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Günther Jauch hört mit seinem ARD-Talk auf – zum Ende des Jahres

Nie ohne seine Kärtchen: Günther Jauch
Nie ohne seine Kärtchen: Günther Jauch

Günther Jauch gibt die Moderation seiner sonntäglichen ARD-Talkshow zum Ende des Jahres mit Auslaufen des aktuellen Vertrages ab. Der NDR hatte ihm eine Verlängerung angeboten, Jauch lehnte aber "aus beruflichen und privaten Gründen" ab.

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„Über das Angebot der ARD zur Vertragsverlängerung habe ich mich sehr gefreut. Sowohl aus beruflichen als auch aus privaten Gründen habe ich es nicht angenommen“, so Günther Jauch. Lutz Marmor, NDR-Intendant und ARD-Vorsitzender: „Wir danken Günther Jauch für die erfolgreiche Zusammenarbeit und respektieren seine Entscheidung. Er hat mit seiner Sendung oft die politische Agenda geprägt und für das Erste neue Zuschauer gewonnen. Sein Talkformat ist pointiert, hintergründig, emotional und auch mal unterhaltsam aufbereitet – passend für den Sonntagabend.“

„Günther Jauch“ erreichte im Schnitt aller bisherigen Sendungen 4,62 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 16,2 Prozent.  Der NDR betont, dass dies die besten Werte für eine Talksendung im deutschen Fernsehen sind. Allerdings ist der Sendeplatz sonntags nach dem „Tatort“ wohl auch der beste im deutschen Fernsehen. Günther Jauch profitierte ohne Zweifel stark von den Quoten der beliebten Sonntagskrimis.

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Inhaltlich wurde seine Gesprächsführung in der Talkshow immer wieder hart kritisiert. Jauch wirkte oft überfordert damit, die Diskussion zu leiten, klammerte sich zu sehr an vorgefertigten Fragen fest. So wurde Jauch u.a. stark für seine Moderation der Sendung kritisiert, in der der griechische Finanzminister Varoufakis zu Gast war. Jauch fing beispielsweise schon wieder an, mit seinen Studiogästen zu diskutieren, während Varoufakis noch nicht ausgeredet hatte.

Jauchs ARD-Talk war von Beginn an ein Politikum. 2011 übernahm er den Sendeplatz von Anne Will, die mit ihrer Talkshow auf den unattraktiven späten Mittwochabend umziehen musste, dort seither aber einen exzellenten Job macht. Eine frühere Verpflichtung Jauchs scheiterte an einem Rückzieher des Moderators. Dass Jauch im zweiten Anlauf mit über zehn Mio. Euro pro Jahr für die Produktion der Sendung sehr teuer bezahlt war, sorgte anfangs für Unmut in den Reihen der ARD. Auch kam es nicht überall in der ARD gut an, dass der beliebte Moderator trotz seiner Verpflichtung als „ARD-Gesicht“ weiter auch in Diensten von RTL stand und dort u.a. die Quizshow „Wer wird Millionär?“ weiter präsentierte.

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Alle Kommentare

  1. Endlich!
    Und mit einem Nachfolger kann man sich auch Zeit lassen. Diese Sendung dient sowieso nur dazu, mehr zu kaschieren, als zu diskutieren.

  2. Welches der Wörter soll nach dem Gedankenstrich in der Headline der Gedanken sein? Ich sehe nur eine Zeitangabe, die im Deutschen vor „ab“ gehört.

  3. In den letzten Monaten wurde aus meiner Sicht immer klarer, dass Günther Jauch das ihm zugeschriebene Niveau an politischem Talk nicht halten konnte.
    Ich habe seine Sonntagabend Sendung in letzter Zeit kaum mehr gesehen.

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