: Studenten wollen in die Medienbranche, haben aber Angst vor Arbeitslosigkeit

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Beim akademischen Nachwuchs ist die Medienbranche die beliebteste von allen, über 17 Prozent aller angehenden Hochschulabsolventen möchten nach dem Studium entweder in den Medien oder im Verlagswesen arbeiten. Die Top-Wunscharbeitgeber sind dabei ARD, ProSiebenSat.1 und das ZDF. Knapp die Hälfte der Studenten hat allerdings große Sorge vor anfänglicher Arbeitslosigkeit bei dieser Berufswahl.

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Dies ergab eine Befragung unter 20.000 Studenten im Rahmen der Studienreihe „Fachkraft 2020“ von Studitemps und dem Department of Labour Economics der Maastricht University. Die Medien- und Verlagsbranche ist demnach bei Studierenden die beliebteste Branche von allen – noch vor der Automobilindustrie (11,9 %) und der Unternehmensberatung (7,4 %).

44 Prozent der befragten Studenten haben jedoch große Sorge vor anfänglicher Arbeitslosigkeit bei dieser Berufswahl, was im Gesamtbranchen-Ranking der Studie den schlechtesten Platz von allen 24 ermittelten Branchen bedeutet. Eckhard Köhn, Managing Director Studitemps: „Die häufig eher negativen Nachrichten aus dem Medienbereich führen sicherlich mit zur großen Sorge beim akademischen Nachwuchs, eine Festanstellung zum Berufsstart bekommen. Hier ist die Branche aufgefordert, frühzeitig Vertrauen und langfristige Beziehungen aufzubauen – noch während des Studiums.“

Der bescheidene durchschnittliche Wunschlohn im Medienbereich ist mit 32.600 Euro brutto pro Jahr eventuell bereits ein Resultat aus diesen Berufsängsten. 46.900 Euro Wunsch-Einstiegsgehalt sind es dagegen bei der in diesem Bereich erstplatzierten Branche der Wirtschafts- und Steuerprüfung.

Obwohl es einen Großteil der befragten Studenten in die Welt der Medien zieht, schneidet die Branche in der Kategorie „erwartete Jobzufriedenheit“ eher durchschnittlich ab – und erreichte lediglich 6,83 von maximal 10 Punkten, was erneut einem Platz im hinteren Bereich des Gesamtbranchenrankings bedeutet.

Die Top-5 der am häufigsten genannten Wunsch-Arbeitgeber bei Studenten in der Medien- und Verlagsbranche sind:

1) ARD (15 %)

2) ProSiebenSat.1 (14 %)

3) ZDF (12 %)

4) Axel Springer (7 %)

5) Cornelsen (6 %)

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Alle Kommentare

  1. Es ist zu hoffen, dass sich in Zukunft mehr junge Menschen mit Rückgrat für den Beruf entscheiden, die den Mut haben, gegen die politische Korrektheit anzuschreiben und sich nicht verbiegen lassen. Angepasste rot-grüne Mainstream Schreiberlinge haben wir leider mehr als genügend und der entsprechende Bedarf wird tendenziell mangels Interessenten für die immer gleichen Ergüsse wohl weiter schrumpfen.

  2. Ich frage mich als langjähgriger „Medienschaffender“, wie blöd man eigentlich sein muss, trotz der offenkundig miserablen Lage in einer Branche im Niedergang arbeiten zu wollen. Immmerhin die Verlagsleiter dürften dankbar sein, auf einen nicht abreißenden Strom an willigen und vor allem billigen Arbeitskräften aus den Universitäten setzen zu können, mit denen sie die angestammten Mitarbeiter unter Druck setzen können.

  3. Studenten wollen Unternehmen beraten? Das ist echt ein Witz. Die besten Unternehmensberater sind die, welche schon mal bankrott gegangen sind. Die wissen, wie der Hase läuft.

    Was die „Medienbranche“ angeht, da glauben wohl viele an Talent, nur weil sie einen PC an- und ausschalten können. Die Medienbranche bietet Null Zukunft. Wenn Apple in die Grütze geht, denn Microsoft und Apple haben längst das Ende der Fahnenstange mit ihren Kachelsmartphones erreicht, dann ist es vorbei mit Technologie. Die nämlich ist ein enger Verbündeter der Medienbranche. Und schlußendlich erlebt gerade die Verlagsbranche die schwersten Umsatzeinbrüche, Journalisten lernen z.Z. das Fliegen wie die Vögelchen. Für einen Verlag braucht man bald nur noch einen PC. Der Rest ist Logistik. Auslieferungsfahrer wäre vielleicht ein passender Beruf?

