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Twitter-Trend „BoycottGermany“: Web-Welle gegen Merkels Europolitik

Alexis Tsipras kritisiert den Vertrag, den er selbst unterschrieb: No Grexit gegen harte Sparauflagen – der von Merkel & Co. durchgesetzte Euro-Deal empört viele Twitterer
Alexis Tsipras kritisiert den Vertrag, den er selbst unterschrieb: No Grexit gegen harte Sparauflagen – der von Merkel & Co. durchgesetzte Euro-Deal empört viele Twitterer

Das neue Spar- und Hilfspaket steht, doch die intensiven Verhandlungen haben ihre Spuren hinterlassen – Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble sind in den sozialen Medien heftig unter Druck geraten. Doch damit nicht genug: Aufgebrachte Twitterer weisen der Bundesregierung in der Griechenlandkrise weiter den schwarzen Peter zu – und rufen nun unter dem Hashtag #BoycottGermany auf, Deutschland zu boykottieren.

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Der Deal, der den Grexit vermeiden soll, ist da – doch am Ende scheint er nur den Kapitalmärkten zu gefallen. Griechenlands Ministerpräsident Tsipras, erklärte gestern Abend in einem Fernsehinterview, er habe im Sinne einer Lösung einen Deal unterschrieben, an den er nicht glaube.

Die Euro-Gruppe, allen voran die Bundesrepublik als Wortführer der Verhandlungen, wird unterdessen in der sozialen Medien seit Tagen für ihre vermeintlich zu harte Haltung angefeindet. Zunächst teilten US-Medien gegen die Bundesregierung aus, dann zürnten Twitterer rund um den Erdball unter dem Hashtag #ThisIsACoup.

Weil im Social Web schnell eins zum anderen kommt, zünden Twitterer nun die nächste Eskalationsstufe und rufen unter dem Hashtag #BoycottGermany zum Boykott gegen Deutschland und deutsche Produkte auf…

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…wenn auch zum Teil allerdings nicht ganz Ernst gemeint:

Hierzulande wird der Boykott-Aufruf unterdessen genau registriert – und mitunter etwas beleidigt zurückgekantet:

Fortsetzung in 140 Zeichen: garantiert…

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Alle Kommentare

  1. Mhhhh… Sie suchen sich also ein paar Twitterer (eine durchaus NICHT repräsentative oder homogene Einheit von Menschen mit gesteigertem Darstellungsdrang), von denen einige sogar erkennbare radikale Tendenzen haben. Von diesen nehmen Sie dann ein paar Zitate und behaupten: „Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble sind in den sozialen Medien heftig unter Druck geraten“. Ich sag mal: Nö, sind sie nicht! Weder ist Twitter ein besonders soziales Medium, noch represäntativ für soziale Medien. Twitter scheint mir manchmal lediglich dafür gut zu sein, Journalisten, die wenig Zeit oder Lust für Recherche haben, Zitate für Stories zu liefern. Eine wissenschaftliche Untersuchung zu diesem Thema wurde in den letzten Tagen übrigens sowohl auf faz.de als auch sz.de besprochen. Mit ein wenig Rechereche finden Sie die Artikel noch. Zeit und Lust? 😉

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