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LeFloid-Bilanz des Kanzlerinnen-Interviews: 2.500 Euro Umsatz und 21.000 neue Fans

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Ein voller Erfolg für das Team Merkel: Keine 48 Stunden nach Veröffentlichung hat das Kanzlerinnen-Interview von LeFloid bei YouTube mehr als 2,5 Millionen Views generiert. Nach der Branchendiskussion (war das Interview nun gut oder nicht?) ist es Zeit für eine erste Zahlen-Bilanz – und die zeigt, dass es sich auch für LeFloid gelohnt hat.

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Es war das Medienthema dieser Woche. YouTube-Star LeFloid stellte am Montag sein Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel online und erntete von Journalistenseite überwiegend Häme und Kritik. Der 27-Jährige mit 2,6 Millionen YouTube-Abonnenten habe sich zum verlängerten PR-Arm des Bundeskanzleramtes gemacht, so die vorherrschende Meinung der Profis. Nur wenige Medienprofis – wie Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart – sprangen ihm zur Seite und erinnerten an die Herausforderung eines Merkel-Interviews. Franz-Josef Wagner erinnerte in seiner Bild-Kolumne, die Kanzlerin lasse jeden Interviewer „aussehen wie einen bettelnden Hund, der auf Tischreste wartet“.

Dennoch war das Treffen ein in der Geschichte des Internet historischer Moment. LeFloid war der erste YouTube-Star, der die Bundeskanzlerin zum Interview treffen durfte. Seitens der Medien könnte nun zu befürchten sein, dass die (in der Regel) Spaßmacher aus dem Internet im politischen Berlin zur Konkurrenz werden.

Dass sich das Interview für Angela Merkel gelohnt hat, liegt auf der Hand. Über 2,5 Millionen Views hat LeFloids Video innerhalb der ersten 48 Stunden generiert – regelmäßig liegt seine Reichweite bei rund einer Million, mit meist jungen Zuschauern. Abgesehen von der inhaltlichen Seite hat sich das Treffen mit der „mächtigsten Frau der Welt“ (oder „Eiskönigin“, wie der am Donnerstag erscheinende stern titelt) auch für LeFloid gelohnt. Zwar findet Torben Lux von den Online Marketing Rockstars die Zuschauerzahl von 2,5 Millionen Views angesichts der Vorberichterstattung nicht so „überragend“. Allerdings reicht das für einen geschätzten Umsatz von rund 2.500 Euro, die allein an LeFloid + Netzwerk gehen. Dies ist eine Schätzung auf den bisher erzielten Views. Die endgültige Reichweite kann nach einigen Wochen deutlich höher ausfallen, und anteilig steigen damit dann auch die Einnahmen.

„Die Monetarisierung beim Merkel-Interview läuft über eine PreRoll-Ad, die Nutzer nicht wegklicken können. Die Form hat Lefloid in den vergangenen Wochen vermehrt gewählt“, erklärt Lux. Wie den Online Marketing Rockstars „häufiger bestätigt“ werde, lasse sich bei YouTubern wie LeFloid mit einem TKP (Tausend-Kontakt-Preis) von einem Euro rechnen (in der Vorweihnachtszeit liegen die Kosten pro Klick noch mal höher). Zuvor behalte YouTube noch 45 Prozent des Umsatzes ein. Bedeutet: 2,5 Millionen Views holen schätzungsweise einen Gesamtumsatz von etwa 4.545 Euro.

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Laut Online Marketing Rockstars ließe sich über den Dienst Socialblade ein authentischer Eindruck über das durchschnittliche Einkommen eines YouTubers gewinnen. Das Angebot errechne zwar eine relativ große Umsatzspanne. Nach Erfahrungen des Autoren sei das obere Ende des unteren Drittels allerdings ein authentischer Wert. Bei einer Umsatzspanne zwischen monatlich 2.600 bis 41.700 Euro könnte LeFloids durchschnittlicher Umsatz also bei knapp unter 14.000 Euro pro Monat liegen. Hinzu kommen – falls vorhanden – zusätzliche Umsätze durch beispielsweise Produktplatzierungen, eigene Merchandisingprodukte, die unter jedem Video verlinkt sind, sowie Affiliate-Marketing (im Falle von LeFloid ein Game-Shop).

Für LeFloid hat sich das Interview nicht nur finanziell gelohnt. Der YouTuber gewann nach Montag durchschnittlich mehr Abonnenten pro Tag als in den vergangenen vier Wochen. „In den vergangenen 30 Tagen waren es täglich etwa 2.000 neue Fans, am Montag kamen knapp 7.000, am Dienstag sogar 12.000 dazu“, beobachtet Lux.

 

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Alle Kommentare

  1. sorry meedia, ich weiss zwar nicht, wie ihr euch finanziert, aber 2.5 waeren ein witz fuer den aufwand. angesichts der reichweite sogar ein schlechter.

  2. sorry meedia, ich weiss zwar nicht, wie ihr euch finanziert, aber 2.5 sind ein witz fuer den aufwand. angesichts der reichweite sogar ein schlechter.

  3. Ein TKP von einem Euro? Das ist zwar verglichen mit normaler Werbewirtschaft hoch. Aber ganz ehrlich: Aus 2,5 Millionen(!) Views gerade mal 2.500 Euro zu generieren ist auch irgendwie armselig. Wenn jeder dieser Viewer LeFloid EINEN CENT zukommen ließe dafür, dass er sich der Kanzlerin gestellt hat, wären das 25.000 Euro. Da passt das Geschäftsmodell nicht zur Reichweite.

  4. Gelohnt? Das ist immer relativ. Man bedenke, dass Floid selbst 3-4 Tage für das Interview unterwegs war. zusätzlich noch sein Kamerateam, bestehend aus 4 Leuten. So ein Interview, geführt von „klassischen“ Medien, hätte mit Sicherheit mehr finanziellen Umsatz gebracht.

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