IVW-Blitz-Analyse: Starke Verluste für Spiegel, Bild und Welt, Bravo schafft den Turnaround

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Publishing Die IVW bescheinigt der großen Mehrheit der Print-Titel erneut schrumpfende Verkaufszahlen. So büßte Der Spiegel bei Abos und am Kiosk 7,5% ein, die Bild 9,3% und das Duo Welt und Welt kompakt sogar 10,4%. Erneut klar über dem Vorjahr liegt die renovierte Bravo: ein Plus von 10,2% bei Abos und Einzelverkauf sind ein toller Erfolg.

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Unter den 25 Top-Titeln der deutschen Publikumszeitschriftenbranche konnten sich im zweiten Quartal 2015 nur zwei steigern: Die Landlust verkaufte 15.922 Exemplare mehr als ein Jahr zuvor, der Focus 3.482. Allerdings: Beim Focus lag das an mehr verteilten Bordexemplaren, in den beiden wichtigen Kategorien Abos und Einzelverkauf büßte auch er Auflage ein – wenn auch nur 0,2%.

Deutlicher ging es für die beiden Konkurrenten Spiegel und stern bergab: Der Spiegel büßte insgesamt 5,9% und bei Abo plus Einzelverkauf sogar 7,5% ein, beim stern ging es 2,7% bzw. 6,4% nach unten. Gruner + Jahr teilt dazu mit, dass das auch an einem Sondereffekt lag: „Einen Tag nach dem Erstverkaufstag lieferte der stern die aktualisierte Germanwings-Ausgabe (14/15) in einer zusätzlichen Druckauflage von 250.000 Exemplaren an die Kioske. Die Remissionen dieser Zusatzmenge werden nun komplett im zweiten Quartal wirksam und drücken den Verkauf in der aktuellen IVW-Meldung automatisch. Bereinigt um diesen „Germanwings“-Effekt verkaufte der stern im zweiten Quartal im Einzelverkauf knapp drei Prozent über Vorjahr. Der Sondereffekt war übrigens auch der Hauptgrund für das grandiose Einzelverkaufs-Plus im ersten Quartal – die erwähnten Remissionen wurden damals nicht mit einberechnet.

Ganz vorn bleibt in der Zeitschriftenbranche das Programmie-Quintett TV 14, TV Digital, TV Direkt, TV Movie und Hörzu. Die deutlichsten Verluste im Gesamt-Verkauf muss die Auto Bild verkraften: um 10,6% ging es nach unten.

Die Top 50 der am Kiosk erhältlichen Publikumszeitschriften
verkaufte Auflage 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
1 TV 14 2.354.750 -16.553 -0,7
2 TV Digital 1.707.430 -67.737 -3,8
3 TV Direkt 1.127.538 -29.317 -2,5
4 TV Movie 1.112.631 -80.976 -6,8
5 Hörzu 1.086.609 -73.288 -6,3
6 Landlust – Die schönsten Seiten des Landlebens 1.039.955 15.922 1,6
7 Auf einen Blick 892.073 -54.136 -5,7
8 TV Spielfilm 885.524 -59.838 -6,3
9 Der Spiegel 822.761 -51.350 -5,9
10 Bild der Frau 820.978 -146 0,0
11 Freizeit Revue 763.020 -33.913 -4,3
12 stern 736.325 -20.334 -2,7
13 nur TV plus (nur TV + TV Sudoku) 686.803 -29.480 -4,1
14 TV Hören und Sehen 633.460 -34.115 -5,1
15 Neue Post 617.687 -3.960 -0,6
16 TV pur 533.029 -54.879 -9,3
17 Brigitte 515.711 -37.557 -6,8
18 Bunte 514.945 -16.798 -3,2
19 Focus 501.504 3.482 0,7
20 Freizeitwoche 437.066 -24.030 -5,2
21 Funk Uhr 433.250 -26.699 -5,8
22 Auto Bild 424.560 -50.409 -10,6
23 Das Neue Blatt 424.175 -25.482 -5,7
24 InStyle 390.207 -19.402 -4,7
25 Tina 389.539 -28.571 -6,8
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Auf den Rängen 26 bis 50 in der Gesamtverkaufs-Tabelle gibt es auch nur drei weitere Gewinner: TV für mich, Laviva und Land Idee. Alle drei Titel verbesserten sich auch in den beiden wichtigen Kategorien Abo plus Einzelverkauf. 10% und mehr verloren haben hingegen Reader’s Digest, Für Sie und Joy, mehr als 20% büßten sogar Glamour, Computer Bild und TV Today ein.

Die Top 50 der am Kiosk erhältlichen Publikumszeitschriften
verkaufte Auflage 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
26 Sport Bild 370.812 -19.339 -5,0
27 Die Aktuelle 370.624 -1.069 -0,3
28 Fernsehwoche 370.132 -27.539 -6,9
29 Reader’s Digest Das Beste 362.299 -40.177 -10,0
30 Mein schöner Garten (Standardausgabe und XL) 359.941 -10.852 -2,9
31 Freizeit Spass 359.095 -16.523 -4,4
32 Meine Familie & ich 359.039 -8.393 -2,3
33 Freundin 350.885 -8.297 -2,3
34 auto motor und sport 345.834 -2.169 -0,6
35 TV für mich 334.420 16.928 5,3
36 Laviva 324.443 14.717 4,8
37 Gala 307.871 -18.826 -5,8
38 Glamour 302.560 -84.787 -21,9
39 Superillu 299.537 -19.137 -6,0
40 Cosmopolitan (klassisches und Pocketformat) 296.761 -1.329 -0,4
41 Computer Bild 278.566 -93.548 -25,1
42 Für Sie 273.712 -61.988 -18,5
43 Land Idee 265.577 32.703 14,0
44 Frau im Trend 262.391 -23.369 -8,2
45 TV Today 259.533 -69.012 -21,0
46 mein schönes Land 258.506 -17.659 -6,4
47 c’t magazin für computertechnik 256.539 -25.761 -9,1
48 Frau im Spiegel 248.830 -8.113 -3,2
49 Joy 245.960 -33.546 -12,0
50 Lisa 245.891 -18.686 -7,1
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Blicken wir auch noch auf die Top 50 nach Abos und Einzelverkauf. Auf den ersten 25 Plätzen finden sich hier immerhin vier Aufsteiger: Neben der Landlust und TV für mich, die sich ja auch insgesamt steigerten, sind das auch die Bild der Frau und Die Aktuelle. Größter Verlierer ist in dieser Wertung Tina mit einem Minus von 11,1%. Auto Bild und TV pur büßten mehr als 9% ein, Der Spiegel die erwähnten 7,5%.

Top 50 der am Kiosk erhältlichen Publikumszeitschriften (Abo+EV)
Abo+EV 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
1 TV 14 2.353.359 -16.596 -0,7
2 TV Digital 1.614.285 -54.699 -3,3
3 TV-Movie 1.108.239 -75.782 -6,4
4 TV Direkt 1.092.421 -61.691 -5,3
5 Landlust – Die schönsten Seiten des Landlebens 1.027.080 18.667 1,9
6 Hörzu 1.000.472 -62.871 -5,9
7 Auf einen Blick 890.752 -53.159 -5,6
8 TV Spielfilm 873.314 -54.556 -5,9
9 Bild der Frau 728.168 3.976 0,5
10 nur TV plus (nur TV + TV Sudoku) 686.459 -29.282 -4,1
11 Freizeit Revue 667.743 -31.631 -4,5
12 TV Hören und Sehen 622.818 -33.821 -5,2
13 Der Spiegel 620.351 -49.973 -7,5
14 Neue Post 574.709 -4.966 -0,9
15 TV pur 532.681 -54.889 -9,3
16 Freizeitwoche 436.743 -24.081 -5,2
17 Funk Uhr 431.216 -26.492 -5,8
18 Stern 402.687 -27.737 -6,4
19 Das Neue Blatt 402.085 -25.018 -5,9
20 Fernsehwoche 364.563 -27.442 -7,0
21 Freizeit Spass 358.926 -16.557 -4,4
22 Tina 353.761 -44.109 -11,1
23 Auto Bild 352.354 -38.521 -9,9
24 Die Aktuelle 335.836 1.559 0,5
25 TV für mich 332.369 16.116 5,1
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Weitere fünf Titel verbesserten sich auf den Plätzen 26 bis 50: Laviva und Land Idee wie in der Gesamt-Wertung, zudem aktuell für die Frau, das Lustige Taschenbuch und Woche Heute. Die großen Absteiger sind wiederum Glamour und Computer Bild mit 23,9% und 20,0%, zudem die Kombi TV piccolino plus+.

Top 50 der am Kiosk erhältlichen Publikumszeitschriften (Abo+EV)
Abo+EV 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
26 Meine Familie & ich 329.665 -7.231 -2,1
27 Bunte 327.570 -12.819 -3,8
28 Mein schöner Garten (Standardausgabe und XL) 307.971 -7.762 -2,5
29 Brigitte 292.726 -30.110 -9,3
30 Laviva 283.796 14.550 5,4
31 Computer Bild 266.847 -66.593 -20,0
32 Land Idee 255.893 32.507 14,6
33 c’t magazin für computertechnik 254.887 -25.719 -9,2
34 Sport Bild 253.113 -19.015 -7,0
35 Focus 252.308 -531 -0,2
36 InStyle 251.585 -25.494 -9,2
37 TV Today 249.299 -21.094 -7,8
38 Superillu 244.976 -18.993 -7,2
39 mein schönes Land 242.244 -17.272 -6,7
40 TV piccolino plus + (TV piccolino+TV Genie+My TV) 238.680 -57.973 -19,5
41 Neue Woche 233.364 -21.623 -8,5
42 auto motor und sport 233.127 -674 -0,3
43 Gong 226.671 -14.847 -6,1
44 aktuell für die Frau 222.158 27.543 14,2
45 Reader’s Digest Das Beste 219.708 -23.568 -9,7
46 Neue Freizeit 218.536 18.350 9,2
47 Glamour 213.498 -67.145 -23,9
48 Lustiges Taschenbuch 210.620 29.620 16,4
49 Woche Heute 203.479 6.152 3,1
50 Frau im Trend 200.019 -21.680 -9,8
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Seit längerer Zeit nicht in der Top 50 zu finden ist die Bravo. Sie ist dennoch ein paar Worte wert. Denn: Auch im zweiten Quartal nach dem Relaunch und der Umstellung auf 14-tägliche Erscheinungsweise verbesserte sie sich gegenüber dem Vorjahr – im zweiten Quartal sogar noch deutlicher als im ersten. 157.709 Verkäufe zählte die IVW insgesamt, davon 147.318 per Abo und Einzelverkauf. Insgesamt steigerte sie sich damit um 9,0%, in den beiden wichtigen Kategorien sogar um 10,2%.

Größter Gewinner des zweiten Quartals ist aber ein Kindermagazin: die Zeitschrift zur Lego-Serie Chima. Um satte 61% steigerte sich das Heft – auf fast 100.000 per Abo und Einzelverkauf abgesetzte Exemplare. Dahinter folgen Freizeit pur und Land Idee, sowie das Lustige Taschenbuch.

Die Top 10 IVW-Gewinner im 2. Quartal 2015 (Nur Kiosk-Titel / Abo+EV)
Abo+EV 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
1 Lego Chima 97.338 36.881 61,0
2 Freizeit pur 122.880 33.760 37,9
3 Land Idee 255.893 32.507 14,6
4 Lustiges Taschenbuch 210.620 29.620 16,4
5 aktuell für die Frau 222.158 27.543 14,2
6 mein tv & ich 149.850 27.047 22,0
7 Chip Test & Kauf 42.408 25.537 151,4
8 Prinzessin Lillifee Zauberwelt 64.590 19.095 42,0
9 Landlust – Die schönsten Seiten des Landlebens 1.027.080 18.667 1,9
10 Neue Freizeit 218.536 18.350 9,2
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Chip Test & Kauf steigerte sich um 151% steigerte. Offizielle Erklärung des Verlags: Chip Test & Kauf erscheine nur noch vier- statt sechsmal pro Jahr, die Analyse erfolge „dementsprechend nun auf einem Drei-Monats-Schritt und nicht wie zuvor auf Basis von zwei Monaten“.

Die größten absoluten Verluste erlitt auch diesmal TV Movie: Das Programme büßte 75.782 Abonnenten bzw. Kiosk-Käufer ein. Auch dahinter gibt es große Auflagenverluste: u.a. für Alles Gute, Glampur und Computer Bild. Mehr als die Hälfte seiner Käufer verlor neben Alles Gute auch Star Wars – The Clone Wars. Keine Überraschung, nachdem die zugehörige TV-Serie ja vor geraumer Zeit eingestellt wurde.

Die Top 10 IVW-Verlierer im 2. Quartal 2015 (Nur Kiosk-Titel / Abo+EV)
Abo+EV 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
1 TV Movie 1.108.239 -75.782 -6,4
2 Alles Gute 39.323 -68.974 -63,7
3 Glamour 213.498 -67.145 -23,9
4 Computer Bild 266.847 -66.593 -20,0
5 Hörzu 1.000.472 -62.871 -5,9
6 Star Wars – The Clone Wars 58.916 -61.929 -51,2
7 TV Direkt 1.092.421 -61.691 -5,3
8 TV piccolino plus + (TV piccolino+TV Genie+My TV) 238.680 -57.973 -19,5
9 TV pur 532.681 -54.889 -9,3
10 TV Digital 1.614.285 -54.699 -3,3
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Unter den IVW-Neulingen setzte sich Einfach hausgemacht an die Spitze des Rankings. Ebenfalls sechsstellige Zahlen bei Abos und Einzelverkauf erreichte Lego Ninjago. Mit Lego friends findet sich ein weiteres Magazin in der Einsteiger-Top-Ten, am Kiosk liegt seit kurzer Zeit zudem noch Lego Star Wars, das sicher nach der Anmeldung zur IVW ebenfalls ein großer Ein- und Aufsteiger werden dürfte. Ohnehin finden sich unter den zehn Titeln erneut ausschließlich Titel mit weiblichem oder jungem Publikum.

Die Top 10 IVW-Einsteiger im 2. Quartal 2015 (Nur Kiosk-Titel / Abo+EV)
Abo+EV 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
1 Einfach hausgemacht 112.909 neu
2 Lego Ninjago 109.479 neu
3 Disney Die Eiskönigin 76.697 neu
4 Disney Violetta 61.496 neu
5 Dragons 55.014 neu
6 Sweet Dreams 44.116 neu
7 Living & More 40.702 neu
8 Harper’s Bazaar 40.317 neu
9 Die drei ??? Kids 34.682 neu
10 Lego friends 28.343 neu
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Bei den überregionalen Tageszeitungen heißen die größten Verlierer Bild und Welt. Das Springer-Duo verlor bei den Abos und im Einzelverkauf heftige 9,4% und 10,4%, die Bild nähert sich weiter der 2-Mio.-Marke. Die F.A.Z. büßte ebenfalls deutliche 6,7% ein, im Gesamtverkauf, wo sich fast 25.000 abgebaute Bordexemplare auswirken, sogar 13,5%. Einziger Gewinner ist – dank gesteigerte ePaper-Abos – mal wieder das Handelsblatt.

Das Ranking nach Gesamtverkauf…:

Überregionale Tageszeitungen im 2. Quartal 2015
verkaufte Auflage 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
1 Bild 2.101.633 -218.510 -9,4
2 Süddeutsche Zeitung 382.803 -14.230 -3,6
3 Frankfurter Allgemeine 265.481 -41.298 -13,5
4 Die Welt Gesamt (Die Welt + Welt Kompakt) 200.577 -7.468 -3,6
5 Handelsblatt 122.939 1.605 1,3
6 taz.die tageszeitung 53.040 -5.104 -8,8
7 Neues Deutschland 30.339 -977 -3,1
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

… und die Tabelle der beiden wichtigen Auflagenkategorien Abos und Einzelverkauf:

Überregionale Tageszeitungen im 2. Quartal 2015 (nur Abo+EV)
Abo+EV 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
1 Bild 2.062.432 -214.490 -9,4
2 Süddeutsche Zeitung 320.744 -12.292 -3,7
3 Frankfurter Allgemeine 232.036 -16.615 -6,7
4 Die Welt Gesamt (Die Welt + Welt Kompakt) 114.034 -13.226 -10,4
5 Handelsblatt 90.428 167 0,2
6 taz.die tageszeitung gesamt 47.186 -1.219 -2,5
7 Neues Deutschland Gesamt 28.710 -1.137 -3,8
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Die großen Verlierer unter den großen Wochen- und Sonntagszeitungen heißen unterdessen Bild am Sonntag und Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Die BamS büßte insgesamt 8,7%, sowie in den Segmenten Abos plus EInzelverkauf 8,4% ein, für die F.A.S. ging es um 13,0% bzw. 8,7% nach unten. Auch bei ihr wurden zahlreiche Bordexemplare abgebaut, daher das größere Gesamtverkaufs-Minus.

