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Quo Vadis Castingshow? „GNTM“ und „DSDS“ auch 2015 mit Zuschauer-Verlusten

Die aktuellen Jurys aus „Germany’s next Topmodel“ und „Deutschland sucht den Superstar“
Die aktuellen Jurys aus "Germany's next Topmodel" und "Deutschland sucht den Superstar"

Am Donnerstag ging mit zwei Wochen Verspätung - Stichwort Bombendrohung - die zehnte Staffel von "Germany's next Topmodel" zu Ende. "Deutschland sucht den Superstar" lief 2015 bereits zum zwölften Mal. Beide ehemaligen Castingshow-Giganten verloren erneut Zuschauer, hatten ein so kleines Publikum wie nie. Dennoch wird es 2016 weiter gehen.

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Nur 2,30 Mio. Leute schalteten das aufgezeichnete Finale von „Germany’s next Topmodel“ am Donnerstag ein. Selbst wenn ein Vergleich mit den großen Live-Finals der Vorjahre etwas hinkt: 2014 sahen noch 3,16 Mio. zu, im Rekordjahr 2009 sogar 4,59 Mio. – also rund doppelt so viele wie diesmal. Zahlen, die zeigen, dass „Germany’s next Topmodel“ viel von seinem Glanz verloren hat.

Im Staffel-Durchschnitt kam Heidi Klums Model-Suche in diesem Jahr noch auf 2,43 Mio. Zuschauer – das Finale lag also sogar unter diesem Wert. Im Vergleich zu 2014 ging es hier von 2,67 Mio. Sehern also um 240.000 nach unten – ein Minus von 9%. Bei den für ProSieben wichtigen 14- bis 49-Jährigen gingen von den 1,80 Mio. des Jahres 2014 sogar genau 10% abhanden – 1,64 Mio. sahen die 16 Folgen 2015. Selbst wenn das Finale 2015 so stark gelaufen wäre wie 2014 hätte es nicht gereicht, an das Normalniveau des Vorjahres heran zu kommen. Auch hier nochmal der Vergleich zum Rekordjahr 2009, als Sara Nuru als Siegerin hervor ging: 3,81 Mio. sahen damals im Durchschnitt zu, darunter 2,88 Mio. 14- bis 49-Jährige. Der Zielgruppen-Marktanteil betrug damals 24,1%, 2015 noch 14,8%.

Ähnlich die Situation bei „Deutschland sucht den Superstar“: 4,15 Mio. Zuschauer im Durchschnitt der 2015er-Staffel sind auch hier ein neuer Tiefstwert. Im Vergleich zu 2014 gingen 80.000 Seher pro Ausgabe verloren, bei den 14- bis 49-Jährigen sogar 150.000. Von den Zahlen der Rekordstaffel 2002/03, als insgesamt noch 7,02 Mio. dabei waren – und bei den 14- bis 49-Jährigen 4,23 Mio. – kann RTL nur noch träumen. Unglaublich: Damals verfolgten das Finale mit dem Sieger Alexander Klaws unfassbare 12,50 Mio. Menschen.

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Völlig unzufrieden wird RTL dennoch nicht sein, denn die Staffeln 2013, 2014 und 2015 liefen allesamt auf einem ähnlichen Niveau. Auch wenn weniger zusahen als 2014, waren es doch nicht radikal weniger. Der Absturz zwischen den Jahren 2011 (6,48 Mio.) und 2013 (4,17 Mio.) scheint halbwegs gestoppt.

Ohnehin gibt es bei RTL und ProSieben keine Diskussion, die beiden Casting-Shows zu stoppen. „DSDS“ ist für RTL mit einem Durchschnitts-Marktanteil von 21,5% bei den 14- bis 49-Jährigen immer noch eins der erfolgreichsten Programme. Und auch die 14,8% für „Germany’s next Topmodel“ liegen klar über dem ProSieben-Normalniveau von etwa 11%. Dennoch dürfte es auch 2016 wieder Änderungen geben. Insbesondere bei DSDS, wo sich die Entscheidungs-Phase mit den peinlichen Parkplatz-Shows als Quoten-Tiefpunkte der Staffel erwiesen. Ohne diese Delle wäre „DSDS“ 2015 womöglich sogar über „DSDS“ 2014 gelandet. Es wird also weiter gehen mit den beiden Castings – sicher aber auch 2016 in etwas anderer, vielleicht wieder günstigerer Form.

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Alle Kommentare

  1. Haben die Leute den kein Herz Severino hat es bereut er versucht fur seine Tatten grade zu stehen bin sicher er wird halten was er zugibt ich weisses nicht was seid plus fur Menschen?

  2. Die Erklärung ist einfach und logisch: Beides – DSDS und GNTM – sind quotengierige Programshows, sind die Gesundheit der jungen Menschen verachtende, von bestimmten Medien – auch hier bei meedia – hochgejazzter Füllmüll im TV-Programm, ohne irgendeine Relevanz. Warum, zum Teufel, beschäftigen sich halbwegs ernsthafte Programmbegleiter mit diesem – gestatten: Scheiss? Darin liegt die Ursache des vermeintlichen TV-Erfolgs. Es ist: ein Desaster.

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