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Mitarbeiter bereits gekündigt: Meinungsportal The European steht vor dem Aus

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Das Debatten-Magazin The European steht vor dem Aus. Ein entsprechender Spiegel-Bericht wurde kurz nach Veröffentlichung bestätigt. Die Chancen auf einen neuen Investor stehen nicht gut, den acht festangestellten Mitarbeiter wurde am Mittwoch die Kündigung ausgesprochen. Erst im Dezember hatte der wohlhabende Unternehmer Bernd Förtsch The European übernommen.

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Seine Börsenmedien AG und machte kurz nach Übernahme große Ankündigungen. So sollte das Print-Produkt, das nach dem Start als Online-Portal 2012 an den Start ging, ab 2015 zehn Mal pro Jahr erscheinen. Tatsächlich waren es bisher aber nur drei Ausgaben. Auch die englische Online-Ausgabe sollte erweitert werden. Alles in allem sah es nach einer Zukunft mit Wachstum für das Unternehmen aus.

Nun der Schock. Kurz nach dem Spiegel-Bericht veröffentlichte The European eine Stellungnahme: „Diese Ankündigung kam für das Team von The European überraschend. Sie hat fundamentale Auswirkungen, weil das Magazin The European so, wie es nach dem Einstieg der Börsenmedien AG als Mehrheitsgesellschafter im vergangenen Dezember aufgesetzt wurde, ohne Kapital nicht weitergeführt werden kann.“ Die Enttäuschung sei „immens“. Die Geschäftsführung bereite nun die Schließung des Magazins vor. „Zeitgleich gibt es Verhandlungen mit einem Verlag, der sich vorstellen kann, das Magazin The European in sein Angebot zu integrieren.“ Was das für die gekündigten Mitarbeiter heißen würde: unklar. Eine Stellungnahme der Börsenmedien AG beziehungsweise von Förtsch selbst gibt es nicht.

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The European wurde 2009 als Online-Portal für Debatten gegründet. 2012 legte Chefredakteur Alexander Görlach mit der Print-Ausgabe nach, die mittlerweile eine Auflage von 25.000 Exemplaren erreicht hat. Gewinne schrieb The European offenbar nie.

Die Investitionen der Börsenmedien AG waren vielversprechend. Ihr Inhaber Förtsch wurde 2012 zu den „500 reichsten Deutschen“ gezählt. Neben Der Aktionär gehörte auch das Deutsche Anleger Fernsehen (DAF) zu den Börsenmedien. Der Sender musste allerdings im März dieses Jahres Insolvenz anmelden.

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Alle Kommentare

  1. Sagt mal, lest Ihr Eure eigenen Geschichten eigentlich nicht, bevor Ihr sie veröffentlicht?

    „Er investierte als Geschäftsführer der Börsenmedien AG“ – äh wer???
    „in seinen Angebot“
    „diesen Jahres“

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