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Von wegen „live“ vom „GNTM“-Finale: ProSieben sendete auch „red!“ als Aufzeichnung

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Nach dem Abbruch der Finalshow am 14. Mai 2015 wurde “Germany’s next Topmodel" nun in New York aufgezeichnet. Das "finale Finale" von "GNTM" sollte der krönende Abschluss der zehnten Staffel sein – und wurde zum langweiligen Abklatsch. Danach strahlte der Sender das Star-Magazin "red!" mit Annemarie Carpendale "live" aus. Problem: Natürlich war auch diese Sendung vorproduziert, vermittelte aber durch den "Live"-Button den Eindruck einer Livesendung.

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Wir erinnern uns: Am 14. Mai wurde die erste Show in der SAP Arena in Mannheim aufgrund einer anonymen Bombendrohung vorzeitig abgebrochen. 10.000 Menschen konnten bei der großen Live-Show damals nicht bis zum Ende mitfiebern. Nun, zwei Wochen später, also das „finale Finale“. Bereits am Wochenende wurde „GNTM“ in den USA abgedreht, wie der Sender mitteilte. Dafür ließ ProSieben hundertfünfzig Freunde und Familienmitglieder der Kandidatinnen nach New York einfliegen – irgendjemand musste ja vor Begeisterung klatschen.

Statt Final-Spannung, gibt es zum Start der Sendung aber erst einmal eine 70-minütige Doku über die Bombendrohung. Der Beginn eines ziemlich langen und ausgesprochen öden TV-Abends. Die Kandidatinnen laufen ein paar Mal über den Laufsteg und posieren in der Mitte für Fotografen – fertig ist die Show. Achso, eine Siegerin gibt es am Ende dieses Abends natürlich auch: Vanessa aus „Schabbisch Gläbbisch“ Bergisch Gladbach, Heidi Klums Heimatort, macht das Rennen.

Red – das „Live“-Stylemagazin

Als es dann endlich vorbei ist, scheint es zu Beginn des Star-Magazins „red!“ so, als sei die Siegerin von „GNTM“ tatsächlich gerade erst gekürt worden. Annemarie Carpendale steht hübsch angezogen auf der Bühne und unterhält sich mit der neuen Siegerin Vanessa, die vor Glück nur rum kreischt. „Live“ steht oben rechts in der „ProSieben“-Ecke und die Twitter-Gemeinde fragt sich: Wie geht das denn?

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Annemarie Carpendale steht im Studio und führt Interviews mit den „GNTM“-Finalistinnen, danach sieht man sie auf der After-Show-Party mit einem komplett anderen Outfit und später auf dem Times Square. Livesendungen sehen definitiv anders aus.

Livesendung muss Live bleiben

Die Definition einer Livesendung ist ziemlich simpel: Damit eine Livesendung als solche gekennzeichnet sein darf, darf sich zwischen dem Originalbild und dem Übertragungsbild eine maximale Verschiebung von 100 Sekunden befinden. Das schien hier nicht der Fall zu sein. Auf MEEDIA-Anfrage gab dann auch ein Sprecher von ProSieben zu: „Es war ein technischer Fehler, weil die Sendung in Echtzeit aus der Regie gefahren wurde.“ Der Button verschwand, laut Aussage des Sprechers, zum Ende der Sendung wieder.

 

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