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Ex-Spiegel-Online-Chefredakteur Rüdiger Ditz wird Mr. Digital bei Madsack

Hochkarätiger Neuzugang bei Madsack: Der ehemalige Chefredakteur von Spiegel Online, Rüdiger Ditz, verantwortet ab Oktober die digitalen Aktivitäten der Mediengruppe
Hochkarätiger Neuzugang bei Madsack: Der ehemalige Chefredakteur von Spiegel Online, Rüdiger Ditz, verantwortet ab Oktober die digitalen Aktivitäten der Mediengruppe

Rüdiger Ditz, derzeit Geschäftsführender Redakteur bei Spiegel Online, wird spätestens zum 1. Oktober 2015 als Mitglied der Chefredaktion zum Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND) nach Hannover wechseln. Dort soll der 51-Jährige die digitale Transformation der Madsack-Medien vorantreiben.

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Das regionale Medienhaus hat dazu für Ditz die Position des „Online-Koordinator für die gesamte Mediengruppe“ neu geschaffen. Der Journalist kommt von der Spiegel-Gruppe, wo er u.a. mehrere Jahre Chefredakteur von Spiegel Online und Weggefährte von Wolfgang Büchner war. Als der später als Spiegel-Chefredakteur scheiterte, sank auch der Stern von Ditz, der in der Folge die Online-Chefredaktion abgab und als Geschäftsführender Redakteur zwischen Digital und Print vermitteln sollte. Unter der neuen Spiegel-Chefredaktion ist die von Büchner angestrebte enge Verzahnung von Heft- und Digitalredaktion kein Thema mehr, sodass die Position an Gewicht verlor.

Für die Mediengruppe Madsack, die vergangene Woche mit Ulrike Demmer bereits eine ehemalige Spiegel-Journalistin und Nannen-Preisträgerin verpflichten konnte, ist der Neuzugang ein Gewinn: Ditz kennt die Erfolgsgeschichte von Spiegel Online von Beginn an aus erster Hand.

Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe, kommentiert den Wechsel so: „„Wir freuen uns ganz besonders auf Rüdiger Ditz, weil er nicht nur ein exzellenter Journalist und strategisch denkender Digitalmanager ist, sondern auch menschlich sehr gut ins Team passt. Für die Weiterentwicklung des Redaktions-Netzwerks Deutschland ist er ein großer Gewinn. Nach nur eineinhalb Jahren hat das RND bereits einen hohen Qualitätsstandard in Print erreicht. Jetzt wollen wir das Angebot gezielt im Digitalbereich erweitern und mit neuen Inhalten punkten.“

Das RND erstellt derzeit bereits Inhalte für insgesamt 16 Nachrichtenportale von regionalen Tageszeitungen mit einer Gesamtreichweite von 3,82 Millionen Unique Usern (Quelle: AGOF internet facts 2015-02). Als Mitglied der Chefredaktion und gruppenweiter Online-Koordinator soll Rüdiger Ditz federführend sein für die Entwicklung gemeinsamer Standards bei den Madsack-Portalen.

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Die redaktionelle Hoheit für die Tageszeitungsportale liegt laut Madsack weiterhin bei den jeweiligen Chefredakteuren. Das Ziel ist eine optimale Balance zwischen regionaler Eigenständigkeit und qualitätsorientierter Vernetzung im Überregionalen.

Am Mittag bestätigte auch der Spiegel den Abgang seines langjährigen Digitalverantwortlichen. In einer Pressemitteilung dankt Chefredakteur Klaus Brinkbäumer dem Journalisten: „Rüdiger Ditz hat durch seine langjährige Tätigkeit maßgeblich dazu beigetragen, dass Spiegel Online zu einem Leitmedium im deutschsprachigen Internet geworden ist. Ich danke ihm für sein überaus großes Engagement und wünsche ihm alles Gute.“ Der 51-Jährige war seit 2000 in verantwortlichen Funktionen bei Spiegel Online, seit 2003 stellvertretender Chefredakteur und nach dem Aufstieg von Mathias Müller von Blumencron zum Spiegel-Blattmacher ab Mai 2008 Chefredakteur von Spiegel Online.

(ga)

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