Das Ranking nach Gesamtverkauf…:

Wochen- und Sonntagszeitungen im 2. Quartal 2015
verkaufte Auflage 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
1 Bild am Sonntag 1.087.784 -103.325 -8,7
2 Die Zeit 503.814 -156 0,0
3 Welt am Sonntag (+kompakt) 400.077 -934 -0,2
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 277.857 -41.441 -13,0
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

… und die Tabelle der beiden wichtigen Auflagenkategorien Abos und Einzelverkauf:

Wochen- und Sonntagszeitungen im 2. Quartal 2015 (nur Abo+EV)
Abo+EV 2015-II vs. 2014-II
Platz Titel 2015-II absolut in %
1 Bild am Sonntag 1.055.884 -97.105 -8,4
2 Die Zeit 419.586 -14.112 -3,3
3 Welt am Sonntag (+kompakt) 266.526 -10.298 -3,7
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 236.939 -22.526 -8,7
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

 

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Alle Kommentare

  1. Hmmm, das Auflagenplus bei der BRAVO ist doch Augenwischerei. Letztlich verkauft sie nach der Umstellung auf einen neuen Takt nun nur noch ca 320.000 Hefte im Monat und nicht mehr 580.000. Warum kann man das als seriöses Medienmagazin nicht klarstellen?

    1. Um die ganze Angelegenheit zu vereinfachen, kann man doch Abo und EV getrennt betrachten: Abo innerhalb eines Jahres knapp -30%. Wenn man den EV pro Tag berechnet kommt man auf -38%. Auch wenn so eine Rechnung andere Faktoren ausklammert, es ist alles andere als ein Turnaround.

  2. Chip Test und Kauf erscheint seit September 2014 nur noch vierteljährlich, hat der IVW das aber offensichtlich nicht mitgeteilt. Da steht immer noch zweimonatlich…

  3. Schöne NEWS , denn gegen Bravo hatte man letzte Woche eine GENDERMAINSTREAMING-Kampagne gefahren, weil Bravo den Mädchen Tipps gab > „wie man den Jungs gefällt“ < DAS ist NATUR, das verstehen die Gender-SICKHEADS aber nicht, deshalb echt schön, für die natürliche Bravo gehts bergauf, für lausige L-Presse bergab !! So kann es weitergehen 😀

    1. Nein, da sind Sie falsch informiert. Natur ist, dass das Männchen dem Weibchen zu gefallen hat. Dieses bestimmt nämlich, welchen Vater es seinen Nachkommen zumutet, und da nimmt sie üblicherweise den Stärksten oder auch mal den Klügsten. Das ist bei Menschen nicht anders, es gibt sehr viel Forschung darüber mit eindeutigem Ergebnis. Nur, das Patriarchat hat in der menschlichen Gesellschaft die Natur auf den Kopf gestellt. Ein weibliches Wesen hat immer den Impuls, seinen Kindern die bestmögliche Überlebensausrüstung mitzugeben, das sind gute Gene.
      (Übrigens ist dies der Grund, weshalb Männer größer sind als Frauen – eine unbewusste „Zuchtauswahl“. Große Kerle sind sexy. Der Stärkste bietet meistens den besten Schutz, oder auch einer, der besonder clever ist. Beides zusammen ist natürlich ideal.) 🙂
      Im Kapitalismus gibt es noch die Variante, dass der mit dem vielen Geld große Chancen hat, auch wenn er sonst nicht viel hermacht. Hier waltet das Prinzip, dass die Kinder in Sicherheit und mit guter Ernährung aufwachsen.
      Ja, die Steinzeit ist noch nicht vorbei! Und sie sah völlig anders aus, als der Normal-Otto sich das so vorstellt. Frauen waren wichtig und nichts Zweitklassiges.
      Sehen Sie sich mal um. Nirgendwo in der Natur bestimmt das Männchen, wer mit wem. Viele kämpfen sogar vor den Augen der Damen, damit sie sehen kann, wer ihrer würdig ist. Und was glauben Sie, warum bei so vielen Tierarten das Männchen prächtiger ist? Um vor den Mädels zu punkten. Pracht bei Gefieder und Pelz zeigt Gesundheit und Kraft, also beste Voraussetzungen für die Nachkommen. Das Weibchen dagegen hat so eine Verschwendung gar nicht nötig.
      Wir sind auch nur Tiere, bloß mit mehr grauen Zellen. (Jedenfalls die Meisten, hoff ich doch.)

