Anzeige

Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten bekommen Gemeinschaftsredaktion

Die Chefredakteure Joachim-Dorfs (Stuttgarter Zeitung, re.) und Christoph-Reisinger (Stuttgarter Nachrichten)  bedienen sich künftig aus einem zentralen Redaktionspool
Die Chefredakteure Joachim-Dorfs (Stuttgarter Zeitung, re.) und Christoph-Reisinger (Stuttgarter Nachrichten) bedienen sich künftig aus einem zentralen Redaktionspool

Im Südwesten rückt man zusammen. Die Redaktionen von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten werden zusammengelegt. Beide Zeitungsmarken sollen aber als eigenständige Titel mit eigenen Chefredaktionen bestehen bleiben. Auch einige Stellen fallen weg.

Anzeige
Anzeige

“Flexible Gemeinschaftsredaktion” hat man sich in Stuttgart als Schlagwort für die umfangreiche Redaktions-Fusion ausgedacht. Die Aktion wird von den Machern programmatisch als Zukunftsprogramm, als den “neuen Stuttgarter Weg” verkauft. Konkret bedeutet dies, dass künftig neun gemeinsame Ressorts Inhalte für beide Zeitungen produzieren. Dazu gehört das neu gegründete Ressort “Multimediale Reportage”, in dem Reporter gemeinsam mit Videoredakteuren und einem Webdesigner künftig digitales Storytelling aus dem Schwabenland liefern sollen.

Die Chefredaktionen beider Titel bleiben getrennt mit Joachim Dorfs als Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung und Christoph Reisinger als CR der Stuttgarter Nachrichten. Getrennt bleiben die Art Direktionen. Darüber hinaus soll jede Zeitung zwölf “exklusive Autoren” behalten, die nur für sie da sind. Die “Exklusiv-Autoren” sollen vor allem über Landespolitik, Lokalpolitik, Wirtschaft, Kultur und Sport schreiben.

“Mit unserem Zukunftsprogramm schaffen wir jetzt die Voraussetzungen für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unserer beiden erfolgreichen Marken Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten”, sagt Richard Rebmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH), zu der die beiden Titel gehören. “Durch unsere neue Organisationsstruktur in der flexiblen Gemeinschaftredaktion werden Kräfte frei, die wir in die quantitative und qualitative Ausweitung unseres schon jetzt erfolgreichen Digitalangebots investieren können“, so Reisinger. Dorfs ergänzt: “So können wir die Informationsbedürfnisse unserer Leser künftig besser von morgens früh bis in den späten Abend auf unterschiedlichen Kanälen befriedigen.“

Anzeige

Die Inhalte werden künftig in einem gemeinsamen Newsroom produziert, in dem auch die Digital-Abteilungen sitzen. 30 bis 35 Stellen werden durch die Neustrukturierung wegfallen. Der Abbau soll möglichst sozialverträglich über freiwillige Abfindungsregelungen geschehen. Zehn bis 15 neue Stellen sollen geschaffen werden. Die neue Gemeinschaftsredaktion wird rund 240 Vollzeitmitarbeiter haben und dem Tarifvertrag angehören. Die Umbaumaßnahmen beginnen praktisch sofort. Voll funktionsfähig soll die neue Gemeinschaftsredaktion im zweiten Quartal 2016 sein.

Vor kurzem wurde bereits bekannt, dass die Online-Redaktionen der beiden Zeitungen zusammengelegt werden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Hallo und guten Tag.

    Bevor das grosse „Verlags- Heulen “ los ging, Auflagenverluste und Themenwiederholungen, habe ich in Verlagshäuser versucht meine Konzepte anzubringen. Leider hatten zuständige, leitende Herren und Damen die Hochmut gepachtet. Jetzt rennen sie alle in die gleiche Richtung, wie auch Herr “ Global „. Alles einheitlicher Inhalt und Langeweile. Presse und Portale verändern keine Welt. Das ist heute meine Überzeugung. Viel Spass mit dem WEITER – SO.

  2. Als im Mai 1974 die Neue Württembergische, Göppingen, geopfert wurde, um in Stuttgart die StN zu retten und das „Stuttgarter Modell“ zu etablieren, nämlich die Konzentration der Redaktionen der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten im neuen Druckzentrum auf den Höhen Plieningens zu etablieren, genannt „Konkurrenz unter einem Dach“ – da spekulierten, unkten und behaupteten die ewigen Besserwisser: das geht nicht gut, die gehen zusammen. Immerhin hat das Stuttgarter Modell 41 Jahre Bestand gehabt. . .

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*