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Weil Jesus mit Füßen getreten wird: Bahn entfernt umstrittenes Jesus-Plakat der Ruhrtriennale

„Arbeit stinkt“: Mit diesem Plakat wirbt die Ruhrtriennale auf Bahnhofsfußböden.
"Arbeit stinkt": Mit diesem Plakat wirbt die Ruhrtriennale auf Bahnhofsfußböden.

Das Kunstfestival Ruhrtriennale muss sich die Einschränkung einer Werbekampagne gefallen lassen, weil es mit einem Jesus-Motiv auf Bodenplakaten geworben hat. Anhänger der katholischen Kirche kritisieren, dass Jesus mit Füßen getreten werde.

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Mit den Plakaten wurden vorwiegend Fußböden in Bahnhöfen ausgelegt, über die täglich hunderttausende Pendler und Reisende laufen. Es verletze die religiösen Gefühle, „wenn Passanten Jesus Christus tausendfach ins Gesicht treten“, kritisiert ein Mitglied der katholischen Gemeinde gegenüber der WAZ.

Wie die WAZ weiter berichtet, hätten Christen sogar Gruppen gebildet, um die ausgelegten Plakate zu schützen. So stellten sie sich um das Abbild Christi herum, damit es nicht beschädigt wird. Darüber hinaus protestierten sie mit Plakaten, dass Jesus kein „Fußabtreter“ sei.

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Die Ruhrtriennale wirbt in diesem Jahr mit Jesus und 15 weiteren Motiven für das Kulturfestival. Alle beziehen sich auf das diesjährige Eröffnungsstück „Accattone“, in dem es um eine Leidensgeschichte eines Arbeitslosen geht. Das Jesus-Plakat ist bedruckt mit den Worten „Arbeit stinkt“. Auf dem Oberkörper der Figur ist der Spruch „Dein Wille geschehe“ tätowiert. Gegenüber der WAZ erklärte eine Sprecherin der Triennale, dass es „in keiner Weise beabsichtigt“ gewesen sei, „den christlichen Glauben zu diffamieren oder religiöse Gefühle zu verletzen“.

In Essen und in Bochum reagierte mittlerweile die Deutsche Bahn und entfernte die Plakate aus Sicherheitsgründen. Durch die Proteste sei es zu Menschenansammlungen gekommen. Laut WAZ seien die Plakate in Köln und Duisburg weiterhin betretbar.

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