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„Habe nicht auf ein Foto von Tugce gespuckt“: Bild muss Gegendarstellung drucken, bleibt aber dabei

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Im Juni hatte die Bild berichtet, die Mutter von Sanel M. habe nach der Urteilsverkündung im Prozess gegen ihren Sohn auf ein Foto der verstorbenen Tugce gespuckt. Daraufhin setzte die Mutter eine Gegendarstellung auf Seite 1 der Boulevardzeitung durch. Trotzdem bleibt die Redaktion bei ihrer Darstellung und lässt ein paar Seiten weiter Augenzeugen zu Wort kommen.

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„Ich habe nicht auf ein Foto von Tugce gespuckt“, betont Sadija M., die Mutter des verurteilten Sanel, am heutigen Dienstag auf der Titelseite der Bild. Am 17.06.2015 hatte die Zeitung getitelt: „Eklat nach dem Urteil: Sanels Mutter spuckt auf Gedenkfoto von Tugce.“ Mit Hilfe eines Rechtsanwalts und durch einen Gerichtsbeschluss erwirkte Sadiha daraufhin eine Gegendarstellung.

Bildschirmfoto 2015-07-14 um 09.54.00

Die Bild-Zeitung bleibt bei ihrer Version. Auf Seite 6 der selben Ausgabe betont die Redaktion, man sei zwar gesetzlich zum Abdruck der Gegendarstellung verpflichtet, doch mehrere Zeugen hätten den Vorgang beobachtet und gegenüber Bild bestätigt. Die Redaktion bleibe deshalb bei ihrer Darstellung und werde außerdem Strafanzeige stellen. Daraufhin lässt die Zeitung drei Augenzeugen zu Wort kommen, die sich einig sind: Sanels Mutter habe auf das Foto gespuckt.

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Bildschirmfoto 2015-07-14 um 09.54.44

Im Herbst 2014 hatte Sanel M. die damals 23-jährige Tugce während eines Streits geohrfeigt, woraufhin die junge Frau stürzte und an den Folgen des Sturzes verstarb. Im Juni wurde der 18-Jährige zu drei Jahren Haft verurteilt.

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  1. Kleiner Vertipper – war 2014. „Im Herbst 2013 hatte Sanel M. die damals 23-jährige Tugce während eines Streits geohrfeigt …“

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