Neue Regeln für Prüfung: Fall Mansur soll sich nicht wiederholen

Ahmed Mansur bei seiner Freilassung, nachdem er zwei Tage festgehalten worden ist.
Ahmed Mansur bei seiner Freilassung, nachdem er zwei Tage festgehalten worden ist.

Die Bundesregierung hat nach der vorübergehenden Festnahme des arabischen TV-Journalisten Ahmed Mansur eine gründlichere Prüfung solcher Fälle angekündigt. Künftig seien höhere Instanzen im Auswärtigen Amt und im Bundesamt für Justiz dafür zuständig, teilten die Ministerien am Mittwoch in Berlin mit.

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Der 52-jährige Mansur, der für den Nachrichtensender Al-Dschasira arbeitet, war am Samstag auf Bitten der ägyptischen Justiz am Flughafen Berlin-Tegel festgenommen worden. Zwei Tage später wurde er auf Drängen der Bundesregierung wieder freigelassen. Zuvor hatten Beamte im Auswärtigen Amt und im Bundesamt für Justiz entschieden, dass Mansur trotz Bedenken von Interpol in Deutschland zur Fahndung ausgeschrieben wurde.

Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, äußerte am Mittwoch Bedauern über den Fall: „Womöglich hätten wir Herrn Mansur zwei Tage in vorläufiger Haft ersparen können. Und das bedauern wir.“ Auf eine Entschuldigung gegenüber dem Ägypter, der auch die britische Staatsbürgerschaft hat, verzichtete die Bundesregierung jedoch.

Auch bleiben eine Frage zu den Hintergründen, wie es zur Festnahme kam, weiterhin offen.

(dpa)

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