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TV-Verträge noch nicht fix: Startet Apples Streaming-Dienst erst 2016?

Apple CEO Tim Cook, potenzielle Partnersender für Web TV: Verhandlungen dauern an
Apple CEO Tim Cook, potenzielle Partnersender für Web TV: Verhandlungen dauern an

Nach dem Fernseher nun der Dämpfer für die Set-Top-Box: Wie das Techblog re/code berichtet, wird Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC in der nächsten Woche doch nicht sein kostenpflichtiges Streaming-Angebot verkünden. Der Grund: Die Verhandlungen mit den US-Fernsehgesellschaften ziehen sich weiter hin. Vorgestellt werden soll die vierte Generation vom Apple TV aber trotzdem.

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Das Warten könnte in die nächste Runde gehen. Fünf Tage vor dem Start von Apples Entwicklerkonferenz WWDC hat das stets gut informierte Techblog re/code für Apple-Fans eine kalte Dusche parat – eine Ankündigung des langerwarteten Premium-Streaming-Dienstes, der Inhalte von ABC, CBS und Fox kostenpflichtig bündeln sollte, wird es auf der Keynote am kommenden Montag wohl nicht geben.

Vorausgegangen war vor zwei Wochen bereits die Absage an den längst mythisch verklärten Apple-Fernseher. Das Wall Street Journal hatte berichtet, dass Apple seine Fernsehpläne nach einer zehnjährigen Entwicklungsphase im vergangenen Jahr auf Eis gelegt habe, weil der Techpionier kein Killerfeature für den Fernseher gefunden hätte.

Start von Streaming Service mit ABC, CBS und Fox war erwartet worden

Doch auch ohne ein physisches Fernsehgerät, so schien es, könnte Apple weiter an seinen Plänen festhalten, die TV-Industrie maßgeblich zu revolutionieren – mit einer Weiterentwicklung der bisherigen Set-Top-Box Apple TV, deren nächste Generation unmittelbar bevor zu stehen scheint. Die Einladung zur WWDC deutete ein neues Apple TV in Form eines abgerundeten Quadrats in der Mitte als „Epizentrum der Veränderung“ bereits an.

So wurde erwartet, dass Apple auf der WWDC beim Ausblick auf die vierte Generation von Apple TV nun einen Streaming-Service ankündigen würde, der die Inhalte der großen US-Fernsehgesellschaften beinhaltet. Mit ABC, CBS und Fox seien gleich drei große Senderfamilien für das neue TV-Angebot, das bis zu 25 Sender umfassen soll, an Bord, berichtete das Wall Street Journal bereits vor zwei Monaten.

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Apples Premium-TV-Angebot, das zwischen 30 und 40 Dollar im Monat kosten soll, würde damit in Konkurrenz zum für den US-Markt typischen Kabel-Abo treten, das sich schnell bis auf 100 Dollar pro Monat summieren kann und Hunderte TV-Kanäle enthält. HBO hatte seine Standalone-App bereits im April auf Apples Set-Top-Box gelauncht.

Gespräche nicht so weit fortgeschritten

Wie re/code berichtet, wären die Gespräche über eine Kooperation aber nicht so weit fortgeschritten, dass Apple kommende Woche eine Ankündigung machen könne. Der Launch könnte sich bis zum Jahresende oder sogar 2016 verschieben, hieß es. Die Vorstellung der vierten Generation von Apples Set-Top-Box soll nächste Woche aber trotzdem erfolgen.

Erwartet wird, dass das neue Apple TV neue Content- und Gaming-Angebote umfassen und HomeKit integrieren dürfte und damit zur Schnittstelle von Heimautomatisierungslösungen wird. In anderen Worten: Apple TV könnte Cupertinos Tor zur Smart Home-Welt werden – und damit gleichzeitig die Antwort auf den vor einem Jahr von Google übernommenen Raumthermostat- und Rauchmelder-Anbieter Nest.

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