  4. Lieber Herr Schröder,

    die ZEIT verliert im Gesamtverkauf 156 Exemplare, in der Kat. Abo & EV jedoch 14.112. Helfen Sie mir auf die Sprünge, wo ist mein Denkfehler? Ebenso für WamS Kompakt. Danke!

  5. Warum soll ich etwas Lesen was schon gleich geschaltet ist. Für Verblödung bzw. Verdummung brauche ich keine Zeitung oder Zeitschrift mir noch zu Kaufen. Ich beziehe den Spiegel und habe festgestellt das ungefähr von 120 Seiten davon 20 Seiten Werbung sind. Als Konsequenz habe ich mein Abo gekündigt.

  6. Es ist verdienstvoll, dass Herr Schröder regelmäßig anhand nachprüfbarer Quellen den sich sogar noch beschleunigenden Niedergang der deutschen Print-Medien beschreibt, ohne sich mit politisch-missionarischen Spekulationen über die Gründe aufzudrängen. Das ist klassischer Nachrichten-Journalismus: Journalisten liefern prüfbare Tatsachen, freie Bürger machen sich ihre Meinung daraus. Leser-Mündigkeit statt „betreutem Denken“.

    Man sieht mit einer nicht zu leugnenden Schadenfreude quartalsweise den Absturz einer Bevormunder- und Volkspädagogen-Mischpoke, die aus den beiden vorläufig letzten deutschen Terror-Diktaturen und ihrer Stiefellecker-Presse nichts gelernt haben. Sie verachten ganz ungeniert grundlegende Handwerksregeln wie die Trennung von Nachricht und Kommentar, belehren, kanzeln mit der „Nazikeule“ ab und diagnostizieren „Phobien“ mit einer Gleichförmigkeit (als gäbe es die Reichsschriftumskammer noch) aufgefallen ist, statt zu informieren. Da sind die bei Meedia gegeisselten „Sommer-Interviews“ des Zwangsgebühren-Staatsfernsehens nur eine sichtbare Eiterbeule eines korrupten Systems – „Journalisten“ als Enddarm-Bewohner der verwahrlosten Politischen Klasse.

    Je schneller es mit der immer unverkäuflicheren Gesinnungs-Presse bergab geht, umso mehr Hoffnung darf man haben, dass klassische journalistische Professionalität wiederbelebt werden kann: Auf der Basis von „Fakten, Fakten, Fakten“ endlich wieder Respekt und Fairness vor allen (!) politischen, gesellschaftlichen oder religiösen Überzeugungen, Schluss mit dem eifernden Trommelfeuer der selbsternannten „Guten“ gegen alle anderen („Ungläubige“?), die sich nicht bekehren lassen wollen. Jeder darf alles sagen, niemand muss zuhören. Anything goes.

    Wann gibt’s die nächsten roten Zahlen von Herrn Schröder?

    1. Presse zeigt sich absolut lernresistent.

      Artikelauswahl und der Spin sind z.B. auf SPON in den vergangenen Wochen deutlich noch schlimmer geworden.

      Praktisch jeder Artikel folgt dem Gedanken “betreutes Denken” (sehr schön auf den Punkt gebracht)

      Insbesondere den wichtigen Themenkomplex Asylbewerber weigert man sich tiefer zu behandeln.

  7. Ach Herje !!

    Das sind aber keine guten Nachrichten.

    Selbst ich habe Tränen in den Augen – vor lachen.

    Weiter so ! Der Kurs stimmt !

  8. You made my day!
    Dies ist die Quittung für nicht investigativen Journalismus und gleichgeschaltete Medien. Insbesondere der Niedergang der ZEIT freut mich.
    Aber da geht noch was.

    Danke an Jens Schröder für die Aufbereitung der Zahlen, Daten und Fakten.

  9. Die junge Freiheit hat als Wochenzeitung +9,x% gemacht!!!
    Gesamtzahl ist noch sehr niedrig, aber beste Tendenzen nach oben in ganz Deutschland. Das kommt davon wenn man mal die Wahrheit schreibt!

