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Queen Elizabeth II.: das älteste It-Girl

Von einer geheimnisvollen Aura umweht: Königin Elizabeth II.
Von einer geheimnisvollen Aura umweht: Königin Elizabeth II.

Seit Dienstag ist die Queen in Deutschland – und die (Medien-)Welt steht Kopf! Ihre Majestät, eine 89-jährige Dame, wird frenetisch gefeiert und wie ein Superstar auf Schritt und Tritt verfolgt. Der politische Anlass ihres Besuches gemeinsam mit Premierminister David Cameron rückt nahezu in den Hintergrund. Woher kommt die Faszination für Königin und Monarchie?

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Das Interesse am Deutschlandbesuch der Königin ist enorm, die Tageszeitungen begrüßen sie auf ihren Covern mit „Wet Welcome“ oder „Hello again“ und die Fernsehsender stellen sich mit zahllosen Sondersendungen ganz in den Dienst of Her Royal Highness. Als Elizabeth II. am Dienstag in Berlin ankam, twitterten alle darüber – von Gala bis zur FAZ: Die Queen auf der Spree, die Queen schüttelt die Hand der Kanzlerin, die Queen zu Gast bei Bundespräsident Joachim Gauck. Endlich kommt etwas Glamour nach Deutschland!

Unnahbar, geheimnisvoll und dadurch umso faszinierender

Was erklärt die große Faszination mit der Königin, die wie ein Symbol für ganz England steht, und mit der britischen Monarchie an sich? Vor vier Jahren war die Hochzeit zwischen Prinz William und Catherine das TV-Ereignis in Deutschland: Mehr als 14 Millionen Zuschauer verzeichneten ARD, ZDF, RTL, Sat.1, N24 und n-tv teilweise während der Live-Übertragung.

Während William, sein jüngerer Bruder Harry und Catherine die Popstars unter den Windsors sind, die modernen und volksnahen Adligen, ist Queen Elizabeth II. ihr Superstar: Unnahbar, immer etwas in sich gekehrt und dadurch umso faszinierender, umweht sie eine Aura des Geheimnisvollen. Gleichzeitig steht sie mit ihren fast 90 Jahren für Beständigkeit und Verlässlichkeit.

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Das Mysteriöse und gleichzeitig Faszinierende, das gewisse Etwas und das große Presse-Echo auf eine Person – diese Attribute erinnern an das Popkultur-Phänomen der sogenannten It-Girls. Den Begriff prägte einst Clara Bow, Schauspielerin, einer der größten weiblichen Stummfilmstars – und immer irgendwie unnahbar. Das It-Girl unserer Zeit ist Kate Moss – die sich ebenfalls vor allem durch ihre Zurückhaltung in Privatdingen und ihre geheimnisvolle Art auszeichnet. In einem Buch über sie wird Kate Moss zitiert: „Ich will nicht, dass die Leute immer wissen, was Sache ist. Auf die Art bleibt man immer schön geheimnisvoll.“

Natürlich lässt sich die Verehrung Ihrer Majestät, Queen Elizabeth II., nicht eins zu eins auf Popstars, Models oder Schauspielerinnen übertragen – und doch übt sie eine ähnliche Faszination aus. Oder wie die Berliner Morgenpost den britischen Historiker Maurice Shock zitiert: „Gerade, weil wir nicht wissen, was sie denkt, ist die Königin so erfolgreich.“

Werden politische Fragen außer acht gelassen, eignen sich Elizabeth II. und das ganze Haus Windsor außerdem hervorragend zur Flucht aus der problembeladenen Realität ins sagenumwobene Reich des Adels – wie im Märchen.

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Alle Kommentare

  1. Der einfachste Weg dafür ist das Internet zu nutzen und alles, was Sie brauchen, zu bestellen. Und die beste Webseite dafür ist selbstverständlich hier. Der erste Probebesuch ist kostenlos!

  2. Mhmm – mich fasziniert ausschließlich, dass die Leute solche üblen Parasiten wie die Queen samt zahlreichem „Geld verbrennen“ Anhang auch noch toll finden. Wenn die Engländer meinen sich so etwas halten zu müssen ist das deren Ding.
    Allerdings fehlt mir völlig das Verständnis dafür, dass wir nicht Engländer Millionen dafür ausgeben die Oma auch noch zu schützen – wenn ich es richtig gelesen habe bedarf das ca. 1500 Polizisten. Was für ein irrer Schwachsinn!

    1. Na ja, so lange diese „Parasiten“ sich wenigstens für soziale, umweltpolitisch und jetzt auch europapolitische Belange einsetzen – und das tun die englischen Royals, obwohl sie ja angeblich unpolitisch sein müssten – und sich durch die enorme touristische Attraktion, die sie ausüben, quasi selbst finanzieren, ist das ja alles noch eine hübsche Maskerade. Außerdem sind englische royale Events die schrägste Modenschau – da kommt kein Laufsteg mit! Übel wird es erst wirklich, wenn diese privilegierte Brut anfängt Fitnesstrainer und Bikini-Models aus Doku-Soaps mit durchzufüttern, ihre Freizeit mit umweltunnützen Autorennen zu gestalten, oder zwielichtige Finanzjongleure durch Heirat „adelt“. Da würde ich dann auch auf die Barrikaden gehen. Armes Schweden, glückliches Britannien…

  3. Premierminister JAMES Cameron? Wirklich? Hat der überhaupt Zeit dafür, wo er doch AVATAR drehen müsste?

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