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Griechenland-„Brennpunkt“ schlägt „Tatort“, Telekom Cup mit blassen Quoten

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Der Griechenland-Streit in Brüssel, der am Montagmorgen nun offenbar vorerst zu Ende gegangen ist, hielt auch am Sonntag die Deutschen in Atem. 7,51 Mio. sahen den "Brennpunkt" im Ersten - so viele wie keine andere TV-Sendung am Sonntag. Blasse Zahlen gab es bei Sat.1 hingegen für den Telekom Cup - trotz Teilnehmern wie dem HSV, Gladbach und dem FC Bayern.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. ARD siegt mit „Brennpunkt“, „Tatort“ und „Tagesschau“

Obwohl die Zeit der sommerlichen Krimi-Wiederholungen begonnen hat, war Das Erste am Sonntagabend der dominierende Sender. Zwischen 20 Uhr und 22 Uhr landete Das Erste durchgehend über der 7-Mio.-Marke. So erreichte die 20-Uhr-„Tagesschau“ 7,07 Mio. Seher und 25,1%, der „Brennpunkt: Krisengipfel in Brüssel“ 7,51 Mio. und 24,8%, der „Tatort: Scheinwelten“ schließlich 7,27 Mio. und 22,9%. Auch das „Tagesthemen Extra“ erreichte um 22 Uhr mit 5,01 Mio. und 17,0% noch starke Zahlen. Wäre Günther Jauch nicht schon in die Sommerpause gegangen, hätte auch er noch Top-Quoten holen können. Auf jeden Fall hätte er noch mehr Leute erreicht als die Premiere von „Inspector Mathias“ mit seinen 3,07 Mio. Sehern und 15,3%. Stärkster ARD-Konkurrent war am Sonntag der ZDF-Film „Inga Lindström: Frederiks Schuld“ mit 5,08 Mio. Sehern und sehr guten 16,0%.

2. Sat.1 holt keine sonderlich herausragenden Zahlen mit dem Telekom Cup

Der Hunger auf Fußball scheint bei den Fans noch nicht so groß zu sein. Der unbedeutende Telekom Cup mit den Teilenhemern HSV, Gladbach, Bayern und Augsburg lockte zwischen 14.45 Uhr und 19.55 Uhr bei Sat.1 maximal 1,77 Mio. Fans vor die Fernseher. Die beiden Spiele des FC Bayern – das Halbfinale gegen Augsburg und das Spiel um Platz 3 gegen Mönchengladbach – waren dabei mit 1,71 Mio. und 1,77 Mio. Sehern die meistgesehenen Partien, das Finale zwischen Hamburg und Augsburg sahen nur 1,56 Mio. Die Marktanteile der vier Spiele lagen zwischen 6,8% und 11,1%, bei den 14- bis 49-Jährigen bei 8,3% bis 13,1%. Bis auf das Finale sprangen die Matches damit immerhin über das Sat.1-Normalniveau, Grund für übermäßigen Jubel bieten die Zahlen aber nicht.

3. RTL gewinnt das Filmduell gegen ProSieben, auch im jungen Publikum liegt Das Erste aber vorn

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Auch bei den 14- bis 49-Jährigen gewann Das Erste den Tag. Hier liegt der „Tatort“ mit 1,98 Mio. und 17,7% aber knapp vor dem „Brennpunkt“ (1,95 Mio. / 18,6%), die „Tagesschau“ belegt mit 1,72 Mio. und 18,5% Rang 3. Dahinter folgen die 20.15-Uhr-Filme von RTL und ProSieben. RTLs „Unknown Identity“ kam dabei auf 1,48 Mio. 14- bis 49-Jährige und 13,5%, ProSiebens Free-TV-Premiere „Beautiful Creatures – Eine unsterbliche Liebe“ auf 1,42 Mio. und 13,4%. Bei Sat.1 landeten „Navy CIS“, „Navy CIS: New Orleans“ und „Navy CIS: L.A.“ bei Marktanteilen von 8,2%, 9,3% und 10,1%.

4. RTL IIs „Echtzeit“ startet miserabel

Zu den Verlierern des Sonntags gehört ganz eindeutig das neue RTL-II-Magazin „Echtzeit“. Nur 540.000 schalteten es um 19 Uhr ein, darunter 260.000 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile lagen damit bei miserablen 2,3% und 3,4%. Kaum besser lief es in der Prime Time für den tot-wiederholten Klassiker „Spaceballs“, dem 710.000 bzw. 420.000 14- bis 49-Jährige 2,3% und 3,8% bescherten. Zufriedener kann kabel eins sein, das mit „NVA“ und Werten von 660.000 14- bis 49-Jährigen bzw. 6,0% auch Vox schlug. Dort blieb die „Promi Shopping Queen“ bei 600.000 und 6,1% hängen.

5. Sky punktet mit dem „Planet der Affen“

Die Nummer 1 im Pay-TV war am Sonntag erwartungsgemäß die Premiere von „Planet der Affen – Revolution“. 350.000 Leute schalteten sie bei Sky Cinema um 20.15 Uhr ein – 1,1%. Immerhin 120.000 sahen am Nachmittag das Herren-Finale von Wimbledon zwischen Djokovic und Federer bei Sky Sport – 0,8%. Im Free-TV erreichte abseits der großen acht Sender das WDR Fernsehen die meisten Prime-Time-Zuschauer: 890.000 (2,8%) sahen „Wunderschön“. Knapp dahinter folgen der NDR mit „Kaum zu glauben!“ und 870.000 bzw. 3,1%, sowie zdf_neo mit „Stralsund“ und 830.000 bzw. 2,6%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Es ist ja nicht so, daß wir Griechenland im Euro haben wollten. Dahinter standen gewisse Kräfte, die immer Ja verstehen, wenn wir Nein sagen. Wir wollten ja nicht mal den Euro.- Wir – das ist richtig gehört, wir, das ist der Souverän.

    Die Üppigkeit, mit der uns der Staatsfunk die Merkel als Problemlöserin aufdrängt, ist schon widerlich. Nicht nur, daß der uns die Arroganz der Macht als politisches Talent verkaufen will, hinter der Redundanz versteckt sich eben das Prinzip, dem Souverän ein fremdes Problem als das eigene aufzuschwatzen. Das passiert andauernd, aber es passiert auch hier. So wird die Gesellschaft in den Wahnsinn getrieben.
    Man stelle sich vor, man geht zum Psychologen und sagt: ich habe kein Problem, würden sie mir bitte eins verschaffen!
    Der Bürger wird in die Neurose gedrängt, d.h. er übernimmt die Neurose der Medienanstalten.

    Die eiserne Kanzlerin, wie der Spiegel sie liebevoll nennt, ist bloß eine starrsinnige Kanzlerin. Und Starrsinn ist das das Merkenzeichen der Unbeweglichen, der Diktatur.

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