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Unlautere PR mit „Hart aber fair“? Plasberg und die Glaubwürdigkeits-Frage

Keine Privataufträge mehr: Frank Plasberg zieht Konsequenzen
Keine Privataufträge mehr: Frank Plasberg zieht Konsequenzen

Jetzt wird Frank Plasberg wohl alle seine markigen Aussagen der vergangenen Wochen noch einmal um die Ohren bekommen. Mit viel Testosteron hatte der „Hart aber fair“-Moderator das Aus von Günther Jauch kommentiert. Dumm nur, dass Plasberg nun selbst mit einer Glaubwürdigkeits-Debatte zu kämpfen hat. Wie die BamS berichtet, warb seine Produktionsfirma mit der „Hart aber fair“-Marke für ein Event des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GdV).

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Die Bild am Sonntag hatte enthüllt, dass Plasbergs Produktionsfirma Ansager und Schnipselmann vom GdV beauftragt worden war, Gäste für eine im November stattfindende Podiumsdiskussion in Berlin einzuladen. Moderiert werden soll das Podium von Plasbergs Ehefrau, der ARD-Moderatorin Anne Gesthuysen.

So weit, so normal. Das Problem ist nun, dass Ansager und Schnipselmann in der Einladungsmail den Zusatz eingebaut haben soll: „‚Hart aber fair‘ – wenn Politik auf Wirklichkeit trifft“. Zudem soll im Namen der Talkshow unterzeichnet worden sein.

Damit dürfte die Produktionsfirma gegen den Vertrag mit dem Sender verstoßen haben. Wie die BamS schreibt sind laut der Abmachung stets die Interessen des WDR zu wahren und der Markenname zu schützen. Immerhin hält der Sender die Markenrechte an der Talkshow.

Bei Ansager und Schnipselmann geht es mittlerweile offenbar darum, den Skandal möglichst weit weg von Plasberg zu schaffen. So hält sich der Moderator gänzlich aus der Debatte raus. Stattdessen nimmt sein Geschäftsführender Gesellschafter Jürgen Schulte alle Schuld auf sich. So sagte er gegenüber der Bild: „Dass ein Kollege der ,Hart aber fair‘-Redaktion, die zurzeit im Sommerurlaub ist, mit ,Hart aber fair‘ statt mit Ansager & Schnipselmann gezeichnet hat, war ein Fehler und liegt in meiner Verantwortung.“

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Beim Aus von Günther Jauch war Plasberg noch weit gesprächiger. Gegenüber dem Spiegel sagte er Sätze wie: „Du kannst nicht der gefühlte Bundespräsident sein und ein kantiger ernster Journalist.“

Zudem erklärte er, dass „diese Sendung und die Marke stärker sind als das Gesicht – mein Gesicht -, und ich finde, dass das deutsche Fernsehen eine pointierte und engagierte Sendung braucht, und ob ich die moderiere oder nicht, ist die zweite Frage. Man muss ja nicht gleich morgen ein Casting starten. Aber in ein paar Jahren könnte mal ein anderer ran.“

Mit dem Verschicken von GdV-Einladungen im Namen der Talkshow hat Plasberg allerdings nun erheblich die Stärke der Marke geschwächt.

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