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„Nazis essen heimlich Falafel“: Plakat-Kampagne gegen Rassismus in Freital

Eine Künstlergruppe plakatierte Freital mit ihren Protestplakaten.
Eine Künstlergruppe plakatierte Freital mit ihren Protestplakaten.

Bisher nicht identifizierte Künstler sagen der Ausländerfeindlichkeit in Freital den Kampf an. Über die Stadt verteilt hängen an Bushaltestellen zehn verschiedene Plakat-Motive, die Flüchtlinge willkommen heißen und sich über den rechten Mob Lustig machen. Die Aktion ist in den sozialen Netzwerken ein voller Erfolg.

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Das unbekannte Künstler-Kollektiv nennt sich „Dies Irae“ (lat. f. „Tag des Zorns“) und hat 21 Glaskästen in einer Guerilla-Aktion gekapert und die Werbeplakate ausgetauscht, wie Mopo24 berichtet. Die Betreiberfirma hat sie nach Bekanntwerden der Aktion sofort wieder entfernt und will Anzeige erstatten.

Laut Mopo24 ist die Gruppe national aktiv und ersetzt häufig Werbe- durch Protestplakate. „Dies Irae sind politische, künstlerische und selbstdenkende Menschen, die den öffentlichen Raum von der visuellen Umweltverschmutzung, auch Außenwerbung genannt, befreien“, erklärten sie gegenüber Mopo24.

Nachdem die Plakate aus Freital wieder verschwunden sind, lebt die Aktion im Netz weiter. Mehrere Medien griffen die Plakatwerbung auf. Das Facebook-Foto-Album von Dies Irae sammelte mehr als 6.000 Likes und wurde mehr als 3.000 Mal weiterverbreitet.

Die 40.000-Einwohner-Stadt Freital geriet in den vergangenen Wochen immer wieder in die Schlagzeilen, weil es dort zu rassistischen Protesten kommt, seitdem Flüchtlinge in einem früheren Hotel untergebracht worden sind.

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