Goldrausch: China bestimmt Farbgebung des Apple-Designs

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Im Interview mit der chinesischen Ausgabe von Bloomberg Businessweek lüftete Apple-Chef Tim Cook das Geheimnis um das goldene iPhone. Wer sich schon immer gefragt hat, warum Apple seit zwei Jahren seine iPhones in einer dritten Farbe – nämlich Champagnergold – anbietet, der findet die Antwort im Reich der Mitte. Weil sich Gold in China so großer Beliebtheit erfreut, gestaltete Apple sein Kultsmartphone und auch iPad in der Farbe des edlen Metalls.

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Die Überraschung vor knapp zwei Jahren waren zumindest in der westlichen Welt groß: Nicht nur ein silbernes und ein schwarzes iPhone ließ Apple im September 2013 auf neue Käufer los – sondern auch ein vergoldetes iPhone 5s. Bling Bling schlägt im Reich der Mitte den vermeintlich guten Geschmack: Gold ist schließlich seit Jahrtausenden Symbol des Wohlstandes, selbst wenn das eloxierte Aluminium des Gehäuses nur golden getönt ist.

Goldene Apple Watch in China sofort ausverkauft

Den direkten Zusammenhang zwischen Farbgebung und Nachfrage aus dem Reich der Mitte räumte Tim Cook nun im Interview mit der chinesischen Ausgabe der inzwischen zu Bloomberg gehörenden Businessweek ein. Damit unterstreicht der Apple-CEO die Bedeutung des chinesisches Marktes, der im vergangenen Quartal dank des neuen Vertriebspartners China Mobile erstmal den größten Anteil der iPhone-Absätze beisteuerte.

Vor dem Hintergrund der farblichen Vorlieben Chinas wird damit auch die Positionierung der Apple Watch klarer, die in der Edition für 11.000 bis 18.000 Euro in einem Gehäuse aus 18 Karat Gold angeboten wird. Zum Vorbestellungsbeginn Mitte April erlebte Apple mit der goldenen Ausführung seiner Uhr in China buchstäblichen einen Goldrausch: Die Apple Watch Edition war binnen einer Stunde im bevölkerungsreichsten Land der Erde ausverkauft.

Gerüchte um iPhone ohne Home Button

Um Chinas Gold-Hunger zu befriedigen, bietet Apple seit vergangenem Jahr auch das iPad Air und seit einigen Monaten sogar das neue, ultradünne MacBook mit goldfarbener Beschichtung an.

Unabhängig von den farblichen Vorlieben könnte eine einschneidende Änderung in der Benutzung von Apples Smartphone-Bestseller bevorstehen, von der die taiwanische DigiTimes erfahren haben will.

So könnten zukünftige iPhone-Generationen auf den reparaturanfälligen Home Button verzichten – und die Steuerung (inkl. Fingerabdrucksensor) ganz über das Display erfolgen. Darauf würden Hinweise aus der Zulieferkette deuten. Bis das futuristische iPhone mit smartem Display auf den Markt kommt, würden aber noch zwei Jahre vergehen, glaubt die DigiTimes.

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Alle Kommentare

  1. Was ist denn das für eine Genitivschreibung: „… das eloxierte Aluminium des Gehäuse …“? Werden Nils-Jakobsen-Artikel nicht gegengelesen? Weiterer Beleg: „… bietet Apple seit vergangenem Jahr auch sein das iPad Air …“ (entweder „sein“ oder „das iPad“).
    Der Beitrag ist zwar schon einen Monat alt, aber „es ist nie zu spät und selten zu früh“, wie ich finde.

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