ACAB-Eis: Polizei Bremen beschwert sich beim Presserat über taz

Ice Ice Baby – doch das taz-Eis hat der Polizei gar nicht geschmeckt.
Ice Ice Baby – doch das taz-Eis hat der Polizei gar nicht geschmeckt.

Eine Bildunterschrift bei taz.de scheint der Polizei in Bremen nicht zu schmecken. Das Foto zeigt Polizisten an einer Eisdiele. Taz.de schreibt darunter: "Welche Kugeln hier bestellt werden? Acht Cookie, Acht Banane." Kurz: ein ACAB-Eis. Diese Abkürzung erregt jedes Polizistengemüt und führte nun zu einer Beschwerde beim Presserat.

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Denn ACAB steht für „All Cops are Bastards“ und gilt als Beleidigung. Wie das Bildblog berichtet, hat auch die Bremer Polizei so empfunden. Aus einem internen Schreiben geht die Meinung der Beamten hervor, dass die taz „indirekt und offensichtlich gewollt“ die Polizisten habe beleidigen wollen. „Diese Darstellung widerspricht journalistischer Ethik“, zitiert das Blog Polizeipräsident Lutz Müller. „Das ist für mich nicht akzeptabel und daher wenden wir uns an den Presserat.“

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Eine Hinweisseite von taz.de

Gegenüber dem Bildblog hat taz-Redakteur Jan Feddersen die Geschichte bestätigt. Das Foto samt Bildunterschrift sei Anfang Juli für drei Tage auf der Seite taz.de zu sehen gewesen. Allerdings weist Feddersen darauf hin, dass die Hinweisfotos nicht redaktionell, sondern vom „Site Management“ verantwortet würden. Die Beschwerde wolle er „in interessierter Gelassenheit“ abwarten, so Feddersen. Die Polizei habe gegenüber dem Bildblog weder eine Bestätigung noch ein Dementi abgegeben.

Das entlockt die taz allerdings vielleicht mit ihrer aktuellen Ausgabe:

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