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Keine Privataufträge mehr – Plasberg zieht Konsequenzen aus der „Versicherungs-Affäre“

Keine Privataufträge mehr: Frank Plasberg zieht Konsequenzen
Keine Privataufträge mehr: Frank Plasberg zieht Konsequenzen

Die Signatur von Frank Plasbergs Talkshow "Hart aber fair" unter einer Einladung zu einer Versicherungsveranstaltung, hat eine Diskussion über die Glaubwürdigkeit der Macher der ARD-Talkshow "Hart aber fair" ausgelöst. In einem Interview bezeichnet Plasberg die Sache als "dicken Schnitzer" und kündigt Konsequenzen an.

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Dem Medienmagazin DWDL sagte Frank Plasberg zu dem Vorfall mit der Signatur:  „Wir haben uns einen dicken Schnitzer erlaubt, der uns mächtig auf die Füße gefallen ist. Und dafür müssen wir nun gerade stehen.“ Ein Mitarbeiter der Produktionsfirma Ansager & Schnipselmann, die „Hart aber fair“ produziert, hatte den Namen der bekannten ARD-Talkshow unter eine Einladung für eine Diskussionsveranstaltung des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GdV) gesetzt. Die GdV-Veranstaltung sollte von Plasbergs Ehefrau, der ARD-Moderatorin Anne Gesthuysen, moderiert werden.

Gegenüber DWDL gab Plasberg nun zu Protokoll, Ansager & Schnipselmann hätten den Auftrag bekommen, für die GdV eine „journalistisch aufbereitete Diskussionsrunde“ zu produzieren. Dass der Name „Hart aber fair“ in der Einladung auftauchte, sei ein Fehler gewesen. Plasberg: „Die falsche Signatur unter Einladungsschreiben für den Versicherungstag hat den Eindruck erweckt, wir würden in unserer Firma nicht klar trennen: Zwischen der redaktionellen Arbeit für ‚Hart aber fair‘ auf der einen Seite und dem Auftrag, eine journalistisch aufbereitete Diskussionsrunde für den GDV zu produzieren auf der anderen Seite. Das darf nicht passieren.“

Weil dieser Fehler und die Berichterstattung darüber (die Bild am Sonntag hatte die Sache zur Titelstory gemacht) nun die GdV-Veranstaltung „überlagere“, habe er sich mit dem Versicherungsverband verständigt, die Zusammenarbeit nicht fortzuführen, so Plasberg. Den Vorwurf der Schleichwerbung will er nicht gelten lassen: „Wir haben keine Werbung und keine Produktpräsentationen gemacht und uns nicht vor den Karren einer Partei oder eines Konzerns spannen lassen.“

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Der Imageschaden für seine Firma sei allerdings nicht wegzudiskutieren. Rückblickend bezeichnet Plasberg die Annahme des Auftrags als einen Fehler. Künftig würde seine Firma darum auf private Aufträge verzichten, „um auch nur den leisesten Anschein von Befangenheit zu vermeiden“.

(swi)

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Alle Kommentare

  1. Zitat (kein Plagiat): “ Um auch nur den leisesten Anschein von Befangenheit zu vermeiden, werden wir in Zukunft auf private Aufträge verzichten.“ Hahahaha, den „leisesten Anschein“ hat die Firma mehr als lautstark nun heraus posaunt. Lächerlich, jämmerlich, erbärmlich und kläglich…..

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