Schützenhilfe von Bild: Diekmann druckt Rabauken-Text des Nordkurier

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Das Amtsgericht Pasewalk verurteilte einen Reporter des Nordkurier zu 1.000 Euro Strafe, weil er einen Jäger, der ein totes Reh per Anhängerkupplung über eine Landstraße schleifte, "Rabauke" genannt hat. Nun bekommt der Verurteile Schützenhilfe von Deutschlands größter Tageszeitung. Bild bringt den beanstandeten Text am Donnerstag im Original.

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Im Sommer 2014 berichtete der Nordkurier über den Jäger. Das unwaidmännische Verhalten wurde mit einem Beweisfoto dokumentiert und ging vor allem durch die sozialen Medien, bevor es bundesweit in die Schlagzeilen kam.

In einem seiner Berichte bezeichnete der Nordkurier-Reporter Thomas Krause den auf den Namen “Wildschleifer aus Vorpommern” getauften Mann als “Rabauken-Jäger” – und soll nun 1.000 Euro dafür zahlen.

Ein Urteil, das nicht nur bei den Machern des Nordkurier auf Unverständnis stößt. Unterstützung kommt nun zusätzlich aus Berlin. Bild nennt die Strafe ein „skandalöses Urteil“ und druckt den 1.000-Euro-Text am heutigen Donnerstag auf Seite 8.

Ausschnitt der Seite 8 der Bild-Zeitung vom 28.Mai 2015.

Ausschnitt der Seite 8 der Bild-Zeitung vom 28.Mai 2015.

„Mir ist unbegreiflich, wie sich eine Richterin in dieser Sache so auf einen Reporter einschießen kann. Es ist die Pflicht jedes Journalisten, Dinge beim Namen zu nennen. Das machen wir bei BIld– und das machen unsere Kollegen vom Nordkurier“, erklärt Kai Diekmann gegenüber MEEDIA.

Laut Nordkurier habe die Richterin ihr Urteil damit begründet, dass der Begriff „Rabauke“ einem Erwachsenen nicht gerecht werde und sie selbst auch nicht als „Rabauken-Richterin“ bezeichnet werden wolle. Die Berichterstattung sei zu „pfeffrig und scharf“ gewesen, so die Richterin.

Gegen die Entscheidung aus Pasewalk will der Nordkurier weitere Rechtsmittel einlegen.

 

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Alle Kommentare

  1. Hier soll von der Schmierenpresse der Eindruck erweckt werden, der Jäger hätte das Tier an der Anhängerkupplung zu Tode geschleift. Dem war aber nicht so, vielmehr ist das Reh von einem anderen Auto tot gefahren worden, die Polizei bat daher den Jäger das tote Tier schnellstmöglichst von der Strasse zu bringen, dieses hat er denn auf diese unschöne aber pragmatische Weise gelöst. Pressefreiheit ja, aber bitte bei der Wahrheit bleiben und nicht beleidigend werden. Bin sicher die Revision, wenn es denn dazu überhaupt kommt, bringt kein anderes Urteil.

  2. 100 €uro plus Verkabelung kostet bei Westfalia ein sogenannter Transportkorb für totes Wild
    ich hoffe daß es im westlichen Teil der Erde ware Könner der Justizia gibt die in dieser Angelegenheit nach dem können ihres Berufsstandes reagieren.Ansonsten hoffe ich daß so
    eine Sühne herauskomt ( Denkzettel ) daß der Veruhrsacher nie mehr Auto und Schiesprügel
    in die Finger bekommt. Vielen Dank daß ich bei ihnen einen Kommentar abgeben durfte. Meine E-mail und Nahmen nur mit einzel Buchstaben verwenden. Mit freundlichem Gruß J.H.
    29.5.15 11:20 Uhr

    1. Nicht der Jäger saß auf der Anklagebank, sondern der Reporter, entsprechend kann ein Kläger auch nicht verurteilt werden, nicht immer glauben was die Schmierenpresse schreibt, erstrecht nicht wenn Herr Diekmann hinter einem Artikel steht. Ein wahrer Rabauken-Jornalist. Die Art und weise wie das Fallwild abgeschleppt wurde, ist tatsächlich nicht schön, aber Gefahr im Verzuge.

  3. Diese Ossi-Richterin hat den Gong vor 25 Jahren nicht gehört und glaubt immer noch, in Ost-Deutschland (immer noch Dunkel-Deutschland??) gelten die „Stasi-Gesetze“ weiterhin.
    Schade, dass man derartige Personen, die an ihrem Stuhl kleben, als Fehlbesetzung nicht absetzen kann. Bei Richern (und z.B. auch Lehrern) sollte man immer die damalige Sozialisation bedenken! Nur so sind derartige Urteile erklärbar.

    1. Pressefreiheit ist kein Freibrief für Beleidigungen, der Reporter durfte über den Vorfall berichten, hätte aber die Bewertung dem Leser überlassen sollen. Der Rabauken-Journalist Diekmann hat mit der Bildzeitung die gesammte deutsche Presse zur sogenannten „Lügenpresse“ diskreditiert. Ich lese solche Rabaukenblätter nicht mehr.

    2. Da hat wohl jemand im Westen den Gong nicht gehört. Auch im Osten wurde Recht gesprochen. Und auch Genossen wurden Rechtsbruch verhaftet. Traurig, dass diese ewigen Vorurteile immer noch existieren.