  10. Man fragt sich, welche Schlussfolgerungen die rot-grünen Gesinnungs-Journalisten vom selbsternannten „Mainstream“ (CDU/CSU nähern sich gerade der absoluten Mehrheit) aus den offenkundigen Fakten ziehen: Rund zwei Drittel der Deutschen (= potentielle Käufer) haben kein oder nur geringes Vertrauen in Print-Medien und das berufliche Ansehen von Journalisten entspricht dem von Klein-Kriminellen; zugleich sinken die verkauften Auflagen massiv und „Lügenpresse“ hat Eingang in die Alltagssprache gefunden. Ist da etwa ein Zusammenhang?

    Ein Auto-Hersteller mit lauter Ladenhütern würde einen Modell-Wechsel erwägen, ein Wurst-Fabrikant mit Tierquäler-Image würde vegane Schnitzel auf den Markt werfen.

    Und was tun Agitprop-„Journalisten“, die nach 99 in Massenmord, Krieg und Elend gescheiterten Versuchen, das irdische Paradies des Marx’schen Sozialismus herbeizuschreiben, tumb eifernd den 100. Versuch inszenieren? Warum schauen offenbar inkompetente „Verleger“ tatenlos zu, wie ihnen als Journalisten verkleidete politische Sekten-Prediger das Geschäft ruinieren?

    Deshalb ist der Niedergang des linken Gesinnungs-„Journalismus“ eine gute Sache. Freilich könnte es gern noch etwas schneller gehen mit dem Abschied von Spiegel, Zeit, Prantl-SZ und Genossen ….

    1. Sie können eine Zeitung gründen. Wer hindert Sie daran? Bitte erklären Sie es mir. Oder sie kaufen eine Zeitung die Ihre Meinung vertritt. Was Sie nicht können: Sie können keine Zeitungen verbieten, weil Sie ihrem weltbild nicht entsprechen!

      Zum Thema „Ladenhüter“: Online-Zugriffe! Reicht das als Hinweis?

    2. Alles richtig, umsteuern ist nur noch mit radikalen Schritten möglich, das Problem ist ja, seit ca. 20 Jahren werden praktisch nur noch Leute aus der selben linksgrünen Peergroup eingestellt.

      Apropos Prantl, der Mann ist einfach kein guter Journalist und sollte um Zeichen zu setzten sofort gefeuert werden ->

      Süddeutsche Zeitung (Mo-Fr) EV-Verkauf -12,81%

      Auch die Onlinestrategie der SZ ist wirtschaftlich eine Katastrophe, der Eiserne Besen oder Untergang!

      1. Prantl muss weg! Gute Idee. Ob das meine gute alte SZ aus Studientagen noch retten kann?

        Dieser und jede Menge weiterer Säulenheiliger der Links-Gläubigen sollten sich als Buß-Prediger bei evangelischen Kirchentagen verdingen und es mit Ex-Bischöfin Käßmann mal so richtig krachen lassen. Vielleicht erfahren sie so von der trinkfesten Theologin, dass man weder die Welt noch die Menschen „bessern“ kann und die Religionen seit der Steinzeit das Paradies auf die Zeit nach dem Tod verschoben haben, was sich als sehr klug erwiesen hat. Noch nie ist jemand zurückgekommen und hat sich beschwert. Derweil ist bei der Gläubigen-Hotline des Sozialismus (in Job für Prantl?) der Teufel los.

    3. Die Kritik am Gesinnungsjournalismus ist zutreffend, trifft aber nicht auf die FAZ zu! Trotzdem weist sie die größten Verlustzahlen auf. Die Ursache des allgemeinen Niedergangs muss also woanders liegen.

  11. Die Presse ist doch nun wirklich nicht unabhängig und parteilos. Sie ist gleichgeschaltet, liest du eine, kennst du alle anderen Lügenüberschriften. Das braucht kein Mensch. Diesen Journalismus braucht kein Mensch mehr. Märchen erzählen kann jeder, warum sollte man damit aber seine kostbare Zeit vertun? Vor allen Dingen die Politik-Magazine sollten verboten und nach
    Amerika verfrachtet werden, da sind Gleichgesinnte. Lügen und Betrügen, das sind die Schlagzeilen unserer Zeit. Schlimmer als die Zeitungen sind allerdings noch die Fernsehnachrichten, das ist untere Schublade!

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