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Nachrichten für Generation Smartphone: News-App Circa gescheitert

News-App Circa: Aus nach drei Jahren.
News-App Circa: Aus nach drei Jahren.

Die News-App Circa, die moderne Berichterstattung für die Smartphone-Ära machen wollte, ist nach drei Jahren am Ende. Dem Team sei das Geld ausgegangen, der Betrieb werde bis auf weiteres eingestellt, erklärte Mitgründer Matt Galligan am Mittwoch.

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Das Konzept von Circa war, das Nachrichtengeschehen in kleine Häppchen runterzubrechen, die gut auf den Smartphone-Bildschirm passen, um die Nutzer dort mit Updates über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Mit der Idee hatten die Macher laut Medienberichten rund fünf Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt und mehrere etablierte Journalisten angeworben. Seit April suchten sie jedoch nach einem Käufer. Man arbeite noch eine Möglichkeit durch, „Technologie und Geist von Circa am Leben zu erhalten“, schrieb Galligan ohne nähere Details.

Circa sei es nicht gelungen, ein weiteres Investment einzufädeln, bevor die Ressourcen knapp geworden seien, räumte Galligan auf der Blog-Plattform Medium ein. Man hätte zwar auch versuchen können, mit Werbung oder einer Abo-Gebühr über die Runden zu kommen. Aber dies hätte der Vision hinter dem Dienst widersprochen und wohl auch nicht genug eingebracht. „News in hoher Qualität zu produzieren, kann ein teures Unterfangen sein.“

Circa hatte seit Montag nichts mehr veröffentlicht. Nutzerzahlen sind nicht bekannt.

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Das Aus von Circa ist ein weiteres Zeichen der Auslese bei Online-News. Im März ging bereits eines der ersten Technologie-Blogs, GigaOm vom Netz, weil es nicht mehr genug Geld hatte. Unterdessen werden Plattformen wie Facebook, Twitter oder die Foto-Plattform Snapchat zu einem immer wichtigeren Kanal für klassische Medien.

 

(dpa)

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Alle Kommentare

  1. wie haben die sich das denn vorgestellt – ohne Werbung und/oder Abo? Weil ich gerade von einem anderen Artikel komme – solche Projekte sind auch für die Vertrauenskrise des Journalismus (in Deutschland) verantwortlich. Wie ist das eigentlich in den USA?

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