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Brisantes Dokument: Hollywood-Studios und Medien planten offenbar Rufmordkampagne gegen Google

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Heise.de berichtet über eine Rufmordkampagne, die Hollywood-Studios sowie die Medienkonzerne Comcast und NewsCorp offenbar gemeinsam mit einem US-Staatsanwalt gegen Google geplant hatten. Demnach sollte Google in TV-Shows und Artikeln im Wall Street Journal wegen angeblich mangelnder Unterstützung imKampf gegen Urheberrechtsverletzungen diskreditiert werden.

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Das Dokument, das die geplante Rufmordkampagne belegt und über das heise.de berichtet, wurde von Google selbst vor Gericht eingebracht. Daraus geht hervor, dass die MPAA (Motion Picture Association of America, die Lobbyvereinigung der großen Filmstudios), sowie die Medienkonzerne Comcast und NewCorp eine konzertierte Medienkampagne starten wollten, um Google in Verruf zu bringen. Die MPAA forderte gemeinsam mit dem  Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Mississippi, dass Google Suchergebnisse sperrt, die auf möglicherweise illegal verbreitete Inhalte – also hier: Filme – aufmerksam machen.

Das Dokument, das Google nun eingereicht hat, ist ein E-Mail-Wechsel zwischen dem Büro des Staatsanwalts und der MPAA. Bestandteil der Kampagne sollte ein Beitrag in der „Today Show“ sein. Die „Today Show“ ist so etwas wie das Frühstücksfernsehen des US-TV-Senders NBC, der zu Comcast gehört. Nach dem Stück in der „Today Show“ sollte ein Google-Investor öffentlich fordern, dass sich Google für Änderungen und Reformen im Urheberrecht einsetzt. Anschließend sollte dann ein Beitrag im Wall Street Journal folgen, in dem gewarnt wird, dass Googles Aktienkurs unter Druck geraten könnte, wenn der Internetkonzern nicht handelt. Der WSJ-Artikel sollte auch einige Handlungshinweise („possible causes of action“) enthalten, die sich die Planer der Kampagne ausgedacht haben.

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In den USA wird vor allem auch die Rolle, die dem Wall Street Journal in der Kampagne zugedacht wird, kritisch diskutiert. In dem von Google eingebrachten Dokument wird zumindest der Eindruck erweckt, Inhalte in TV-Sendungen und im Wall Street Journal seien beliebig nach Interessen steuerbar. Google hatte gegen die Filmstudios geklagt, weil der Internetkonzern sein Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit verletzt sieht.

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Alle Kommentare

  1. Bei allem Respekt: Das ist doch kein Rufmord. Vom Kopieren alter Bücher ohne Zustimmung der Autoren bis zum eigenständigen Rauszupfen von anderer Leute Artikel hat google doch alles getan, um die Bedeutung des Urheberrechts zu mindern.

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