Wie Spiegel-Reporter bei Yanis Varoufakis auf ein stern-„Gespenst“ namens Arno Luik trafen

stern-„Gespenst“ Arno Luik (l.),  Yanis Varoufakis
stern-"Gespenst" Arno Luik (l.), Yanis Varoufakis

Publishing Es war ein seltsamer Absatz in der großen Spiegel-Story über einen Hausbesuch beim griechischen Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis. Offenbar war zeitgleich mit den Spiegel-Reportern ein Mitarbeiter des stern in Varoufakis' Wohnung. Der Spiegel fragt, ob dieser vielleicht das Gespräch habe mithören wollen. Tatsächlich handelte es sich dabei um Star-Interviewer Arno Luik, der für eine stern-Story mehre Tage mit Varoufakis verbracht hatte.

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Es habe in der Wohnung von Varoufakis einen „Unsichtbaren“, ein „Gespenst“ gegeben, raunt der Spiegel zum Abschluss seiner Varoufakis-Story. Die Spiegel-Reporter Thomas Hüetlin und Dirk Kurbjuweit erzählen, wie schwierig das Treffen mit Varoufakis zu Stande kam.  Der zweistündige Gesprächstermin wurde von einem Dienstag auf den Donnerstag verlegt. Varoufakis‘ Assistentin teilte den Spiegel-Leuten zudem mit, dass der Ex-Politiker ein „eher ideologisches und politisches Gespräch“ mit einem Redakteur des stern geführt habe.

Der Spiegel notiert, „der Kollege“ des stern sei „praktischerweise für mehrere Nächte in die Wohnung von Varoufakis gezogen“ und kommentiert: „Mehr Nähe geht nicht.“ Während des Spiegel-Interviews mit Varoufakis habe einer der beiden Spiegel-Männer kurz das Wohnzimmer, wo das Interview stattfand, verlassen und einen „Mann davonhuschen“ gesehen. Es habe sich um den stern-Kollegen gehandelt, der sich in der Nähe der Tür aufgehalten habe. Der Spiegel fragt: „Wollte er mithören, wie der Spiegel ein Gespräch führte?“

Nachfrage bei stern-Chefredakteur Christian Krug. Belauschen seien Reporter etwa heimlich Spiegel-Interviews? Krug zu MEEDIA: „Die im Spiegel 31/2015 geäußerte Vermutung, ein stern-Reporter habe sich am Donnerstag der vergangenen Woche in der Wohnung von Yanis Varoufakis während eines Spiegel-Interviews in der Nähe der Tür aufgehalten, um das Gespräch mitzuhören, entbehrt jeder Grundlage.“ Beim „Gespenst“, das in Varoufakis Wohnung laut Spiegel „davonhuschte“, handelte es sich um Arno Luik, den Star-Interviewer des stern. Der habe sich bereits seit Dienstag vergangener Woche überwiegend in der Wohnung des griechischen Ex-Finanzministers aufgehalten, um mit diesem ein ausführliches Gespräch zu führen. Wegen der mangelnden Planbarkeit von Varoufakis’s Terminen, habe dieser angeboten, dass stern-Mann Luik sich in seiner Wohnung aufhalten kann und das Gespräch immer wieder fortgesetzt wird. Krug: „Über zwei Tage und Nächte entwickelte sich dann ein intensives Gespräch, das in neun Etappen zu völlig unterschiedlichen Zeiten an mehreren Orten geführt wurde und zu einem Gesprächsprotokoll von insgesamt sieben Stunden Dauer führte.“

Am Donnerstag dann habe Varoufakis die Vertreter mehrerer deutscher Medien empfangen – u.a. auch die beiden Spiegel Spiegel-Reporter. Als diese eintrafen, habe sich Luik bereits von Varoufakis verabschiedet, allerdings mit dessen Ehefrau Danae Stratou in der Küche noch ein weiteres Gespräch geführt. Beim Verlassen der Wohnung sei es dann zu einer kurzen Begegnung mit einem der Spiegel-Reporter gekommen, so die Schilderung des stern-Chefredakteurs.

Im Hause Varoufakis herrscht ein ganz schöner Medien-Betrieb …

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Alle Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Lulk , ist es möglich uns einen Direkt Kontakt per Email mit Ihren Gesprächspartner oder seiner Frau Danae zu geben .Er hat richtig erkannt, das der Schlüssel in DE liegt , warum wurden die Email nicht beantwortet , er wurde gewarnt und die Sofort Tilgungen angeboten- auch Konsulate erhielten keine Antworten .Bitte ermöglichen Sie uns einen Kontakt , wir sind in Indochina.
    Thanks für Ihre Hilfe aber ein paar Fragen sind wichtig schon weil wir ca.30 Jahre Schäuble kennen .

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