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Wieder nix: Keine Fusion zwischen Axel Springer und ProSiebensat.1

Springer-Boss Mathias Döpfner und ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling
Springer-Boss Mathias Döpfner und ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling

Was war die Aufregung groß, als das Wall Street Journal Anfang Juli meldete, Axel Springer und ProSiebenSat.1 würden über eine Fusion verhandeln. Ein paar Tage später herrscht jetzt Gewissheit: Es wird wieder nix mit dem Mega-Medienkonzern aus deutschen Landen. Das haben Sprecher beider Unternehmen gegenüber der FAZ bestätigt.

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Springer und ProSiebenSat.1 (P7S1) starten eine gemeinsame Initiative um digitale Startups zu finden und zu finanzieren. Das war’s. Nix mit Fusion. Die FAZ zitiert eine Springer-Sprecherin mit den Worten: „Weitere gesellschaftsrechtliche Veränderungen sind nicht vorgesehen.“ Gleiches ist aus der P7S1-Zentrale zu hören. Eine Startup-Initiative statt der Groß-Fusion. Das sind kleinst-mögliche gemeinsame Brötchen, die da gebacken werden.

Es hieß ja schon zum Zeitpunkt der Spekulation, dass sich die Gespräche in einem frühen Stadium befinden würden. Bei Springer beeilten sie sich nach der Veröffentlichung festzustellen, dass Friede Springer keinesfalls die Kontrolle abgeben würde – für eine Fusion auf Augenhöhe war das praktisch schon der Todesstoß. Bereits 2002 war der erste Anlauf von Springer und P7S1 zusammenzugehen am Widerstand der Kartellbehörden gescheitert.

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Zwischendurch machte sich Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner Hoffnung, die Financial Times kaufen zu können – aber die wurde ihm von der japanischen Nikkei Group vor der Nase weggeschnappt. Gestern kam dann die Meldung, dass das US-Angebot Business Insider nach Deutschland kommen soll – mit Geld von Axel Springer. Alles zusammen ergibt vielleicht einen Sinn. Die großen Merger- and Acquisition-Pläne sind erst einmal gescheitert oder abgesagt. Vielleicht investiert Springer nun einen Teil der knappen Milliarde Euro aus dem Verkauf großer Teile seines Print-Geschäfts in den internationalen Ausbau des Business Insider. Es wäre nicht die dümmste Idee.

 

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