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Spotify nimmt den Kampf gegen Apple mit 526 Millionen Dollar Frischgeld auf

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So sieht ein beherzter Konter aus: Zwei Tage nach Apples Launchankündigung des Streamingdienstes Apple Music bringt sich Spotify in Stellung. Gründer Daniel Ek verkündete erst das Wachstum auf 75 Millionen Mitglieder, dann vermeldete das Wall Street Journal den Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde in Höhe von über einer halben Milliarde Dollar. Spotifys langfristiger Erfolg erscheint dennoch fraglich.

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Die Kampfansage konnte lauter kaum sein: Nach 15 Jahre nach dem Start von iTunes kündigte Apple am Montagabend die Generalüberholung seiner Musik-Plattform an – der Streaming-Dienst Apple Music  wird ab dem 30. Juni in 100 Ländern der Welt (inklusive Deutschland) den Betrieb aufnehmen. Apple Music, das mit „Connect“ Künstlerseiten im Stile von MySpace und mit Beats 1 einen globalen 24/7-Internetradiosender mit Star DJs anbietet, kann gegen eine Gebühr von 9,99 Dollar/Euro im Monat für einen Nutzer oder 14,99 Dollar/Euro im Monat als Familien-Account abonniert werden.

Angesichts von fast 900 Millionen iTunes Accounts ist klar, womit die Konkurrenz nun zu rechnen hat: Mit der Dominanz eines neuen 800 Kilo-Gorillas, der die Musik-Landschaft nach Belieben umpflügen wird. Den Launchtag am 30. Juni dürfte der wackere Spotify-Gründer Daniel Ek wohl sein Leben nicht vergessen: Es dürfte der Tag sein, an dem sein Streaming-Imperium nach acht Jahren des expansiven Wachstums in einen Abwehrkampf gedrängt wird. „Oh ok“, lautete die vielsagende – und mittlerweile gelöschte – Reaktion von Ek auf Twitter auf die Apple Music-Enthüllung – es sollte wohl gespielte Gleichgültigkeit ausdrücken.

20 Millionen zahlende Abonnenten, 526 Millionen Dollar frisch Mittel

Dass die Schweden, die ihr Angebot gerade erst radikal in Richtung Videos erweitert haben, nicht kampflos das Feld räumen werden, machte Ek tags darauf deutlich. Per Blogeintrag teilte Spotify mit, wie dynamisch sich die Geschäfte auch in den vergangenen Monaten entwickelt hatten. Fünf Monate, nachdem der weltgrößte Musik-Streaming-Dienst 60 Millionen Mitglieder – davon 15 Millionen zahlungswillige Abonnenten – vermeldet hatte, zog das Wachstum nun auf 75 Millionen Nutzer und 20 Millionen Abonnenten an.

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526 Millionen Dollar frische Mittel sammelte das auch schon neun Jahre alte Internet-Unternehmen zudem in einer neuen Finanzierungsrunde zu einer Bewertung von nunmehr 8,53 Milliarden Dollar ein, wie das Wall Street Journal berichtete.

Apple Music strebt 100 Millionen Abonnenten an

Seit der Gründung 2006 konnte Spotify damit insgesamt bereits über eine Milliarde Dollar Wagniskapital einsammeln. Spotify braucht das Geld allerdings auch, um sein Wachstum zu finanzieren: Im vergangenen Geschäftsjahr verdreifachten die Schweden bei Umsätzen von 1,3 Milliarden Dollar die Verluste auf 197 Millionen Dollar.

Ob die neuerlichen üppigen Mittelzuflüsse reichen, um den Großangriff von Apple zu kontern, ist allerdings eine andere Frage: Nach Informationen von Brancheninsidern strebt der wertvollste Konzern der Welt mit Apple Music die magische Marke von 100 Millionen Abonnenten an – zahlungspflichtigen, wohlgemerkt…

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