Für 353 Mio. Dollar: Martha Stewart verkauft ihr Medienimperium

Martha Stewart wurde mit Tipps für Haushalt und Einrichtung zur Lifestyle-Ikone mit einem Medien-Imperium – von dem sie sich nun trennt. Wie am Montag bekannt wurde, verkauft die 73-Jährige ihr Unternehmen Martha Stewart Living Omnimedia für 353 Millionen Dollar an den Vermarkter Sequential Brands.

Anzeige

Wie die Nachrichtenagentur AP schreibt, soll die Home-Entertainment-Diva aber mit einem großen Aktienpaket an Bord bleiben und auch weiterhin als Kreativdirektorin arbeiten.

Seitens der Verkäuferin wird der Deal als „Fusion“ bezeichnet, die „das Wachstum und die Expansion der Martha-Haus- und Lifestyle-Marke fortführen“. Laut Sequential-Angaben würde der Zukauf der Stewart-Marken den Umsatz des Unternehmens auf 3,75 Milliarden Euro steigern.

Aus finanzieller Sicht ist der Abschied vom Martha-Stewart-Imperium, das sie 1997 gegründet hat, der richtige Moment. Nach dem Höhepunkt ihres Erfolges geht es seit der Jahrtausendwende langsam bergab. Ein Gefängnisaufenthalt wegen Insiderhandels schädigte zudem das Image der perfekten Hausfrau. Von 2007 bis 2014 fiel der Umsatz ihres Unternehmens von 328 Millionen auf 142 Millionen Dollar, die Zeitschriften „Martha Stewart Living“ und „Weddings“ wurden bereits veräußert. Kurz vor Weihnachten 2013 hat sich ihr Unternehmen von 100 Mitarbeitern, rund 20 Prozent der Belegschaft, getrennt, nachdem mit Daniel Dienst ein neuer CEO die Führung übernommen hatte.

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Ist es nicht etwas vermessen, bei einem Unternehmen, das 353 Millionen Dollar Wert ist, von einem „Imperium“ zu sprechen? Dann wäre ja auch jedes halbwegs erfolgreiche Unternehmen im deutschen Mittelstand ein Imperium.

    1. Nee, bei Martha darf man da nicht wohl nicht so nach den Zahlen gehen… Die hat ihren Namen – im One-Woman-Alleingang – mit so vielen Produkten vermarktet, und ist dort drüben derartig bekannt, dass man mit Fug und Recht vom „Martha-Stewart-Imperium“ sprechen kann, denke ich. Sie ist eben eine US-amerikanische Erfolgsgeschichte… Deutsches Beispiel: Bei Fielmann sagt man ja auch „Brillen-Imperium“. 🙂

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige