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Matjes-Merkel: Wie das #muttihathunger-Mem verhungerte

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Was für eine grandiose Steilvorlage: Die Bild Zeitung zeigt die Kanzlerin ab, wie kein Mensch der Welt gezeigt werden möchte – vollkommen grotesk beim Verschlingen eines Matjes. Einmal im Internet, produziert ein Bild wie jenes der hungrigen Kanzlerin normalerweise binnen Stunden Hunderte Verballhornungen. Doch das #muttihathunger-Meme blieb buchstäblich im Halse stecken.

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Ein Bild in Bild, das keiner weiteren Kommentierung bedarf: Das ist der Schnappschuss, der am Dienstag in Deutschlands größter Tageszeitung zu sehen war, als Bundeskanzlerin Merkel im mecklenburgischen Sassnitz eine neue Hochseefischerei taufte – und zu dem Anlass selbst einen Matjes vertilgte.

Das Foto der hungrigen Kanzlerin, die den Matjes scheinbar in einem Mal verschlingt, besitzt fraglos das Potenzial zum Foto des Jahres – so unvorteilhaft hat dpa-Fotograf Jens Büttner die Bundeskanzlerin getroffen. Doch die Resonanz in den alten, neuen und sozialen Medien ist relativ gering, wie sich Bild-Chef Kai Diekmann wunderte.

Immerhin: Die Satiriker vom Extra3 versuchten dann doch das für Schadenfreude so empfängliche Social Web mit einem ziemlich vorhersehbaren Wende-Tweet zu füttern.

 

Das digitale Stadtmagazin Mit Vergnügen griff ebenfalls die Steilvorlage auf und mühte sich gleich dreimal, auf allen großen Social Networks – Instagram, Twitter und Facebook – das Mem #muttihathunger zu etablieren.

Wegen Hunger. #muttihathunger

Ein von Mit Vergnügen (@mitvergnuegen) gepostetes Foto am

 

Eis Eis Angie. #muttihathunger

Posted by Mit Vergnuegen on Wednesday, May 27, 2015

Doch der #gönndir-Post wollte einfach nicht so recht ins Laufen kommen. Bis zum Abend blieben die Nachahmer des Matjes-Merkel-Mems Einzeltäter.

 

Merke bei Merkel: Auch die vermeintlich vorsehbarsten Social Media-Schenkelklopfer bleiben manchmal buchstäblich im Halse stecken.

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Alle Kommentare

  1. *Gähn*, Herr Jacobsen… Der Artikel ist ein gutes Beispiel dafür, wie man eine Nichtigkeit mit Hilfe einiger Social-Media-Zitate zu einer „Nachricht“ aufbläst.

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