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Keine Auslieferung: Fernsehjournalist Ahmed Mansur auf freiem Fuß

Der ägyptische TV-Journalist Ahmed Mansur kommt nach seiner Verhaftung wieder frei
Der ägyptische TV-Journalist Ahmed Mansur kommt nach seiner Verhaftung wieder frei

Der Haftbefehl gegen den am Samstag in Berlin festgenommenen ägyptischen Journalisten Ahmed Mansur ist aufgehoben: Das melden Zeit Online und die dpa. Unter Berufung auf Justizkreise schreiben sie weiter, dass der Al-Dschasira-Moderator auch nicht an Ägypten ausgeliefert werde. Seine Inhaftierung hatte für scharfe Kritik von Organisationen und Nahost-Experten gesorgt.

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Der prominente arabische Fernsehjournalist Ahmed Mansur kommt nach seiner Festnahme in Berlin wieder frei. Der 52-Jährige wird von Deutschland nicht an Ägypten ausgeliefert. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Justizkreisen. Nach dpa-Informationen entschied die Berliner Generalstaatsanwaltschaft, einem Rechtshilfeersuchen Ägyptens nicht nachzukommen.

Der Journalist des arabischen TV-Senders Al-Dschasira war am Samstag auf dem Flughafen Berlin-Tegel festgenommen worden, als er Deutschland wieder verlassen wollte und saß seitdem im Gewahrsam in der Justizvollzugsanstalt Moabit.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es einen ägyptischen Haftbefehl gegen den Journalisten. Dort war er in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesregierung zufolge wurde Mansur auf Basis eines über Interpol verbreiteten „Fahndungsersuchens“ festgenommen.

Mansurs Anwalt Fazli Altin hatte die Vorwürfe der ägyptischen Behörden als unbestimmt kritisiert. Demnach werde Mansur beschuldigt, Unwahrheiten verbreitet zu haben, die die innere Sicherheit Ägyptens gefährdeten.

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Die Regierung in Kairo betrachtet Al-Dschasira als Unterstützer der in Ägypten mittlerweile verbotenen Muslimbrüder. Der Sender gilt als scharfer Kritiker von Ägyptens Präsident Abdelfattah al-Sisi.

 

 

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