Alles muss raus: Nach der FT will Pearson auch seine Anteile am Economist loswerden

Pearson will auch den Economist verkaufen
Pearson will auch den Economist verkaufen

Nach dem aufsehenerregenden Verkauf der Financial Times an die japanische Nikkei-Gruppe, will der britische Verlag Pearson auch seinen 50-Prozent-Anteil an dem Wirtschaftsmagazin The Economist abstoßen. Einen entsprechenden Bericht von Politico.eu hat Pearson bestätigt.

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Pearson hat vergangene Woche die Financial Times für rund 1,3 Mrd US-Dollar an die japanische Nikkei-Gruppe verkauft. Politico.eu berichtete zuerst, dass Pearson auch seinen 50-Prozent-Anteil am Economist verkaufen will. Pearson geht offenbar mit Preisvorstellungen von 500 Million Britischen Pfund für die Hälfte des Economist in die Verkaufsverhandlungen. Das renommierte Wirtschaftsmagazin hat eine Auflage von rund 1,6 Mio. Exemplaren und erwirtschaftete mit seinen Unter-Einheiten Economist Intelligence Unit, Economist Events und Economist Coporate Network 2014 einen Gewinn von rund 85 Mio. Euro.

Zu den weiteren Economist-Gesellschaftern gehören u.a. die Familien Cadbury, Rothschild und der Fiat-Clan Agnelli. Die anderen Gesellschafter besitzen ein Veto-Recht, Pearson braucht also deren Zustimmung für einen Verkauf. Als Kauf-Kandidaten wurden mit Bloomberg, Reuters und Axel Springer die üblichen Verdächtigen ins Spiel gebracht. Springer hat laut FAZ (nur Print und E-Paper) aber schon abgewunken, weil der Anteilserwerb keine Kontrolle über die Economist Group mit sich bringen würde.

Vorstellbar ist auch, dass man bei Springer auf Pearson gerade nicht so gut zu sprechen ist. Eigentlich wollte nämlich auch Springer die FT kaufen und hat laut Politico (dessen europäischer Ableger zur Hälfte Springer gehört) rund eine Milliarde Euro geboten. Nikkei hat dieses Angebot mit 1,2 Mrd. Euro knapp übertroffen. Laut Politico habe Springer keine Chance erhalten, sein Gebot nachzubessern und wurde von dem Deal mit Nikkei kalt erwischt.

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