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Mit FIFA, Google, Fast Food: Spiegel, stern und Focus schwach am Kiosk

Die Ausgaben 23/2015 von Spiegel, stern und Focus
Die Ausgaben 23/2015 von Spiegel, stern und Focus

Die Cover-Check-Woche 23/2015 war für die drei großen Wochenmagazine keine allzu gute. Spiegel, stern und Focus blieben allesamt unter ihren Normalwerten der jüngeren Vergangenheit. Der Spiegel übertraf mit 228.560 Einzelverkäufen für seinen Blatter-Titel immerhin die beiden Vorwochen.

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Der Spiegel hievte passend zum FIFA-Skandal Sepp Blatter auf das Cover und titelte „Korrupt: Das System Blatter“. 228.560 griffen laut IVW in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. zu. Das sind immerhin rund 7.500 Einzelverkäufe mehr als in der Vorwoche. Die Durchschnittszahlen der jüngsten 12 bzw. drei Monate – 246.800 und 238.200 – wurden allerdings verfehlt. Seit fünf Wochen pendelt sich Der Spiegel nun bei 220.000 bis 230.000 Einzelverkäufen ein. Der Gesamtverkauf – inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren, etc. lag für das Heft 23/2015 bei 826.279 Exemplaren, darunter 51.765 ePaper.

Der stern, der vor einer Woche noch so erfolgreich mit den „50 Traumzielen in Deutschland“ war, verlor im Vergleich dazu fast 60.000 Einzelverkäufe und rutschte zum ersten Mal seit zehn Wochen unter die 200.000er-Marke. 195.542 interessierten sich für das Heft mit dem Titel „Die geheime Welt von Google“ – ein erneuter Beweis, dass Internet-Themen auf Print keine großen Kiosk-Erfolge erreichen. Das stern-Normalniveau der jüngsten 12 bzw, drei Monate von 216.000 und 211.700 Exemplaren, wurde ebenfalls klar verfehlt. Insgesamt fand der stern 23/2015 genau 720.519 Abnehmer.

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Am deutlichsten unter seinen Durchschnittszahlen blieb allerdings der Focus: 65.181 Einzelverkäufe sind 20% weniger als der 12-Monats-Mittelwert von 81.900 und 15% weniger als das 3-Monats-Normalniveau von 76.700. Passiert ist dem Magazin dieser Misserfolg mit dem Titel „Verbotene Liebe? Wie Fast Food auch gesund sein kann“. Auch der weitere Titel-Teaser „Die Youtube Superstars“ half offenbar nicht. Der Gesamtverkauf lag bei 509.468 Exemplaren, 25.746 als ePaper.

Kennen Sie unser Cover-Check-Tool? Damit können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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Alle Kommentare

  1. Früher hat man sich nie die Frage gestellt, ob das, was im Stern oder im Spiegel stand, wahr ist. Heute fragt man sich, ist das wahr, ist es erfunden oder manipuliert und wessen Interessen stecken hinter dem Artikel. Einfach den Medien trauen, das ist nicht mehr. Spiegel und Stern müssten in ihren Artikeln viel deutlicher darstellen, warum man ihnen trauen soll. Denn warum sollte ich ohne Weiteres einem Journalisten trauen? Dafür ist zu viel passiert.

  2. Die Verkaufszahlen liegen vielleicht vielmehr in der verlorenen Glaubwürdigkeit dieser Zeitschriften. Verfolgt man den Shitstorm v.a. auf Facebook, ist das jedenfalls recht wahrscheinlich.

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