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„Empire“ bleibt im Keller, „I like the 80’s“ legt kräftig zu

ProSieben-Serie „Empire“
ProSieben-Serie "Empire"

Die Hoffnungen der ProSieben-Macher in den US-Megahit "Empire" wurden auch in Woche 2 nicht erfüllt. Mit Marktanteilen von 6,7% bis 8,1% bei den 14- bis 49-Jährigen bleibt die Serie hierzulande ein Flop. Richtig gut lief es hingegen für RTLs "I like the 80's", den Tagessieg im Gesamtpublikum holte sich das "heute-journal".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

1. „Empire“ kommt nicht aus dem Quoten-Keller

580.000 14- bis 49-Jährige sahen am Mittwoch um 20.15 Uhr die vierte Folge der US-Serie „Empire“. Um 21.15 Uhr waren 560.000 bei Episode 5 dabei, um 22.15 Uhr schließlich 610.000 bei Folge 6. Die Marktanteile lagen bei 7,5%, 6,7% und 8,1%. Die Premieren-Quoten der ersten drei Episoden vor einer Woche wurden damit nicht verbessert. Da gab es zwischen 6,5% und 7,6%. Einzig die 22.15-Uhr-Folge lief also minimal besser. Insgesamt kamen die Serie am Mittwoch nur auf 720.000 bis 750.000 Zuschauer – viel zu wenig. Spannend wird nun, ob der Sender auch an den beiden kommenden Mittwochen an „Empire“ fest hält, oder ob sie beispielsweise in den späteren Abend geschoben wird.

2. RTL gewinnt mit „I like the 80’s“ die junge Zielgruppe, „Deal or no Deal“ mit ordentlichem Comeback

Keine Chance hatte ProSieben gegen RTL und Sat.1. Vor allem RTL tat sich bei den 14- bis 49-Jährigen mit starken Quoten hervor. So hievten 1,28 Mio. „Die 10 unvorstellbarsten Zufälle“ auf 16,8%, 1,43 Mio. „I like the 80’s“ danach sogar auf 17,0%. Die Retro-Show holte sich damit auch den Tagessieg. „stern TV“ kam nach 22 Uhr mit 960.000 jungen Menschen immerhin noch auf 15,3%. Über dem Sender-Soll startete auch die neue Staffel von „Deal or no Deal“ bei Sat.1: 810.000 14- bis 49-Jährige reichten ab 20.15 Uhr immerhin für 10,1%. Die Show startete damit in etwa auf dem Niveau der ersten Remake-Staffel im Sommer 2014.

3. Vox stark mit „Outlander“, RTL II mit Baby-Doku-Soaps

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Vor ProSiebens „Empire“ schob sich in der Prime Time auch noch die Vox-Serie „Outlander“, die erneut überzeugte. 670.000 und 720.000 14- bis 49-Jährige reichten im Hochsommer für starke 8,5% und 8,7%. Zufrieden kann auch RTL II sein, das mit den „Teenie-Müttern“ und den „Wunschkindern“ in der jungen Zielgruppe Marktanteile von 7,2% bis 7,8% einfuhr. kabel eins blieb mit „Phenomenon“ hingegen bei 5,2% hängen.

4. ZDF gewinnt im Gesamtpublikum mit „heute-journal“ und „Stubbe“

Insgesamt holten nicht die Privatsender die Top-Quoten des Tages, sondern das ZDF. 3,83 Mio. entschieden sich um 20.15 Uhr für die Krimi-Wiederholung aus der Reihe „Stubbe“, 3,98 Mio. danach für das „heute-journal“. Die Marktanteile lagen bei stolzen 16,0% und 16,7%. Rang 3 geht an die 20-Uhr-„Tagesschau“ des Ersten mit 3,67 Mio. und 17,0%, um 20.15 Uhr lief es für die Film-Premiere „Nebenwege“ mit 2,74 Mio. und 11,5% hingegen nicht sonderlich gut. Die Privaten schlug Das Erste dennoch: RTL lockte mit „Die 10“ und „I like the 80’s“ 2,19 Mio. und 2,26 Mio. Menschen.

