Abgespecktes „Topmodel“-Finale enttäuscht, Relegationsspiel HSV-KSC dominiert

Die 2015er-Jury von „Germany’s next Topmodel“: Thomas Hayo, Heidi Klum und Wolfgang Joop (v.l.n.r.)
Die 2015er-Jury von "Germany's next Topmodel": Thomas Hayo, Heidi Klum und Wolfgang Joop (v.l.n.r.)

9,32 Mio. Fans haben am Donnerstagabend das erste Relegationsspiel zur Bundesliga zwischen dem HSV und Karlsruhe im Ersten gesehen - ein grandioser Marktanteil von 30,1%. Auch in den jungen Zielgruppen gewann der Fußball deutlich. Chancenlos war das nach der Bombendrohung von vor zwei Wochen deutlich abgespeckte "Germany's next Topmodel"-Finale.

Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. Relegation deutlich erfolgreicher als 2014

Auch wenn das Hinspiel der Bundesliga-Relegation Unentschieden ausging, hat es dennoch einen Sieger hervor gebracht: Das Erste. Denn: Die 9,32 Mio. Zuschauer und der Marktanteil von 30,1% sind großartige Werte. Im Vergleich zum Jahr 2014, als die Relegation auch schon ein großer Erfolg war, ging es noch einmal ein großes Stück nach oben. Damals sahen die beiden Matches zwischen dem Hamburger SV und Greuther Fürth 8,50 Mio. und 7,33 Mio. Fans. Auch in den jungen Zuschauergruppen war das Spiel nicht zu schlagen: mit 4,82 Mio. 14- bis 59-Jährigen und 28,2% gewann es ebenso wie mit 3,15 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 27,8%.

2. Nachgeholtes „Topmodel“-Finale kann nicht überzeugen

Nur 2,30 Mio. Leute wollten am Donnerstagabend das endgültige Finale von „Germany’s next Topmodel“ sehen, das nötig geworden war, nachdem das eigentliche Finale vor zwei Wochen wegen einer Bombendrohung abgebrochen werden musste. Auch im jungen Publikum war das Publikums-Interesse recht gering: 1,47 Mio. 14- bis 49-Jährige reichten nicht annähernd dafür, dem Fußball gefährlich zu werden und entsprachen nur blassen 13,3%. Natürlich ist es etwas unfair, die abgespeckte Sendung mit den Live-Finals vergangener Jahre zu vergleichen, aber der Final-Tiefstwert lag bisher bei 1,96 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 17,7%.

3. Fußball pusht auch die „extra 3“-Zahlen, ZDF schlägt mit Pilcher die Privaten

Tolle Zuschauerzahlen verzeichnete am späten Abend auch das Satire-Magazin „extra 3“. Direkt nach dem Fußball sahen ab 22.45 Uhr noch 2,69 Mio. Leute zu – ein starker Marktanteil von 15,0%. Im jungen Publikum sprang die Sendung mit 950.000 14- bis 49-Jährigen und 13,2% noch deutlicher über die Normalwerte des Ersten. Der schärfste Konkurrenz zum Fußball hieß unterdessen „Rosamunde Pilcher: Liebe am Horizont“. 4,04 Mio. bescherten der Wiederholung aus dem Jahr 2010 immerhin einen Marktanteil von 13,0%.

4. „Criminal Minds“ besiegt „Cobra 11“

Auch wenn die „Topmodel“-Quoten nicht sonderlich gut waren, reichten sie aus, um ProSieben die Prime-Time-Marktführerschaft unter den Privatsendern zu bescheren. Sowohl im Gesamtpublikum als auch in der jungen Zielgruppe blieben Sat.1 und RTL dahinter. Dieses Duell entschied im Übrigen Sat.1 für sich: Die beiden „Criminal Minds“-Episoden blieben ebenfalls insgesamt und im jungen Publikum vor „Alarm für Cobra 11“. „Criminal Minds“ erzielte dabei insgesamt schwache 6,8% und 6,9%, bei 14-49 solide 9,5% und 9,1%. „Cobra 11“ floppte mit 6,4% und 6,3% im Gesamtpublikum, sowie mit 9,1% und 8,5% bei den 14- bis 49-Jährigen.

5. Vox enttäuscht mit „Twilight“, Super RTL punktet mit „Vermisst“

In der zweiten Privat-TV-Liga musste Vox erfahren, dass der ehemalige „Twilight“-Hype zu Ende ist. Nur 610.000 14- bis 49-Jährige entschiede sich für „Twilight – Biss zum Morgengrauen“ – schwache 5,5%. RTL II kam mit den „Kochprofis“ und dem „Frauentausch“ auf solide 6,3% und 6,7%, bei kabel eins erreichte „Das geheime Fenster“ nur miserable 3,1%. Über Soll – insbesondere im Gesamtpublikum – landete hingegen Super RTL in der Prime Time: 1,12 Mio. sahen „Vermisst“ – 3,6%. Die Nummer 1 im Pay TV war am Donnerstag ebenfalls das Relegationsspiel: 300.000 Fans verfolgten es bei Sky – ein Marktanteil von 1,0%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige