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Peinlicher Imagefilm: Sanifair inszeniert Autobahnklos als Kinderwunderland

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Es gibt Werbefilme, die betteln geradezu darum, dass man sich darüber lustig macht. Dieser Image-Clip von Sanifair gehört dazu. Auch wenn die ausführende Agentur da anderer Meinung ist: Nein, es ist keine gute Idee, ein naives Mädchen mit seinem Stofftier Rüssel staunend durch ein öffentliches Klo hüpfen zu lassen – zumindest, wenn man es ernst meint.

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Stolz heißt es auf der Seite von Pie Five: „Die Anforderungen für den Sanifair-Imagefilm waren extrem hoch. Gott sei Dank half uns hier eine ganz bezaubernde 10-jährige Darstellerin aus der Patsche“. Ihr Job: „Die Marke emotional aufladen, das System erklären und Businesspartner gewinnen“.

vanityfair_textDer Imagefilm ist nur auf der Seite der Agentur zu sehen

Inwieweit dieser Film den Vorgaben entspricht, darf jeder Betrachter für sich entscheiden. Werbung im positiven Sinne macht der Clip allerdings nicht für das Unternehmen. Laut Eigendarstellung transportiert Amelie die Inhalte so gut, „dass man in Zukunft die Marke Sanifair mit ganz anderen Augen sieht.“ Das ist leider wahr.

P.S.:
Das Kuscheltier heißt Rüssel und gedreht wurde die Klo-Entdeckungstour auf einer Touristen-Toilette in Berlin-Friedrichstraße.

Unser Imagefilm für den Kunden SANIFAIR ist fertig!Die zauberhafte Amelie und ihr treuer Weggefährte Rüssel nehmen…

Posted by PIE five Marketing Gesellschaft für Kommunikation on Freitag, 20. März 2015

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Alle Kommentare

  1. Das ist wohl eine sehr individuelle Einschätzung… keine Ahnung, womit der Autos so ein großes Problem hat…

  2. Warum muss ein kleines Mädchen durch diese Pisshölle laufen und sich freuen, als ob sie ein Wochenende mit Wendy auf dem Reiterhof gewonnen hätte?! Es wird so getan, als handelte es sich um Räume, die so schön, so sauber und in denen es sooo viel zu entdekcne gibt, dass man da gar nicht wieder raus möchte. Wir überlegen auch gerade, ob wir nicht mal unseren nächsten Urlaub dort verbringen sollen. Vielleicht nicht gerade die im Berliner Hauptbahnhof.
    Hach, alles sooo schön dort … Und der größte Beschiss für einen Schiss sind die 50 Cent, die man dann anschließend irgendwo ausgeben muss für Dinge, die man nicht haben wollte, aber als Entschädigung angesehen wird für den benachbarten Handel wegen des Gestanks. Alles fit im Schritt, Thomas Bauer?

  3. Diese Einschätzung ist keinesfalls individuell. Das ist einfach nur schlecht. Das staatstragende Klavier macht es noch schlechter.
    Bei so einem Kunden drängen sich Themen wie Frische und Leichtigkeit doch geradezu auf, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen.
    Wieso so schwer und staatstragend? Nicht besonders kreativ.

  4. Allso echt! Dieses Video ist eine netter Versuch! Leider wirkt es sehr lang. Schade auch, dass das niedliche Mädchen, so etwas profanes, wie eben eine
    Bedürfnisanstalt nicht wirklich glaubwürdig positiv emotional aufladen kann.
    Mir ganz persönlich hätten da echte Trucker oder und post Harndrang getriebene Glückslächler, besser gefallen. Das kommt bei guter Regie und gutem Cast unterhaltsamer und Zielgruppen genauer rüber, als diese süßliche und altbackene Umsetzung. Noch ein tröstender Satz an die Darstellerin: Sie spielt Ihre Rolle gut, das Buch und das Konzept ist halt hier das Problem.

  5. Amelie – Wir Kinder vom Bahnhof Friedrichstraße
    Der kommende Bestseller aus dem Berliner Untergrund. 😉

  6. Wir werden wieder zu lesen bekommen, wie schön es doch sei, dass so viele den Spot zur Kenntnis nehmen und darüber schreiben. Daher sei er ja eigentlich toll. Dass den meisten der Betrachter ein Frösteln das Rückgrat entlang läuft, ist da ja nur kollateral. Sie lernen es nicht.

  7. Auf jeden Fall ein unnötiger Imagfilm. Wenn sie unbedingt ihr Image aufbessern und die Firma bewerben wollen, hätten sie das mit einem neutralen Werbespot sicher besser geschafft. Dann hätte man ihnen das mit der Sauberkeit usw. wenigstens abnehmen können…

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