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Bertels- und RTL-Mann Marcel Reichart und die vielleicht längste Visitenkarte der Welt

Nicht im Bild: Freund Hein
Nicht im Bild: Freund Hein

Der frühere MDR-Sportchef ist jetzt Teilzeit-Busfahrer in Leipzig. Marcel Reichart ist der Mann in der Branche mit der vielleicht längsten Visitenkarte der Welt. Zeit Online sucht einen Investigativling mit Superkräften. Miriam Meckel freut sich für Anne Will und Freund Hein macht Überstunden. Der MEEDIA-Wochenrückblick

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Sie haben sich das auch sicher schon oft gefragt: Was macht eigentlich Wilfried Mohren, der frühere Sportchef des MDR, der mal in einen handfesten Korruptionsskandal verwickelt war? Die Bild-Zeitung weiß es: Herr Mohren fährt Bus! Mehrmals pro Woche kutschiere er Touristen in einem Sightseeing-Bus durch Leipzig. Aber halt, das ist gar nicht sein eigentlicher Job. Mohren ist nämlich Pressesprecher des Fußball-Clubs Rot-Weiß Erfurt. Den Touri-Bus steuert er nur, um seine Busfahrer-Lizenz zu behalten. Gut, wenn man was Gescheites gelernt hat. Man weiß nie, wann man das mal brauchen kann.

Ob Marcel Reichart “was Gescheites” gelernt hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Er ist aber der Mann, der die vermutlich größte, ausklappbare Visitenkarte der Welt sein Eigen nennt. Reichart, der für Burda mal die Digital-Häppchen-Sause DLD mit-erfunden hat, hat bei der RTL Group nämlich einen neuen Top-Job bekommen. Er ist jetzt Executive Vice President RTL Digital Hub. Aber weil ihn sowas nicht ganz und gar ausfüllt, hat er sicherheitshalber seine alten Jobs beim RTL-Mutterkonzern Bertelsmann zusätzlich behalten. Marcel Reichart ist also weiterhin auch: Executive Vice President digitale Unternehmensentwicklung und Partnerschaften Bertelsmann und Mitglied der Geschäftsleitung des Corporate Centre von Bertelsmann – kurz Luft holen – sowie Mitglied der Investitionskommittees der Bertelsmann Investmentfonds in den USA, China, Europa und Indien. Uff!

Und ich bin an manchen Tagen schon mit dem Aus- und wieder Einräumen der Geschirrspülmaschine überfordert.

Darum wäre auch der Teilzeit-Job als Investigativling bei Zeit Online nichts für mich. Ja, Sie haben richtig gelesen. Das Leit-Medium der Intellektuellen, bzw. deren Online-Butze sucht eine/n 50-prozentige/n Investigativ-Redakteur/in als Vertretung. Was diese Vertretungs-Person alles können muss … da schlackert man mit den Ohren. Ein Auszug:

Einerseits vertiefen Sie sich über längere Zeit in einzelne Themen, recherchieren im Detail und verfolgen die Themenstränge auch nach der ersten Geschichte weiter; andererseits arbeiten Sie sich bei spontan auftretenden Großlagen schnell in für Sie unbekannte Fachgebiete ein und bringen bislang unbekannte Erkenntnisse ans Licht.

Für Ihre Geschichten entwickeln Sie gemeinsam mit unseren Datenjournalisten, Infografikern, Interactive Designern, Videojournalisten und Social-Media-Redakteuren neue Erzählformate insbesondere für Mobil und Social.

Sie können Erfolge in der journalistischen Recherche und in innovativen Darstellungsformen im Onlinejournalismus nachweisen und bedienen sich aller Recherchetechniken.

Es gelingt Ihnen, dass Menschen sich Ihnen gegenüber öffnen und Ihnen Informationen anvertrauen, mit denen Sie verantwortungsbewusst umzugehen wissen. Sie wissen auch, wie Sie Persönlichkeitsrechte schützen, Beschuldigte mit Ihren Erkenntnissen rechtzeitig konfrontieren sowie Ihren Auskunftsanspruch gegenüber Behörden geltend machen.

Gesucht wird also eine Art Mischwesen aus Hans Leyendecker, Cordt Schnibben, Paul Sahner, Christian Schertz und Nate Silver. Drunter geht’s bei Zeit Online nicht mehr.

Anne Will darf sich freuen. Die Gremien-Gremlins der ARD haben sie, die Vorgängerin von Günther Jauch am Sonntagabend-Talk-Sendeplatz, in einer Gremlin-Blitz-Konferenz gleichzeitig zu dessen Nachfolgerin bestimmt. Sie wissen schon, was ich meine. Anne Wills Lebensgefährtin Miriam Meckel, hat sich auch gefreut und dies via Twitter kundgetan. Motto: Sag’ es mit einem Song: “Immer wieder Sonntags” und  “Come back and stay”.

Ansonsten entwickelt sich “Sterben” zum unerfreulichen Sommer-Trend. Kurz hintereinander sind Jetzt Paul Sahner, Alfred Neven DuMont, Pierre Brice, James Last und Christopher Lee gestorben. Und der Erfinder der Playmobil-Männchen und Doku-Filmer Ernst Waldemar und Internet-Vordenker Peter Kruse auch noch. Jessas. Folgendes Bild aus dem Twitterversum fasst einige der prominenteren Todesfälle der jüngsten Zeit ganz gut zusammen:

Nicht irritieren lassen. Immer weiter!

Und ein schönes Wochenende!

 

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Alle Kommentare

  1. …echt schwierig mit den Gremlins. Die tagen nämlich erst noch, anders als die ARD-Intendanten, die es wahrscheinlich auch müde sind mit ihren Kontrolleuren verwechselt zu werden – bei meedia.de und im verwandten Handelsblatt, wo Kollege Hans-Peter Siebenhaar, seines Zeichens Medienjournalist, Intendanten und Rundfunkrat auch schon mehr als einmal verwechselt hat – letztere nach übrigens Jauch Gremlins, wohl weil die ihm die Werbezusatzeinnahmen 2007 partout nicht gönnen wollten und auch später im Vertrag nicht gönnten…hilfreich zu Anne Will und dem Gremienvorbehalt folgender Link: https://www.ndr.de/der_ndr/presse/mitteilungen/Anne-Will-ab-2016-wieder-sonntags-im-Ersten-,pressemeldungndr15938.html
    Grüße vom Gremlin

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