  4. Unglaublich!!! Tierschutzgesetze gelten wohl nur für Haustiere und eingesperrtes Nutzvieh?
    Warum wurde der Jäger nicht wegen Verletzung des Tierschutzgesetzes VERURTEILT ???
    Ich hoffe nur das sich der Reporter nicht einschüchtern lässt, bin gerne bereit diesem bei der Bezahlung seiner Geldstrafe zu helfen.

    1. Ich hoffe sehr, dass die Richterin ihr Urteil zurück nimmt und sich außerdem bei dem Reporter entschuldigt.
      Ich kann nicht glauben, dass dies der Wahrheit entspricht und halte es eher für einen Witz.

  5. Der Jäger sollte wirklich man an die Anhängerkupplung angehängt werden, und im selben Tempo und Strecke hinterhergeschleift werden. Die Richterin ist mit soviel Dummheit ausgestattet, dass sie aus dem Dienst unverzüglich entfernt werden sollte.

  6. Die Frechheiten der sogenannten „Jäger“ regen mich in der letzten Zeit enorm auf. Auf die Justiz kann man sich wohl auch nicht mehr verlassen. Rabauke ist, meiner Meinung nach, noch ein viel zu schwaches Wort. Die tolle Richterin hätte auch erkennen müssen, dass das Hinterherschleifen von Transportgut ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr ist. Leider wurden den Jägern vom Reichsjagdminister viel zu viele Rechte eingeräumt, die bis heute noch nicht geändert wurden. Der Typ verdient eine Anzeige wegen unzulässigem Schürgen einer Fracht.

  7. Habe eine Anhängerküpplung am Fahrzeug,bingt mir mal den Jäger,ich binde den Unmenschen an.Verspreche aber das ich nicht schneller fahre als 50 Km/h

  8. Diesem sogenannten Jäger ( hinterhältige Mörder ) sollte man auf Lebenszeit das Jagen und das Tragen einer Waffe verbieten. Ebenso sollte er mindestens ein halbes Jahr den Führerschein Abgeben plus mehrere Tausend Euro Geldstrafe.

  9. Was soll man dazu großes äussern. Dunkel Deutschland eben. Damals wie Heute. Die ändern sich nicht. Aber der Richterin hat das Reh Filet sicher gut geschmeckt.

    1. Tolles Niveau bringen Sie ans Tageslicht.
      Naja, Sie als „Netzwerk Troll“ machen ja den ganzen Tag nichts anderes, als dumme, sinnfreie Kommentare abzugeben. Sie sollten lieber arbeiten gehen und nicht nur den Kasten Bier und Ihren PC im Kopf haben.

    2. Das Urteil ist empörend, weil realitätsfremd.Aber die Bezeichnung „Dunkeldeutschalnd“ noch beleidigender für die Menschen von hier.Welch Freunde für Herrn Ron, das er aus „Helldeutschland“ und damit viel schlauer als wir hier. Er hat nur Einiges in den letzten Jahren nicht mitbekommen. Übrigens, viele Jagdpächter in Vorpommern kommen aus den alten Bundesländern, weil sie die finanziellen Mittel haben und die Jagd hier attraktiver und preiswerter ist. Da der betroffene Herr „Wildabschießer“ sofort geklagt hat,sollte man diesen Umstand erst einmal prüfen, bevor die Menschen in M-V beleidigt werden.

    1. Als Jäger ein Reh zu schießen ist eine Sache,aber das erlegte Wild hinter dem Auto herzuziehen ist doch wohl das allerletzte, Jagdschein weg,Knarre weg und einen Tritt in den Ar…

  10. Das Entsetzen auslösende Urteil dieser Richterin ebenso wie das schändliche Verhalten dieses Abknallers (Jäger kann man den ja nicht nennen) regen mich so dermaßen auf, ich grins‘ jetzt gerade mal von einem Ohr zum anderen über einen fetten Artikel-Nachdruck in der Bild-Zeitung… 🙂

    1. BILD schießt sich damit mal wieder ein paar Sympathiepunkte. In der Regel fallen mir die Kollegen sonst eher damit auf, Themen zu erschießen und gern mal an der Anhängerkupplung durchs Land zu schleifen – BILDlich gesehen.

    2. Hallo, da gebe ich Dir Recht . Ein Sogenannter Jäger beleidigt ja ganz Deutschland. Dieser gehört ebenso an die Anhängerkupplung gehängt.

  11. Ja das sind die großen Themen, wo es sich lohnt für die Freiheit zu kämpfen. Wo wirkliches Hinterfragen und kritische Berichterstattung angesagt ist, erfolgt das Gegenteil. Schließlich will man der alternativlosen Politik kein Bein stellen. Aber bei solchen Pillie Palle Themen haken wir ein.

    1. Pille Palle? Aber wo fängt denn die Pressefreiheit an? Im Lokalen! Im Kleinen! Da ist sie manchmal noch wichtiger als im Großen! Und das gilt auch für Pasewalk, auch wenn mancher das auf der Landkarte erst suchen muss…

  12. @ Fr. Dr. Blasen: „Deutsche Journalisten sind der letzte Dreck“ – wer eine solch undifferenzierte Meinung postet, zwingt alle anderen in einer Demokratie inkl. Pressefreiheit geradezu zum Fremdschämen.
    Peinliche Aussage.
    Aber der unglaublich witzige Nickname „Wilma Blasen“ zeigt ja schon deutlich auf welchem Niveau sich der Herr oder die Dame bewegen.

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