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Verleger-Legende Alfred Neven DuMont ist tot

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Rund zwei Monate nach seinem 88. Geburtstag ist der Kölner Verleger Alfred Neven DuMont am Samstag verstorben. Erst im Januar hatte er seinen Aufsichtsratsvorsitz der Mediengruppe DuMont Schauberg abgegeben. Neven DuMont lenkte die Geschicke des Verlagshauses Jahrzehnte lang.

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1953 – im Alter von 26 – trat Neven DuMont in den Verlag DuMont Schauberg ein und übernahm nach und nach die Aufgaben seines Vaters Kurt Neven DuMont. Ab den 1960er Jahren steuerte er das Unternehmen zusammen mit Dieter Schütte, Schwiegersohn von August Neven DuMont.

1964 gründete Alfred Neven DuMont die Boulevardzeitung Express, die sich in ihren besten Zeiten mehr als 300.000 mal verkaufte. Bis zu seinem Tod war er Herausgeber des Blattes – ebenso wie seit 1967 der des Kölner Stadt-Anzeigers und seit 1991 der der Mitteldeutschen Zeitung.

1990 wechselte Neven DuMont an die Spitze des Aufsichtsrates von M. DuMont Schauberg – wo er bis zum Januar 2015 blieb.

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Christian DuMont Schütte, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Mediengruppe M. DuMont Schauberg: „Mit Alfred Neven DuMont ist eine herausragende Persönlichkeit von uns gegangen, die das Unternehmen mehr als ein halbes Jahrhundert lang entscheidend geprägt hat. Der Gründungsherausgeber der rheinischen Boulevardzeitung Express hat maßgeblich die Geschicke der Zeitungen, allen voran des Kölner Stadt-Anzeiger, beeinflusst. Neben seiner Leidenschaft für Publizistik war dem Mäzen die Förderung von Kunst und Kultur eine Herzensangelegenheit, vor allem in seiner Heimatstadt Köln. Der Verlust meines langjährigen Partners trifft mich schwer. Er wird in unserem Familienunternehmen eine große Lücke hinterlassen.“

Alfred Neven DuMont hinterlässt seine Frau Hedwig und seine Kinder Isabella und Konstantin.

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Alle Kommentare

  1. Mir gefällt nicht so ganz, wie er jetzt überall als Heiland der Meinungsfreiheit gepriesen wird. Das war ein ziemlich übler Zensor. Einmal was Falsches geschrieben, schon waren die Leute auf der Straße.

    1. Die Heuchelei gehört zum guten Ton. Wer zu den Guten gehört, darf auch zensieren. Man muss jetzt beim Fernseher die Fernbedienung immer in der Hand behalten, um die Heuchelei um den großen Verleger schnell weg zu zappen.

  2. R.I.P., Alfred, als „Legende“ lebst du weiter, und überlebst wohl auch das letzte Aufbäumen deiner Zunft mit Qualitätsjournalismus als Nischenprodukt des Portfolio der zukünftigen Medien-Holding- Mischkonzerne.

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