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Studie: Fitbit-Fitnesstracker verkaufen sich immer noch besser als die Apple Watch

Genau hingucken: Apple Watch links, Fitbit Surge rechts
Genau hingucken: Apple Watch links, Fitbit Surge rechts

Es erinnert an die Frühphase des iPhones: Als Apples Kultsmartphone vor exakt acht Jahren debütierte, lief es im ersten Jahr nach verkauften Stückzahlen dem Marktführer Blackberry hinterher. Das Blackberry auf dem Wearable-Markt anno 2015 heißt Fitbit. Wie der Marktforscher Slice Intelligence ermittelte, verkauft der Fitnesstracker-Anbieter, der gerade an der Börse debütierte, aktuell mehr Einheiten als Apple von der Apple Watch.

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Es sind Äpfel und Birnen, die im Wearable-Markt aufeinandertreffen – und doch verwundert es, dass die Masse nicht wie sonst gewohnheitsmäßig den Apfel bevorzugt. So oder so ähnlich lässt sich in einer Metapher die neuste Erhebung des Marktforschers Slice Intelligence beschreiben, die Bloomberg aufgreift.

Wichtigste Erkenntnis des amerikanischen Marktforschers: Fitbits Fitnesstracker verkaufen sich auch nach dem Launch der Apple Watch wie geschnitten Brot. Wie Slice Intelligence herausgefunden hat, verlor die Apple Watch nach einem starken Start mit fast einer Million Vorbestellungen in den USA am ersten Tag schnell wieder an Momentum und musste Fitbit in den Folgewochen den Vortritt lassen.

Apple Watch-Verkaufstrend zeigt schon wieder nach unten

Nach einem Zwischensprint im Mai, mit dem sich Apples neustes Produkt wieder vor den Fitnessband-Spezialisten geschoben hatte, zeigt der Trend in den vergangenen Wochen nun für Cupertino in Besorgnis erregender Weise nach unten: Die Verkäufe von Fitbits Fitness-Trackern ziehen stark an, die Apple Watch bricht auf neue Tiefs ein.

Vor zwei Wochen hatte Analyst Andy Hargreaves von Pacific Crest basierend auf einer Recherche via Google Trends ebenfalls eine abflauende Käufernachfrage nach der Apple Watch festgestellt. „Nach einem starken Start sind die Anschlusskäufe mittelmäßig“, zog Hargreaves ein enttäuschendes Zwischenfazit.

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Analysten über Verkaufserfolg uneins

Nicht mal zwei Monaten nach dem offiziellen Verkaufsstart sind das keine guten Nachrichten für Apple-CEO Tim Cook, der mit der Apple Watch die erste neue Produktkategorie seiner Ära auf den Markt gebracht hat.

Analysten sind sich weiter höchst uneins über den Verkaufserfolg: Der gewöhnlich treffsichere KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo hatte seine Absatzschätzungen für die Apple Watch im laufenden Quartal jüngst um 20 bis 30 Prozent nach unten korrigiert und fünf bis sechs Millionen verkaufte Einheiten bis Ende Juni vorausgesagt.

Deutlich mehr Potenzial sieht dagegen Global Equities Research: Die US-Marktforscher wollen auf Basis ihrer Erhebungen festgestellt haben, dass bereits sieben Millionen Apple Watches bestellt und davon 2,5 Millionen Einheiten ausgeliefert worden seien, wie der Wall Street Journal-Ableger Barron’s berichtet.

Run auf Fitbit-Aktien

Der anhaltende Verkaufserfolg von Konkurrent Fitbit ist indes unstrittig: Mit seinen Fitnesstrackern, die in einer Spanne zwischen 60 und 250 Dollar angeboten werden, ist Fitbit mit einem Marktanteil von 76 Prozent unangefochtener Platzhirsch auf dem boomenden Wearable-Markt. Im abgelaufenen Quartal setzte Fitbit bereits 3,9 Millionen Fitnessarmbänder ab.

Auch die Wall Street ist vom Run auf den Fitnesstracker angetan: Aktien des Wearable-Anbieters haben sich seit dem Börsengang vor zwei Wochen in der Spitze verdoppelt.

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