    Eichelburg hat schon 2006 davor gewarnt, auf Technologie zu setzen. Mit General Motors hatte er zweifellos Recht und mit der Finanzkrise sowieso.

    Zwar wird die Jugend systematisch an die Technologie herangezüchtet, aber irgendwann geht jedem der Infotainment-Brei höllisch auf den Geist.

    1. So isses! Eichelburg hat ja auch alle Währungsreformen seit 2009 und sämtliche Terrorwellen korrekt vorhergesagt.

  4. Arbeitslosigkeit genügt nicht – Zukunftslosigkeit trifft es besser, denn der einstige Boom ist heute als „BOOM“ der Sound der Implosion.

    Print steckt im größten Paradigmenwechsel aller Zeiten und kreiselt immer rascher dem Saugstutzen des Relevanzklos entgegen. Bald gibt’s den Spülvorgang. Wer sich anschließend erhebt, wird unangenehm riechen und mit seelenloser Effizienzmaxime als traumatisierter Zombie davon wanken. Der nahende Eisberg macht derzeit alle lustig. Springer versucht verzweifelt, nicht mehr Springer zu sein. Funke will den Innovationspreis für den ersten Verlag ohne Mitarbeiter. Gruner + Jahr wäre lieber Gärtner, Bauer ist einer und gräbt noch die größten Kartoffeln aus. Der Rest: irrelevant. Fazit: Print ist keine Alternative.

    Radio: Wir schreiben das Jahr 2015, also bitte. Geht nur für alle, deren Abschlüsse oder Fratzen zu mittelmäßig sind für…

    TV! Ist aber auch alles kacke. Entweder dick und doof (ÖR), dünner und doof (RTL), dünn und doof (Pro 7/Sat 1) oder doof und doof (RTL 2). Rest: nicht bei anderen genommen worden.

    TV ist dennoch die beste der beschissenen Alternativen. Denn TV wird es weiter geben. Wer also bereit ist, für eine doofe Arbeit mittelprächtig bezahlt zu werden (also nach diversen Praktika), ist jederzeit willkommen.

    Wir brauchen Brennmaterial.

  5. Die Medienbrance geht den Bach runter, weil keiner mehr den verlogenen Mist hören will, der täglich in den Nachrichten und Zeitungen verzapft wird ! Nur allein die sog. Umfragen von ARD un ZDF spotten doch jeder Beschreibung: Sind lt. Umfragen über 50 % der Deutschen bereit mehr Flüchtlinge aufzunehmen ( 1000 Befragte ) – sind es bei der T Online Umfrage um das gleiche Thema nur 7 ( in Worten. sieben ) % die für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen sind ( abgestimmt haben 35 000 ) ! Diese Differenzen zwischen Realität und journallistischer Freiheit klaffen mittlerweile ZU weit auseunander !

    1. Hier liegen aber auch die Chancen.

      Ist schon fast lustig, denn nur noch die knallharte Wahrheit kann einzelne Medienprodukte heute überhaupt noch retten.

      Die Lüge ist in Deutschland überall anzutreffen, ihr Beispiel ist besonders krass, praktisch ALLES was von Medien und Politik zum Thema Asylkomplex geschrieben und gesagt wird ist das genaue Gegenteil der Wahrheit.

      Die Umfragen sind lächerlich und können eigentlich nur gefälscht sein.

      Vor einer Woche wurde ein schlimmer Anschlag in Mogadischu verübt, 18 Todesopfer. Attentäter ein Somalier der lange Zeit in Bonn gelebt hat, die deutschen Medien und Behörden weigern sich Details über den Mann zu veröffentlichen, IMHO weil er ziemlich sicher Asylbewerber war.

      Wie gesagt, als Medienmacher muss man sich nur trauen das Lügengebäude BR Deutschland, EU, oder Islam auseinanderzunehmen, Themen gibt es genug.

      Und der Schei** würde sich verkaufen, (im Gegensatz zum Asyl-Tränendrüsen-Spiegeltitel diese Woche)!

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