5. sixx holt mit „Tattoo Nightmares“ und „Horror Tattoos“ über 3%

Abseits der großen acht Sender lief es im jungen Publikum vor allem für sixx super. Die neue Reihe „Tattoo Nightmares“ erreichte diesmal um 21.30 Uhr mit 300.000 14- bis 49-Jährigen 3,6%, um 22 Uhr mit 270.000 noch 3,3%. Auch „Horror Tattoos – Deutschland, wir retten Deine Haut“ war um 20.15 Uhr ein Erfolg – mit 260.000 jungen Zuschauern und ebenfalls 3,3%. Im Gesamtpublikum hieß die Nummer 1 der kleineren Sender um 20.15 Uhr NDR: Die „Expeditionen ins Tierreich“ erzielten mit 900.000 Sehern 3,9%. Im Pay-TV entschied „Navy CIS“ den Tag für sich: 80.000 sahen die Serie um 22.40 Uhr bei 13th Street.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Der Flop von „Empire“ war mir schon vor dem Serienstart irgendwie klar und ist ein völlig berechtigtes Ergebnis. So einen Scheiß will hier einfach keiner sehen. Nur weil die Serie in den USA ein Erfolg ist heißt das noch lange nichts für Deutschland… Es kommt ja auch Niemand auf die Idee Koreanische Soaps auszustrahlen, auch wenn die in Korea ein riesiges Publikum haben. Hier gibt es kaum Neger (nicht böse gemeint, die politisch korrekte Bezeichnung ist mir zu umständlich), dementsprechend verfehlt eine Serie deren Cast fast nur aus Negern besteht hier völlig den Markt. Hip-Hop hört hier auch keiner mehr, bei den Kids läuft nur noch irgend ein Electro-Schrott (und die Pop-Schwuchtel Timbaland ist auch kein würdiger Vertreter des Genres). Dazu kommt, dass solche GZSZ-Serien auch nur wenige Liebhaber haben, gute Story hin oder her. Wenn es nach mir ginge könnte die Serie gerne auch schon Vorgestern wieder aus dem Programm verschwinden. Um jetzt aber doch noch ein wenig konstruktive Kritik einfließen zu lassen: Wenn Eminem eine Gastrolle bekommt, würde ich bei der Folge bestimmt mal einschalten. Wenn aber stattdessen demnächst Helene Fischer beim durch-zappen über meinen Bildschirm flimmert fliegt der Kasten ausm Fenster.

  2. Das Manko ist, dass sich Pro7Sat1 nicht die Mühe macht, die Primetime-Hits unter der Woche genug anzuteasen und agressiv genug in allen Kanälen zu pushen, ggf über neue Kanäle zu gehen, die nah am Abnehmer sind. Kommunikation der Musik aus der Sendung mittels ein paar miesen Spots hat wenig Massen-Appeal -> Umsetzung mangelhaft. Hier muss man mehr Mittel in die Promotion stecken, damit das mit der integrierten Kommunikation auch funktioniert. Da hätte ich mir echt mehr erwartet.

    Es gibt ein paar musikalische Meilensteine die noch in der Staffel kommen, kommerzielles Potential ist da, hoffentlich wird es noch was. Ansonsten gibts für Empire ziemlich miesen ROI, die Rechte waren bestimmt nicht billig.

    Damit arbeitet nämlich FOX in den Staaten ziemlich erfolgreich. Die haben nämlich begriffen, dass wenn das Fernsehen noch über einen annehmbaren Zeitraum wettbewerbsfähig bleiben will, nicht an den falschen Enden gespart werden darf.
    Die Abnehmerschaft ist mit Black-Music-Fans in Deutschland nämlich gegeben, wird allerdings mieserabel ausgeschöpft.

    Ein weiterer Minuspunkt, dass keine wirkliche inhaltliche Verknüpfung zwischen Empire, Red, Taff und die Band bislang geschaffen wurde obwohl die Thematiken hier sowas von offensichtlich ineinander übergehen. Selbst in Galileo kann man die Musikbranche beleuchten, da geht aber dank Koch- und Bullshitshow ein unglaubliches Maß an Integrationspotential verloren.

  3. Eine Schande ist das für Empire. Wirklich eine super Serie, dann halt bald im Nachtprogramm. Hoffentlich sieht man irgendwann trotzdem die zweite und dritte Staffel. Wäre sonst echt schade.

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