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Straight an den Kiosk: „Magazin für Frauen, die Frauen lieben“ startet

Straight-Herausgeberin Felicia Mutterer
Straight-Herausgeberin Felicia Mutterer

Tchakabum. So heißt der Verlag, der am 22. Juli ein neues Independent-Magazin auf den Markt wirft, das sich speziell an Frauen, die Frauen lieben, wendet. Das erste Heft erscheint am 22. Juli in einer Auflage von 15.000 Exemplaren.

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„Während der Zeitschriften-Markt ein breites Angebot für Schwule bereithält, gibt es in Deutschland gerade mal ein einziges klar positioniertes Print-Magazin für die Zielgruppe der ca. zwei Millionen lesbischen und queeren Frauen“, erklärt Herausgeberin Felicia Mutterer. Das soll sich nun ändern. „Straight erzählt queere Liebes-, Sex- und Beziehungsgeschichten und taucht in die Eigenheiten der frauenliebenden Gemeinschaft ein. Straight zeigt die vielfältigen Lebensmodelle frauenliebender Frauen und gibt ihnen die Plattform, sich zu zeigen und immer wieder neu zu entdecken“, heißt es auf der Websites des Magazins.

Neben der Herausgeberin arbeiteten an der Heftkonzeption ihre beiden Partner Eva Werle und Sven Markschläger sowie ein Kreativteammit Fotografen und Grafikdesignern. „Straight zeigt, wie wenig stereotyp Frauen sind. Mit dem Magazin wollen wir Rollenbilder schaffen, mit dem sich frauenliebende Frauen – auch die bislang weniger sichtbaren – identifizieren können.“ In der Titelgeschichte der ersten Ausgabe Straight wird es um die Sexualität am Arbeitsplatz gehen – „Kein Bock auf Stigma – lesbische Frauen am Arbeitsplatz“. Darüber hinaus erscheint ein Interview mit einem Samenspender, der von seinen Erfahrungen und Gefühlen erzählt, seinen Samen Frauen-Paare mit Kinderwunsch zu spenden. Auch wird die Diskussion um die Homo-Ehe ein Thema sein. Passend dazu haben die Macher einen Spot zur Premierenausgabe ins Netz gestellt.

Darin ist Angela Merkel in einem Zimmer zu sehen, während aus dem Off Radio-Nachrichten zum Thema Sexualität laufen. Von hinten nähert sich eine weitere Frau, die die Kanzlerin in die Arme schließt.

Das erste Straight-Heft liegt am 22. Juli 2015 mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren bundesweit im Banhofs- und ausgewählten Pressehandel. Der Copypreis für 114 Seiten liegt bei 4,90 Euro. Das Heft soll ab kommendem Jahr sechs Mal erscheinen. Für 2014 ist neben der Premieren- noch eine weitere Ausgabe geplant.

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Alle Kommentare

  1. „Straight“ als Titel, welch originelle Idee! Lange nicht so herzhaft gegähnt. Und der Satz knallt ja erst so richtig rein: “Straight zeigt, wie wenig stereotyp Frauen sind. Mit dem Magazin wollen wir Rollenbilder schaffen, mit dem sich frauenliebende Frauen – auch die bislang weniger sichtbaren – identifizieren können.” Die letzten hundert Jahre Frauenbewegung hat das Team also schon mal verpennt. Guten Morgen, liebe Lesben! Der neueren Frauen- und Homobewegung, sofern nicht vom Hausfrauenverband von 1915 und sonstigen katholischen Anstalten inspiriert, war es eigentlich immer darum gegangen, geschlechter- und sexualitätsbezogene Rollenbilder endlich aufzulösen, sprich: auch keine neuen zu installieren, und wegzukommen von jeglicher Identitätspolitik. Da darf man gespannt sein, was für herzige Stories einen erwarten, wenn gleich in der ersten Ausgabe ein edler Samenspender bemutterert und b) die reaktionärste Versuchung von lesbischem Lebensmodell debattiert wird, das Frauengefängnis namens (Homo-) Ehe.

  2. Als Lesbe wünsche ich mir ein Magazin mit lustigen, erotischen, anregenden Stories, aber bitte nicht wieder diese Problemorientierung. Da denke ich gleich an die frühen Dramoletten „Weggehen um anzukommen!“ Alles immer tragisch. Ich bin lesbisch, weils schön ist und zumindest für mich selbstverständlich. Toll wäre , wenn so was rüber kommt. Ich frag ja auch niemanden, welche Schwierigkeiten er damit hat, heterosexuell zu sein.

  3. Danke, dass ich durch diesen Bericht auf die Zeitschrift aufmerksam wurde! Hätte mir nur gewünscht, dass wenigstens an dieser Stelle mal ordentlich gegendert wird, sowohl wenn von den Partnern (einem Mann und einer Frau) geschrieben wird, als auch am Ende wenn es um “die Macher“geht.

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