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Nach Apple Music Start: Nutzer klagen, dass sie ihr Spotify-Abo nicht kündigen können

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Zum Start des neuen Musik-Streaming-Dienstes Apple Music ist eine spannende Frage, wie sich der neue Konkurrent auf das Geschäft des bisherigen Musik-Streaming-Platzhirschs Spotify auswirkt. Wie die US-Website .Mic berichtet, haben sich Nutzer von Spotifys Premium-Musikstreamingdienst beschwert, seit dem Start von Apple Music das Abo nicht mehr kündigen zu können.

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Im Technik-Ressort von .Mic wurden Tweets von frustrierten Spotify-Nutzern gesammelt, die sich beklagen, ihr Premium-Abo nicht kündigen zu können. Der entsprechende „Cancel Subscription“-Link würde auf der Seite der Abo-Verwaltung fehlen.

Das Problem besteht offenbar auch, wenn man von der App aus auf die Abo-Verwaltungsseite zugreift:

Ein Nutzer stellte sogleich einen Bezug zum Start von Apple Music her:

Spotify hat .Mic nach einer Anfrage auf die normale Abo-Verwaltungsseite verwiesen. Auch wir bei MEEDIA konnten unter dem vom Spotify-Support angegebenen Menüpunkt „Abonnement und Bezahlung“ keinen Button oder Link zu einer Abo-Kündigung entdecken. Der Verweis auf eine mögliche Kündigung müsste eigentlich unter „Zahlungsdetails“ stehen:

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Klickt man auf „Upgrade“ erhält man die Fehlermeldung, dass derzeit keine Veränderungen am Abo möglich sind. Bei Twitter hat Spotifys Service-Account auf eine Beschwerde hin, die E-Mailadresse des Nutzers angefragt, versprochen, sich zu kümmern und versichert, man habe „nichts Falsches getan“. Ein Spotify-Sprecher erklärte gegenüber MEEDIA, dass keine Probleme mit Abmeldungen bekannt seien: „Wir haben keine Probleme mit unserer Premium Abmeldung. Auch beim DE Kundenservice sehen wir keine erhöhten Nachfragen“.

Spotify hat weltweit rund 65 Mio. aktive Nutzer, davon rund 15. Mio. zahlende Abonnenten des werbefreien Premium-Dienstes. Apple verweist auf weltweit 800 Mio. aktive iTunes-Kunden, die meisten davon mit hinterlegter Kreditkarte, die nun auch potenziell Kunden von Apple Music werden könnten. Es kann keinen Zweifel geben, dass Apple Music für Spotify eine große Herausforderung darstellt. Als Apple seinen Musik-Streamingdienst vorstellte, twitterte der Spotify-Gründer Daniel Ek vielsagend: „Oh ok“. Kurz darauf löschte er den Tweet wieder.

Dass Spotify ausgerechnet am Tag des Starts von Apple Music offenbar Probleme mit der Abo-Verwaltung hat, macht natürlich keinen besonders guten Eindruck …

Update: Offenbar liegen die Probleme einiger Spotify-Nutzer, ihr Premium-Abo zu kündigen, daran, dass sie das Abo via iTunes abgeschlossen haben. In diesem Fall können die Abos laut Auskunft von Spotify auch nur über Apple gekündigt werden. Nutzer, die Spotify Premium über iTunes kaufen zahlen außerdem mit 12,99 Euro einen höheren Preis als solche, die den Dienst direkt bei Spotify kaufen (9,99 Euro).

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Alle Kommentare

  1. Hallo, bei mir ist es inzwischen so, dass sich Spotify auf meinem IPhone nach dem letzten Software-Update – welche laut Apple nur für Verbesserungen bei Apple Musik sein sollte – gar nicht mehr öffnen lässt. Zufall?

  2. Also das Kündigen von Spotify hat super geklappt,die Schaltfläche ist nur noch „tiefer“ drin in der Website. Kein Problem.

    Ein großes Problem scheint aber Apple Music zu haben: Dort kann ich mich nicht anmelden: Bekomme die Fehlermeldung, das es zur Zeit nicht möglich das Abo zu aktivieren, das Sie dran arbeiten und die Sache in einigen Tagen behoben haben wollen. (Auf Englisch)

    Und die Fehlermeldung bekomme ich auf allen Plattformen, von meinem MAC, Ipad, Iphone 🙁

    Nun habe ich Spotify gekündigt und komme nicht rein bei Apple Music :-)))))

  3. Ich habe zum Glück schon vor einigen Wochen bei Spotify gekündigt – und nutze jetzt Apple Music seit der ersten Stunde.

    Der Grund ist einfach: Die Playlists bei Spotify wurden mir nach Monaten einfach zu langweilig. „Intelligente“ Programmierung nach meinem Geschmack: Fehlanzeige – ich hatte nicht das Gefühl dass Spotify lernt was mir gefällt.

    Und die Spotify Apps nerven auch mit vielen für mich uninteressanten Vorschlägen (Nachrichten die man wegklicken muss).

    Apple Music verspricht bessere Kuratierung/Vorauswahl der Musik. Klappt bisher ganz gut.
    Ich füttere zwar gern den Algorithmus mit Infos was mir gefällt und was nicht (Skips), aber ich habe wenig Lust mir selbst aufwändig Playlists zusammenzustellen.

      1. Die ersten Dinge die ich ausprobiere sind gut zu bedienen, ich teste zB die verschiedenen Genre Radiosender und die „für dich“ Vorschläge.
        Viel braucht man da nicht, auf „Play“ drücken, wenns nicht gefällt skippen und wenns gefällt auf das Herz klicken (praktischerweise überall eingebaut, zB auch im iPhone Sperrbildschirm).

        In die „Tiefe“ bin ich noch nicht vorgedrungen, also wie gut zugänglich die Millionen von Songs sind. Playliste Funktionen habe ich nicht probiert.

        Und das wichtigste: Ob ich auch noch in einem Monat mit interessanter Musik versorgt werde kann ich natürlich noch nicht beurteilen. Bei Spotify war ich anfangs ja auch von den fertigen Playlists begeistert – aber nach 10-20x anhören wird eben jede Playlist langweilig. Ich hoffe da hat Apple Musik bessere Methoden um interessant zu bleiben.

  4. Seit wann kostet Spotify 12,99 Euro? Ich zahl 9,99 Euro.

    Davon abgesehen kapiere ich diese Wanderung zu Apple mal wieder nicht. Ob ich nun eine App mehr oder weniger auf dem Smartphone oder Tablet habe, dürfte doch Jacke wie Hose sein. Bessere Qualität bietet Apple auch nicht. Aus „Nächstenliebe“ zu den Musikern, die ohnehin genug verdienen, dürfte es jedenfalls nicht sein.

    1. Einigen wird es wohl zuerst auch nur darum gehen (nach Abzug der Kündigungsfrist von einem Monat) knapp 20 EUR zu sparen.

    1. “Hoppla! Da ist wohl etwas schiefgegangen. Versuch es noch mal.“ es geht absolut nicht, kann mein Abo nicht kündigen!

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