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Spiegel: Verlagsleiter Matthias Schmolz muss gehen

Verlässt den Spiegel nach mehr als 20 Jahren: Verlagsleiter Matthias Schmolz
Verlässt den Spiegel nach mehr als 20 Jahren: Verlagsleiter Matthias Schmolz

Erste Personalentscheidung des neuen Spiegel-Gesamtgeschäftsführers Thomas Hass: Matthias Schmolz, 51, Verlagsleiter des Spiegel-Verlags und Geschäftsführer von Spiegel Online und Spiegel TV, verlässt das Unternehmen. Wie der Verlag mitteilte, erfolge die Trennung "in bestem Einvernehmen und aller Freundschaft".

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Am Mittwochnachmittag wurde der Belegschaft von der Ericusspitze die Maßnahme verkündet. Thomas Hass erklärt dazu in einer Pressemitteilung: „Seit mehr als zwanzig Jahren arbeitet Matthias Schmolz sehr erfolgreich und in unterschiedlichen, leitenden Funktionen für die Spiegel-Gruppe. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die journalistischen Marken unseres Hauses auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hervorragend behaupten konnten. So verdanken wir ihm die erfolgreiche Planung und Realisierung unseres Neubaus, die nachhaltige Restrukturierung von Spiegel TV und den Wechsel auf den Erstverkaufstag Samstag zu deutlich verbesserten Druckkonditionen. Ich danke ihm für sein überaus großes Engagement und wünsche ihm für seine private und berufliche Zukunft alles Gute.“

Bei dieser Auflistung der Erfolge und so viel Lob kommt die Nachricht von der Trennung etwas überraschend.

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Zur Vita: Matthias Schmolz arbeitete nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre, Geschichte und Philosophie als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg und an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Hamburg. 1994 wechselte er zum Spiegel-Verlag, wo er unter anderem im Produktmanagement für Spiegel Online verantwortlich war, bevor er 1997 Sprecher des Spiegel-Verlags wurde. Im November 2000 übernahm Schmolz die Leitung des Unternehmensbereichs Kommunikation und Verlagskoordination, im Januar 2003 wurde er zum Verlagsleiter des Spiegel-Verlags berufen. Er verantwortet unter anderem die Bereiche Dokumentation, Finanz- und Rechnungswesen, Herstellung, IT und Leser-Service sowie die Objektleitungen für diverse Publikationen und das Beteiligungsmanagement. Seit Juni 2011 war er zudem Geschäftsführer von Spiegel Online und von Spiegel TV.

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Alle Kommentare

  1. Der ewige Kronprinz Schmolz schreckte vor keiner Intrige zurück, sofern er sie selbst lancieren konnte. Auf der anderen Seite war er im Verlag intellektuell herausragend – was eher für den Verlag bezeichnend ist.

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