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Apple im Nachfrage-Dilemma: Kommt das iPhone 6s zu früh?

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Eigentlich kann es Apple-Fans nie schnell genug gehen: Nach dem alten iPhone ist bekanntlich vor dem neuen iPhone. Doch diesmal scheint alles anders zu sein: Die Nachfrage nach dem iPhone 6 und 6 Plus sind aufgrund ihrer veränderten Größe so hoch, dass der jährliche Upgrade-Zyklus Apples Momentum schaden könnte.

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Der Countdown läuft. Wenn alles wie in den vergangenen Jahren läuft, können sich Apple-Fans den 8. September im Kalender anstreichen: in zwei Monaten wäre dann schon wieder iDay – die neuen iPhones kommen. Dass daran kein ernsthafter Zweifel besteht, machen die jüngsten Leaks deutlich: Wie das iPhone 6s aussieht und was an neuen Features bietet, ist bereits bis ins kleinste Details bekannt.

Indes: Die aktuellen Modelle, das iPhone 6 und iPhone 6 Plus, verkaufen sich weiter so gut, dass das Techportal Venture Beat die Frage aufwirft, ob sich Apple mit der möglicherweise verfrühten Generalüberholung selbst schadet, weil sich der Kultkonzern aus Cupertino seines anhaltenden Momentums  beraubt.

Absatz-Dynamik des iPhones könnte im Juni auf 3-Jahreshoch schnellen 
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Tatsächlich dürfte der Absatzzuwachs im Jahresvergleich im abgelaufenen Quartal so stark ausgefallen sein wie seit 2012 nicht mehr. So rechnet Analyst Ananda Baruah von Brean Capital zwischen Anfang April und Ende Juni etwa mit 53 Millionen verkauften iPhones – das wären satte 51 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als 35 Millionen Einheiten über die Ladentische gingen. Aufschluss gibt Apple am 21. Juli nach Handelsschluss bei Vorlage seiner jüngsten Quartalsbilanz.

In der Mobilfunk-Industrie zirkulieren seit Monaten die Gerüchte, dass Apple mit seinem Jahresrhythmus brechen könnte, um die iPhone 6-Welle weiter laufen zu lassen. Das Problem dabei: Der wertvollste Konzern der Welt würde damit wohl Gefahr laufen, erstmals seit Einführung des iPhones in einem Quartal weniger als im Vorjahreszeitraum zu verkaufen, wenn auch im kommenden Weihnachtsgeschäft die alten Modelle unter dem Christbaum liegen würden. Im Dezember-Quartal hatte Apple nämlich mit dem Fabelwert von 74,5 Millionen iPhones eine neue Rekordmarke aufgestellt.

Entsprechend scheint Apple zum Upgrade nach dem Muster der Vorjahre verdammt, wie auch die bereits angelaufene Produktion nahelegt. Das letzte Mal, dass der Techpionier von seinem tradierten Launch-Zyklus abwich, war 2011, als Apple nicht wie gewohnt im Juni ein neues iPhone vorstellte, sondern die iPhone 4-Nachfrage noch ganz vier Monate weiter laufen ließ und erst im Oktober mit dem iPhone 4s ein Nachfolgermodell präsentierte.

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Alle Kommentare

  1. Ja – solche Probleme hat der Nils nicht, das nennt man Erfolg.

    Wo da nun für Apple das Problem liegen soll, bleibt der Versuch einen Artikel zu schreiben schuldig.

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