Snack-Falle Büro: Vorsicht vor Schoki, Backwaren & Co.

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Stress und schlechte Ernährung gehören längst zum Alltag der meisten Büroangestellten – mit steigender Tendenz. Denn je höher der Druck von Chefs, Kunden oder durch Abgabetermine, umso größer ist das Verlangen fix zu einem Stück Schokolade, Brötchen oder Gummibärchen zu greifen.

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Es ist schon eine absurde Situation: Noch nie wussten wir so viel über gesunde Ernährung wie heute, noch nie machten sich so viele Menschen Gedanken darüber, was sie wie essen. Und trotzdem steigt die Menge an kurzen – meist ungesunden – Happen, die wir uns durchschnittlich genehmigen.

Nach einer Untersuchung von Nielsen wurden zwischen 2013 und 2014 weltweit über 374 Milliarden Dollar für Snacks ausgegeben. Das ist eine Steigerung von zwei Prozent. Wichtigste Treiber der Statistik sind die westlichen Industrieländer, ausgelöst durch das gestiegene Bedürfnis, normale Mahlzeiten durch kurze, aber kalorienreiche Kleinigkeiten zu ersetzen. Für 45 Prozent sind Snacks mittlerweile sogar eine echte Alternative zu ehemals vollwertigen Mahlzeiten.

Verantwortlich für diese Entwicklung ist nach Einschätzung der Nielsen-Analystin Susan Dunn unser „geschäftiger“ und „on-the-go Lifestyle“, der längst die Nahrungsaufnahme diktiere. Die Studie von Dunn kommt zu dem Schluss, dass 64 Prozent aller 30.000 befragten Personen zwischendurch zur Schokolade greifen. An den Positionen zwei und drei liegen immerhin die gesunden Alternativen Früchte und Gemüse, gefolgt von den Kalorienbomben Kekse und Sandwiches.

Tatsächlich geht von der Büro-Schokolade die wohl größte Gefahr aus. So warnt Antje Gahl in der Süddeutschen vor allem vor dem Aufbau und der regelmäßigen Bestückung einer Süßigkeitenschublade. Wer klug sei, hätte erst gar keine Naschis gebunkert, sondern gewaschenes Obst parat. „Genauso gut sind klein geschnittene Gemüsestreifen oder eine Packung Studentenfutter oder ungesalzene Nüsse“. Weiter meint sie: „Wenn man ein bisschen abwartet, geht der Hunger auf Süßigkeiten oft vorüber.“

Allerdings gibt auch die Expertin zu, dass es nicht schädlich wäre „ab und zu Schokolade oder Süßes“ zu essen. Es darf nur nicht „zur Gewohnheit werden und sollte keinesfalls unbewusst zwischen Computerarbeit und Telefonieren passieren – und dazu verleiten Süßigkeitenschubladen nun mal.“

Die wohl gefährlichste Büro-Snack-Falle ist vermutlich weniger der Vier-Uhr-Hunger, sondern gleich das Frühstück. Das durchschnittliche Sortiment einer Bäckerei-Auslage ist für Ernährungsexperten längst ein Horror. Croissants, Franz- und belegte Brötchen. Backwaren gehören zu den hinterhältigsten Snack-Fallen im Alltag. Ihre massiven Brennwerte decken gleich in den Morgenstunden einen gewichtigen Teil des täglichen Kalorienbedarfs. So schlägt ein Croissant mit 231 Kalorien, eine Käsestange mit 295 oder 487 Kalorien zu buche. Zur Erinnerung: Frauen, die den ganzen Tag überwiegend am Schreibtisch sitzen, haben einen Grundverbrauch von nur 1.800 Kilokalorien. Die Männer kommen auf 2.300 Kilokalorien.

So ganz sollten die Kolleginnen und Kollegen allerdings dann auch nicht auf Schokolade verzichten. So kommt eine Studie zu dem Ergebnis, dass Menschen mit einer Vorliebe für Süßes im Alltag hilfsbereiter sind, als der saure Teil der Menschheit.

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Alle Kommentare

  1. Hinweg mit Euch, Ihr politisch und gesundheitlich Korrekten! Ich esse soviel (nichtvegane!) Schokolade, wie ich will!

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