„Ziel: Einheitsbrei“: Anonymer Twitter-Account leakt WDR-Interna

Wer steckt hinter WDR Leaks? Der anonyme Twitter-Account  kritisiert WDR-Sparmaßnahmen und Hörfunkdirektorin Valerie Weber.
Wer steckt hinter WDR Leaks? Der anonyme Twitter-Account kritisiert WDR-Sparmaßnahmen und Hörfunkdirektorin Valerie Weber.

Audio Vor wenigen Wochen kündigte das WDR Fernsehen eine umfassende Programmreform für Anfang 2016 an – beim Hörfunk finden Veränderungen offenbar bereits im Stillen statt. Zumindest, wenn es nach dem Twitter-Account WDR Leaks geht, auf dem anscheinend WDR-Mitarbeiter interne Informationen zu Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen veröffentlichen.

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„Der letzte Zuarbeiter geht um 21 Uhr nach Hause. Bis 24 Uhr sitzt der verantwortliche Redakteur (Dienstleiter) allein da. #Unfassbar“, lautet einer der Vorwürfe gegen den WDR auf einem am Dienstag gestarteten Twitter-Account, der innerhalb weniger Stunden mehr als ein Dutzend Tweets veröffentlichte. Besonders pikant: Auch Dokumente aus Sitzungen und Namen von Mitarbeitern werden verbreitet.

Offenbar stecken hinter @WDR_Leaks Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt, die nach eigenen Angaben „sachdienliche Inhalte“ zur „fragwürdigen“ und „stillen“ Programmreform veröffentlichen wollen. Dabei kritisieren sie vor allem die Sparmaßnahmen und den damit verknüpften Qualitätsverlust. Außerdem fordern sie die Gewerkschaft Verdi zum Handeln auf:

Auch Details aus Programmkonferenzen werden veröffentlicht, zum Beispiel abfotografierte Dokumente zur Neuausrichtung der Chefredaktion:

Dass auf dem Account vollständige Namen von Mitarbeitern genannt werden, sorgt bei Twitter wiederum für Kritik – aus den eigenen Reihen:

Der WDR hat sich auf Nachfrage von MEEDIA noch nicht zu WDR Leaks geäußert.

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Alle Kommentare

  1. Sorry, in unserer Kindheit gabs auf einer Welle Nachrichten. Punkt. Dann gab es immer mehr Wellen. Und jede mit eigenen Nachrichten? Was für ein Blödsinn, ob es auf 1Live gezwungen lustig-frech klingt und auf WDR5 normal, oder auf WDR 2 irgendwelche Redakteure aus den Regionalstudios Blödsinn verkünden, schlecht gesprochen und mit Dialektfärbung. Ist das Gegenleistung für Gebühren? Dafür fehlen aber im Programm inhaltsvolle und gute Beiträge, für die „das Geld fehlt“. Nachrichten können auf allen Wellen zentral gesprochen und gesendet werden. Der Rest ist radiophoner Luxus, den sich nicht nur der WDR geleistet hat, sondern noch x öffentlich-rechtliche Wellen in Restdeutschland. Wieviel besser informiert müssen unsere Bürger sein als die anderen Hörer in Europa?

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