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Gründerszene startet Channel für Auto-Industrie: „Wir sind Experten für Disruption und Digitalisierung“

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Springers Gründerszene will künftig noch mehr Gas geben: Unter der Regie von Don Dahlmann starten die Berliner einen neuen Channel für „Automotive & Mobility“-Themen. „Wenn die Autowirtschaft einen Schnupfen hat, dann leidet der Rest Deutschlands unter einer Grippe“, schreiben die Startup-Experten in ihrem Startposting. „Und die nächste Grippeepidemie könnte vor der Tür stehen“. Warum es neben den traditionellen Wirtschaftsmedien einen weiteren Dienst braucht, der sich mit der PS-Industrie beschäftigt, erklärt Gründerszene-Boss Frank Schmiechen im MEEDIA-Interview.

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Die Automobil-Industrie gehört zu den Lieblingsthemen der deutschen Wirtschafts-Medien. Braucht es wirklich noch ein weiteres Medium, das sich dem Thema annimmt?
Wir glauben, dass es eine große Lücke in der Berichterstattung gibt. Wir sind Experten für Themen, die mit Disruption und Digitalisierung zu tun haben. Und da ist noch sehr viel Platz. Google, Apple und andere Digitalunternehmen haben gemerkt, dass man in diesem Markt sehr viel Geld verdienen kann. Und sie kämpfen mit aller Macht um einen zentralen Platz in der Wertschöpfungskette. Dieser Verteilungskampf passiert gerade jetzt und wird eines der zentralen Themen unseres neuen Kanals sein.

Was soll inhaltlich in dem neuen Channel passieren?
Unser verantwortlicher Redakteur Don Dahlmann kennt sich in der Auto- und Mobilitätsbranche sehr gut aus. Außerdem denkt und lebt er sehr digital. Das ist die perfekte Mischung, um mit wichtigen Leuten aus der Branche über die Zukunft zu sprechen oder um junge Startups vorzustellen, die in diesem Bereich eine Rolle spielen. Don wird viel unterwegs sein, um sich mit den wichtigsten Playern zu treffen, neue Techniken zu testen und anschließend unseren Lesern davon berichten.

Wie viele Redakteure und Mitarbeiter arbeiten für den neuen Channel?
Gründerszene hat ja bereits in den vergangenen Jahren viel über die Zukunft der Autobranche berichtet. Über Carsharing, Connected Cars oder Selfdriving Cars. So ganz neu ist das Thema also nicht. Jetzt haben wir mit Don einen echten Experten und ab heute einen eigenen Kanal dafür, den wir je nach Bedarf ausweiten werden, um das Thema noch prominenter und intensiver zu behandeln.

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In dem Startposting ist die Rede davon, dass sich Industrie, Startups und Investoren besser vernetzen müssen. Wie kann das Gründerszene helfen? Ist eine Konferenz oder ähnliches geplant?
Wir arbeiten an einer Konferenz, auf der Autohersteller, Startups und Investoren ins Gespräch kommen können. Es gibt ja schon einige Initiativen der Autobauer, aber ich denke, dass es an einem zentralen Anlaufpunkt fehlt, um alle Beteiligten zusammenzubringen.

Wann kommt der erste Mercedes oder BMW komplett aus dem Silicon Valley?
Aus dem Valley kommt vor allem der Tesla. Ein Kollege von mir hat vor einigen Tagen ein Erlkönigfoto des neuen SUV-Models auf Facebook gestellt. Da geht was. Außerdem wird Google mit seinen selbstfahrenden Autos kommen. Vielleicht auch Apple. Fragen Sie mal Kinder oder Jugendliche, ob sie lieber einen Mercedes, BMW, einen Tesla, ein Google-Auto oder überhaupt ein Auto haben wollen. Das Ergebnis der Befragung wäre hart für unsere deutschen Hersteller. Meine Töchter finden mein deutsches Auto peinlich. Das ist die eigentliche Bedrohung.

Wenn Apple wirklich ernst macht und ein eigenes Auto baut, wird der iKonzern dann auch diesen Markt völlig umpflügen?
Apple wird nur ein Auto bauen, wenn sie ein völlig neues, anderes und besseres Produkt bieten können. Die spielen immer auf Sieg. Sonst nichts. Nach den eher übersichtlichen Erfolgen mit der Apple Watch ist man wahrscheinlich zur Zeit etwas vorsichtiger in fremden Märkten.

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