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„Teuerster öffentlich-rechtlicher Rundfunk der Welt“: Haucap kritisiert ARD/ZDF

Die öffentlich-rechtlichen Sender beziehen Mal wieder Haue, weil sie zu groß, zu mächtig und zu teuer wären. Diesmal kritisiert der frühere Vorsitzende der Monopolkommission, Justus Haucap, im Spiegel ARD und ZDF scharf: „Politische Information oder Kulturangebote sind bloß Krümel im Kostenblock der Sender. Warum brauchen wir Seifenopern für die Demokratie? Das ist eine billige Konstruktion.“

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Nach Einschätzung des Volkswirtschaftsprofessors rechtfertigt das Argument, dass eine Demokratie ein öffentlich-rechtliches Sendersystem braucht, nicht die Größe der Deutschen Anstalten. Zudem hält er die Argumentation der Sender, mit populären Angeboten mehr Zuschauer für politische Informationen gewinnen zu können, für eine Farce: „Zuerst schauen die Menschen Helene Fischer und dann ‚Monitor‘? Das ist Gerede aus der analogen Welt. Im Zeitalter des Internets gilt das nicht mehr. Es wird entbündelt – Sport konsumiert man hier, Politiknachrichten dort.“ Haucap weiter: „Die Legitimation ist weg, aber ARD und ZDF ziehen sich nicht zurück. Eher dehnen sie sich aus, um die Stellung zu behalten. Das ist so, als würde die Bundeswehr sagen, der Kalte Krieg ist vorbei, lass uns aufrüsten.“

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